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  • Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg „Zwölf Jahre Schrecken, zwölf Jahre der Unmenschlichkeit, der Entrechtung und Erniedrigung, der Verfolgung und der blutigsten Willkür liegen hinter uns. In Nacht und Grauen war Deutschland verstrickt, wie ein lastender Alp lag die Hitlerherrschaft auf allen, die noch menschlich fühlten, die noch freiheitlich empfanden, die noch selbständig denken konnten…“, schrieb die „Kampfgemeinschaft gegen den Faschismus“ am 6. Mai 1945 im „Aufbau“, der ersten Zeitung nach der Befreiung durch die alliierten Truppen. Fast 46.000 Wohnungen waren zerstört, 55% des Wohnraums nicht mehr nutzbar. 965 Menschen waren aus politischen, religiösen oder rassischen Gründen ermordet worden, unzählige starben als Soldaten und aufgrund der Bombardierungen. Transport-, Energie- und Versorgungssystem war völlig zusammengebrochen. Die Essensrationen auf 60% zusammengeschrumpft. In 35 Stadtteil- und Ortsgruppen begann die KgF mit 6.500 Mitgliedern die Trümmerbeseitigung in Angriff zu nehmen. Nicht nur die Schutthalden mussten abgetragen, die Versorgung mit Lebensmitteln, Wohnraum, Grundversorgung und Arbeit gesichert werden. „Der Aufbau einer neuen Ordnung darf kein „Wiederaufbau“ sein, kein Wiederaufbau dessen, was vergangen ist, was von der Geschichte mit harter Hand hinweggefegt wurde!“ in den Betrieben war dem Einfluss faschistischen Denkens durch Herstellung demokratischer Strukturen entgegenzuwirken. Im Sofortprogramm der KgF wurde die sofortige Auflösung der NSDAP und ihrer Gliederungen gefordert, die Freilassung der inhaftierten Antifaschisten, die Wiederherstellung der Grundrechte, die Gleichstellung aller ausländischen Arbeiter, die Wiederherstellung der Gewerkschaften und des Betriebsrätegesetzes, die Umstellung auf Friedensproduktion im Interesse der breiten Masse der Bevölkerung, eine Neubildung von Polizei, der Arbeitsämter und Verwaltung aus bewährten Antifaschisten, die kommunale Selbstverwaltung. Reparaturfähige Häuser und Wohnungen sollten wiederinstandgesetzt, über Bedarf hinausgehender Wohnraum beschlagnahmt, vorhandene Lebensmittel zentral erfasst und über Konsumgenossenschaften verteilt werden. Gas-, Wasser- und Stromversorgung, der öffentliche Nahverkehr, Reparatur der Kanalisation sollten sofort gesichert werden. 75 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg stehen wir vor einer anderen Situation. Demokratische Strukturen wurden hergestellt, die Entnazifizierung blieb im aufkommenden Kalten Krieg unvollendet, Deutschland wurde in zwei Staaten gespalten, die Wirtschaft geriet nach zehn Jahren erneut in den Strudel einer Aufrüstungspolitik. Im aufkommenden Kalten Krieg waren die alten Kräfte aus Industrie und Großbanken, aus Militär und Verwaltung, aus Justiz und Polizei im Westen Deutschlands wieder gefragt. Schritt für Schritt wurden Antifaschisten aus dem öffentlichen Leben gedrängt, sahen sich Organisations- und Berufsverboten ausgesetzt. Zaghafte Pflänzchen der Rüstungskonversion vertrockneten nach dem Ende der sozialistischen Strukturen im Osten unseres Kontinents. Waffen werden in Krisengebiete verkauft, die Bundeswehr in 14 Staaten der Erde militärisch eingesetzt, in humanitärer Mission, wie es heute schamhaft heißt. Eine Neuaufteilung von Interessengebieten ist in vollem Gange, die Auseinandersetzung um Rohstoffe, unter Absicherung der Verkehrswege dorthin. Erneut sehen wir uns mit faschistischen Denkmodellen und Wertstrukturen konfrontiert, die bis in bürgerliche Parteien hinein aufgenommen werden und sie zu autoritären Maßnahmen drängen. Wirksame Gegenproteste sind in Zeiten einer Ausnahmesituation erheblich erschwert. Wachsam müssen wir sein, wollen wir nicht unter dem Deckmantel der Krankheitsbekämpfung eine allmähliche Aushebelung über lange Jahrzehnte hart erstrittener bürgerlicher und gewerkschaftlicher Rechte erleiden. Raimund Gaebelein,Landesvorsitzender VVN-BdA Bremen, Rede zum 8.Mai
