im Rahmen der MASCH Bremen spricht Dr. Gert Meyer (Marburg) über 900 Tage Belagerung Leningrads 1941-1944. Die Leningrader Blockade war ein zentraler Bestandteil des Vernichtungskriegs der Wehrmacht im Osten. Während der 900 Tage starben weit über 1 Million sowjetischer Zivilisten und Soldaten durch Hunger, Kälte, Krankheiten, Erschöpfung, Bombardierungen und während der Kämpfe an den Leningrader Fronten. In einer Weisung Hitlers vom 22. September 1941 hieß es:„der Führer hat beschlossen, die Stadt Petersburg vom Erdboden zu vertilgen. Nach dem Sieg über Sowjetrussland wird es für das Weiterbestehen dieser großen Stadt nicht mehr den geringsten Anlass geben.“ Im Vortrag wird es darum gehen, unter welchen Bedingungen die faschistischen Plän zunichtegemacht werden konnten. In einer beispiellosen Kraftanstrengung konnten die Frontengehalten werden. Zehntausende von Kindern konnten evakuiert werden. Unter prekärsten Bedingungen konnte das kulturelle Leben weitergeführt werden und wurde zu einer Überlebensressource. Welche Erinnerungen knüpfen sich heute in Russland an die Blockade und wie geht die BRD mit einem der größten Verbrechen des deutschen Faschismus um?
Nordkonferenz 13.-15.03. in Heideruh
10. Dezember 2019
Samstag
10:00-12:00 Uhr Neonazi-Netz
13:30 Uhr“Widerstand gegen Neofaschismus und Rechtspopulismus – wird die Zivilgesellschaftausgebremst?“ mit Diskussion
16:30 Uhr Entzug der Gemeinnützigkeit – Auswirkungen auf VVN-BdA und seine regionalen Vereine undUntergliederungenab
19.30 Uhr Spielfilm über Zivilcourage – neue Verfilmung von „Deutschstunde“ von S. Lenz mit Ullrich Nöthen
Sonntag
09:30 Austausch der Länder zu Neofaschismus
12:00 Mittag
Anmeldungen bis 21.02. bei Ray und Marion unter 6163215 bzw. 017649865184
Errichtung eines Barackenlagers, Außenlager des KZ Neuengamme
10. Dezember 2019
Vortrag Prof. Dr. Uta Halle
Rundgang zu den Denkorten in der Neustadt
10. Dezember 2019
Spurensuche Bremen Denkort Initiative Neustadt
Drei Tage im März – Vom Schlachthof nach Auschwitz-Dokumentarisches Musiktheater
10. Dezember 2019
Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr kehrt das Musiktheaterstück, das die Deportation von 275 Sinti und Roma vom Bremer Schlachthof nach Auschwitz-Birkenau im März 1943 thematisiert, für zwei Aufführungen auf die Kesselhallen-Bühne zurück. Von Dardo Balke (Musik) und Ralf Lorenzen (Text). Mit Rolf Becker, Romano Hanstein, Sissi Zängerle, Dardo Balke Ensemble und dem Chor der Oberschule Findorff.
11 Uhr (ermäßigte Schülervorstellung) angeboten.
Gedenken an die NS-Opfer der Sinti und Roma aus Nordwestdeutschland
10. Dezember 2019
275 Sinti und Roma wurden vom 8.–10. März 1943 aus ganz Nordwestdeutschland im Bremer Schlachthof zusammengetrieben, um sie anschließend über den Bahnhof nach Auschwitz-Birkenau zu deportieren. Seit 1995 erinnert eine Gedenktafel am heutigen Kulturzentrum Schlachthof an dieses Verbrechen. Dort gedenken die Sinti und Roma sowie ihre Freunde jedes Jahr den Opfern. Auch in diesem Jahr werden Jugendliche die Namen der Deportierten verlesen. Es spricht Hermann Ernst, Vorsitzender des Bremer Sinti-Verein e.V.