  • Rede zum 8.Mai „Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Genossinnen und Genossen, Am 8. Mai 1945 besiegten die alliierten Westmächte gemeinsam mit der kommunistischen Sowjetunion - das bleibt heutzutage gerne mal unerwähnt - das faschistische Deutschland und besiegelten damit das Ende des deutschen Nationalsozialismus. Ja, dieser Tag war - auch - ein Tag der Befreiung: Der Befreiung all derjenigen, die unter dem nationalsozialistischen System gelitten haben, die dagegen waren, und die Widerstand geleistet haben. Und eine buchstäbliche Befreiung für die, die in den Konzentrationslagern unter unvorstellbaren Bedingungen dem Tode trotzen konnten. Aber ein immenser Teil der Deutschen wurde nicht befreit, sondern besiegt. Nachdem sie bis zum bitteren Ende und darüber hinaus die Naziherrschaft unterstützt und die menschenverachtende Ideologie weiter verbreitet, die den Nationalsozialismus ihr Leben lang gerechtfertigt haben. So wichtig die Rede von Richard von Weizäcker war, hat er sich doch nicht der deutschen Verantwortung gestellt: „wir“ wurden eben nicht „alle“ befreit. Auch darüber müssen wir am 8. Mai reden. Wir müssen immer wieder deutlich machen, dass es alltäglicher Rassismus und Antisemitismus waren, die den Weg zur nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und zur Shoah geebnet haben. Es war damals eben nicht nur eine überschaubare Zahl von Nazi-Größen, die allein für den Genozid verantwortlich war. Heute sind wir alle gefordert, die Mitmenschlichkeit und Solidarität unserer Gesellschaft immer wieder offensiv zu verteidigen. Alexander Gauland nennt den Sieg der Alliierten über Nazi-Deutshcland eine „große Niederlage“. Das ist gräßlich. Erschreckender ist aber, dass er mit dieser Geshcichtsvergessenheit nicht alleine ist. Auch andere würden anstelle der Erinnerungskultur lieber einen „Schlussstrich“ sehen. Rechte Gesinnung reicht bis weit in die Mitte unserer Gesellschaft. Rechtsnationale Parteien sitzen in unseren Parlamenten. In vielen europäischen Ländern regieren sie sogar mit. Rechtsextreme Parolen sind salonfähig geworden, und rechtsextreme Rhetorik ist die geistige Saat für rechtsextreme, rassistische, antisemitische und islamfeindliche Gewalttaten. „Wehret den Anfängen“ ist nicht mehr ganz richtig – wir sind schon mitten drin. Deshalb heißt es für uns als VVN / BDA, für uns Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, und für mich als Sozialdemokratin!nicht nur heute am 8. Mai: Nie wieder! Kein Fußbreit den alten und neuen Hetzern, kein Fußbreit dem Faschismus! Hoch die Internationale Solidarität.“ Rede Sascha Aulepp, SPD Landesvorsitzende, zum 8.Mai
  • Erinnerung und Mahnung Der 8. Mai: Heute vor 75 Jahren nahmen die Vertreter der Anti-Hitler-Koalition die bedingungslose Kapitulation Nazideutschlands in Berlin-Karlshorst entgegen. Die Soldatinnen und Soldaten der Anti-Hitler-Koalition haben den Sieg über die Nazibarbarei errungen. Dafürsagen wir heute Danke! Dieser Sieg war aufs Engste verbunden mit der besonderen Leistung der Völker der Sowjetunion und der Roten Armee. Es war die Verteidigung Leningrads und Moskaus, die der „Blitzkriegsstrategie“ der Nazitruppen ein Ende bereitete. Mit der blutigen Schlacht um Stalingrad und der Panzerschlacht am Kursker Bogen wurde die Wende im Zweiten Weltkrieg eingeleitet und der Weg für die Zweite Front im Westen im Jahre 1944 geöffnet. Im Ergebnis konnte das Kriegsende in Europa erkämpft werden. Dafür sagen wir heute Spasibo!Ich halte es mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, der1985 erklärte: Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung! Kanzlerin Merkel setzt diesen Gedanken nicht fort. Das Gegenteil ist der Fall. Heute hättesie die Gelegenheit, an einem sowjetischen Mahnmal in Berlin ihren Respekt und ihre Anerkennung für die Befreiung von der NS-Diktatur zum Ausdruck zu bringen. Damit hätte auch ein Zeichen an die Russische Föderation für einen Aufbruch in eine neue Verständigungspolitik verbunden sein können. Stattdessen geht die Bundesregierung auf Konfrontation zu Russland. Frau