Die NS-Verfolgung der Sinti-Familie Petrus Matthäus Dickel
10. Dezember 2019
Vortrag von Dr. Hans Hesse zum Schicksal des Sinto Julius Dickel, der einen der Haupttäter anzeigte ›Am 8.3.1943 erschienen gegen 8 Uhr 30 an unserem Wohn-wagen zwei Schutzpolizeibeamte und erklärten uns, dass wir fest-genommen seien. (…) Nachdem alle Zigeuner an der Wache eingetroffen waren, wurden wir mit einem Sonderwagen der Straßenbahn zum Schlachthof in Findorff gefahren und dort in einer leerstehenden Halle untergebracht.‹ So erinnerte sich der damals 16-jährige Julius Dickel an den Tag, an dem seine Familie nach Auschwitz deportiert wurde.Rund zweieinhalb Jahre später, am 6. August 1945 kehrte Julius Dickel, nunmehr 19-jährig, nach Bremen zurück, von der siebenköpfigen Familie hatte nur er die NS-Verfolgung überlebt. Resigniert verließ er Bremen: ›Ich lebte hier in Bremen ganz allein, hatte hier niemanden mehr von meiner Familie‹. Im Mai 1961 erstattete Julius Dickel gegen einen der Haupttäter, den Kripo-Beamten Wilhelm Mündtrath, Anzeige wegen Beihilfe zum Mord.
Den Schicksalen der Opfer gewidmet
10. Dezember 2019
Ein ›Erinnerungsbuch‹ für die in der NS-Zeit in Bremen verfolgten Sinti und Roma Im März 1943 wurden auf dem Bremer Schlachthof ca. 275Sinti und Roma aus Bremen, Bremerhaven und dem Weser-Ems-Gebiet zunächst gesammelt und dann zu drei Transporten zusammengestellt in das ›Zigeunerfamilienlager‹ in Auschwitz-Birkenau B IIe deportiert. In Bremen befand sich zu diesem Zeitpunkt die Zentrale der NS-Verfolgung der Sinti und Roma aus Nordwestdeutschland. Von hier aus erfolgte die Organisation und Durchführung des Völkermords an dieser Minderheit. Die Namen der Opfer sind nur anhand verschiedener Quellen rekonstruierbar, eine Deportationsliste ist nicht überliefert. Über ihre Schicksale ist dagegen so gut wie nichts bekannt. Diese Lücke will das geplante ›Erinnerungsbuch‹ schließen, das in dem Vortrag von Dr. Hans Hesse erläutert und vorgestellt wird.
Gedenkfeier für die deportierten Sinti-Familien aus dem Nordwesten
10. Dezember 2019
75 Sinti sind im März 1943 vom Ziegelhof in Oldenburg und anschließend über den Bremer Schlachthof nach Auschwitz-Birkenau deportiert worden. An sie wird jedes Jahr am Holocaust-Gedenktag erinnert. Anschließend gibt es um 14 Uhr im Anna Schwarz RomnoKher einen Vortrag+Film mit der Filmemacherin Loretta Walz: ›Die Frauen von Ravensbrück‹. Veranstalter: Freundeskreis der Sinti und Roma in Oldenburg e.V.
Gedenkfeier für die NS-Opfer der Sinti und Roma in Bremerhaven
10. Dezember 2019
Die Bremerhavener Sinti und Roma gedenken ihrer Opfer jedes Jahr am 16. Dezember, dem Jahrestag des sog. Auschwitz-Erlasses. Der Erlass vom 16. Dezember 1942 verfügte die Einweisung von Sinti und Roma aus ganz Europa ins KZ Auschwitz-Birkenau. Ort des Gedenkens ist die Erinnerungstafel an der Hochschule, wo früher das Polizeigefängnis untergebracht war. Es sprechen Roberto Larze, Vorsitzender des Bremerhavener Sinti-Vereins e. V., und Stadtrat Michael Frost.