Merkel ist eine glühende Vertreterin der von den USA verlangten Sanktionen gegen Russland. Nato-Truppen stehen heute vertragswidrig wieder an Russlands Grenzen. Deutsche Soldaten befinden sich erneut in der Nähe Leningrads/St. Petersburgs. Mit der Nato-Strategie der „nuklearen Teilhabe“ strebt der deutsche Militarismus nach Atomwaffen. Diese Tatsachen sind unerträglich und gehören sofort beendet!Wir, die Mitglieder des Deutsch_Russische_Friedens_Tage Bremen e. V., sind in großer Sorge über die deutsch-russischen Beziehungen. Wir setzen uns für Kooperation statt Konfrontation ein. Wir wollen daran mitarbeiten, ein vernünftiges Verhältnis zu unseren Nachbarn im Osten zu entwickeln. Wir setzen auf Verständigung und gute Nachbarschaft. Als Schritte zur Vertrauensbildung setzen wir auf kulturellen Austausch und die Entwicklung einer Städtepartnerschaft zwischen Bremen und einer russischen Stadt. In diesen Tagen sehen wir zahlreiche Versuche, die Geschichte der 8. Mai 1945 neu zu interpretieren. Diese Versuche weise ich entschieden zurück. Der 8. Mai 1945 ist ein und bleibt ein Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg! Er hat es verdient, zu einem allgemeinen Feiertag zu werden! Redebeitrag von Horst OttoDeutsch_Russische_Friedens_Tage Bremen e. V.
  • Mahnwache zum Tag der Befreiung Am 08. Mai hielt die VVN-BdA Bremen in Kooperation mit dem Verein Deutsch-Russische Friedenstage Bremen e.V. und den OMAS GEGEN RECHTS zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und Krieg auf dem Bremer Marktplatz eine Mahnwache ab. Unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes und der Maskenpflicht versammelten sich mehr als die Zahl genehmigter Personen, um zu gedenken. Das Rote Krokodil spielte zum Auftakt und zwischen den Redebeiträgen antifaschistische Lieder, die viele der Anwesenden zum Mitsingen verleiteten. Raimund Gaebelein, Vorsitzender der VVN-BdA Bremen, schilderte in seiner Eröffnung, die Situation Bremens bei der Beendigung des Krieges und den Einsatz der KgF beim Wiederaufbau. Er verurteilte den Verkauf und den Einsatz deutscher Waffen in Kriegsgebiete. Die wieder stark aufkeimenden faschistischen Denkmodelle, besonders in der jetzigen Krisenzeit, bezeichnete er als besorgniserregend und mahnte zur Bekämpfung dieser Strukturen. Simon Elias, von der Shakespeare Company, verlas eindrucksvoll den Schwur von Buchenwald. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an ihn. Horst Otto vom Verein Deutsch-Russischen Friedenstage Bremen e.V. hob in seiner Rede die besonderen Verdienste der sowjetischen Völker und der Roten Armee bei der Befreiung hervor. Er kritisierte, dass die jetzige Regierung der BRD nicht an den freundschaftlichen Verhältnissen zu Russland festhält, sondern auf Konfrontationskurs geht. Gleichzeitig plädierte er für eine Städtepartnerschaft zwischen Bremen und einer russischen Stadt. Und mahnte an, dass der 08. Mai ein allgemeiner Feiertag werden muss. Sascha Aulepp verwies in ihrem Beitrag darauf, dass die Westmächte einen genauso großen Anteil an der Befreiung hatten wie die Rote Armee. Klar hob sie hervor, dass der alltägliche Rassismus und Antisemitismus zur Shoah und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft führten. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass nicht alle befreit waren und es immer noch einen großen Teil der Bevölkerung gab, der weiter hinter den Ansichten des Nationalsozialismus stand. Auch mahnte sie, dass es wichtig ist, den wieder aufkeimenden rechtspopulistischen Kräften und ihren Ideologien entgegen zu treten und sie zu bekämpfen. Marion Bonk trug dann noch ein Gedicht der belgischen Dichterin Ina Stabergh, vor, welches ihre Sprachlosigkeit nach dem Besuch des KZ Neuengamme als Hintergrund hat. Ursula Bauer mahnte mit einem Zitat des überlebenden Auschwitzhäftlings Elie Wiesel im Sinne der christlich-jüdischen Verständigung zur ständigen Wachsamkeit. Mit dem Moorsoldatenlied, vorgetragen vom Roten Krokodil, endete dann diese für die Situation würdige Veranstaltung.
  • Erklärung gegen bewaffnete Drohnen Vor sieben Jahren wandten sich bereits 71 Bremer Pastorinnen und Pastoren gegen das Vorhaben, in die Bundeswehr „Drohnen als Offensivwaffentechnik“ einzuführen. Inzwischen wird dieser Plan vom Bundesverteidigungsministerium erneut verfolgt. Schon im Juni soll der Bundestag darüber befinden. Bremer Pastorinnen und Pastoren, inzwischen neunzig“, geben die damalige Erklärung erneut zur Kenntnis. Im Anschreiben an die Ministerin heißt es, dass die Geistlichen es für unverantwortlich halten, „dass auf die im Koalitionsvertrag vereinbarte ‚breite gesellschaftliche Debatte‘ und ‚ausführliche verfassungsrechtliche und ethische Würdigung‘ verzichtet werden soll.“ „Die Corona-Pandemie“, so heißt es im Schreiben weiter, „verlangt viele Verschiebungen“, so auch die Entscheidung in dieser schwerwiegenden Frage. Nachfolgend und als Anhang: Wortlaut des Briefes an Ministerin Kramp-Karrenbauer mit der Erklärung von 2013 Sehr geehrte Frau Ministerin Kramp-Karrenbauer, wir geben Ihnen die nachfolgende Erklärung von 71 Bremer Pastorinnen und Pastoren gegen die Einführung von bewaffneten Drohnen in der Bundeswehr von 2013 zur Kenntnis. Leider hat dieser sieben Jahre alte Protestbrief seine Aktualität nicht verloren. Weitere 19 Bremer Kolleginnen und Kollegen haben sich jetzt dieser Erklärung angeschlossen. Wir halten es für unverantwortlich, dass auf die im Koalitionsvertrag vereinbarte „breite gesellschaftliche Debatte“ und „ausführliche, verfassungsrechtliche und ethische Würdigung“ verzichtet werden soll, um über diese schwerwiegende Frage bereits im Juni 2020 im Bundestag abzustimmen. Die Corona-Pandemie verlangt viele Verschiebungen. Über die Einführung von bewaffneten Drohnen kann problemlos zu einem späteren Termin befunden werden. Mit freundlichen Grüßen i.V. Hartmut Drewes, Pastor i.R
  • Bürozeiten Bis auf weiteres fallen die Öffnungszeiten unseres Büros auf Grund der Pandemie aus
  • Bremen - Buchenwald Im März erreichte uns eine E-Mail der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e.V. und des Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/Freundeskreis e.V. mit einem Vorschlag, wie unter den Bedingungen der Corona-Maßnahmen das Erinnern an die Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ Buchenwald am 11. April 1945, also vor 75 Jahren, gestaltet werden könnte. „Mit drei, maximal vier Personen begeben sich VVN-Vertreter oder antifaschistische Initiativen mit einem Transparent zum Buchenwald-Schwur in den kommenden Tagen aus Anlass der Auflösung oder Befreiung von Außenkommandos an den jeweiligen historischen Ort oder eine Gedenktafel (z.B. zu Todes¬märschen) und machen dort ein Foto. Das ist auch unter den Bedingungen einer "Ausgangssperre" zulässig.“ Wir beschlossen sofort unsere Teilnahme mit dem Transparent mit den Sätzen aus dem Schwur von Buchenwald „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ und zwei Orte für die Foto-Aktion. Am Karfreitag trafen wir uns in gemäß Kontaktverbot möglicher Zahl am Denkmal für das KZ Mißler in der Walsroder Straße. Es war eine gute Gelegenheit, auch einmal wieder den dort eingemeißelten Satz von Kurt Tucholsky zu lesen: „Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen Nein!“ Unser zweites Ziel war das Wandbild "Den Gegnern und Opfern des Faschismus" am Bunker in der Admiralstraße. Es wurde 1984 von Jürgen Waller gestaltet, um die Schriften hatte sich Eckhard Jung gekümmert. Auch dies ein Ort, wo es sich lohnt, einfach mal davor stehen zu bleiben und das Bild auf sich wirken zu lassen oder auch Neubremer darauf hinzuweisen. Um das Bild herum sind die Namen von Menschen zu lesen, die aus politischen Gründen in den Bremer KZs inhaftiert waren oder aus rassistischen und anderen Gründen von den Nazis verfolgt, misshandelt und ermordet wurden. Alle Fotos von dieser virtuellen Gedenkaktion sind auf unserer VVN-Internetseite zu sehen: http://bremen.vvn-bda.de Regine Albrecht
  • Gröpelinger Beirat unterstützt den Erhalt der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA Wir teilen Ihnen anbei mit, dass der Beirat des Stadtteils Bremen-Gröpelingen anlässlich seiner Entscheidung im Umlaufverfahren dem Vorhaben mehrheitlich seine Unterstützung ausgesprochen hat, die Gemeinnützigkeit der VVN-BdA zu erhalten. Begründung: Der Arbeit der VVN-BdA kommt aus Beiratssicht in der heutigen Situation unverändert hohe Bedeutung für den Erhalt eines vielstimmigen demokratischen Diskurses zu. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Ingo Wilhelms
  • Terra Oblita Ansatzpunkte für eine europäische Erinnerungskultur? „Terra oblita“ (das vergessene Land) - eine Onlineplattform für Erinnerungsorte an vergessene NS-Opfer entstand 2018/19 während des Projekts „Memory-Wiki – Auf den Spuren der Erinnerung an NS-Opfer in der Ukraine, Russland und Deutschland“. 20 Studierende der Universität Bremen, der Nationalen Universität „Oles Hontschar“ Dnipro (Ukraine), der Südföderalen Universität Rostow am Don(Russland) und der Higher School of Economics in Moskau recherchierten zu Erinnerungsorten an vergessene NS-Opfer in Zentral- und Osteuropa. Gefördert wurde das Projekt durch das Auswärtige Amt, die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) die Stiftung wurde im Jahr 2000 von Bundestag, Regierung, Wirtschaft u.a. gegründet, um Zahlungen an Zwangsarbeiter des NS-Regimes zu leisten.-- und die Stiftung „Erinnerung Lindau“. Durchgeführt wurde es vom Verein KONTAKTE-KOHTAKTbl e.V., der sich um Kontakte zu früheren Kriegsgefangenen bzw. ihren Angehörigen in Ländern der ehemaligen Sowjetunion bemüht. Auf der Plattform „Terra Oblita“ lassen sich anhand einer interaktiven Karte Erinnerungsorte von vergessenen NS-Opfern finden, d.h. Opfer, die in der öffentlichen Wahrnehmung nur eine untergeordnete Rolle spielen, wie z.B. sowjetische Kriegsgefangene, Opfer der „Euthanasie“ u.a.. In vier Sprachen (russisch, ukrainisch, deutsch und englisch) kann man sich informieren oder auch selbst Beiträge hochladen… https://stiftung-evz.de; https://kontakte-kontakty.de; https://terraoblita.com/de Johann Witte
  • Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg ... Im aufkommenden Kalten Krieg waren die alten Kräfte in West Deutschland wieder gefragt. Schritt für Schritt wurden Antifaschisten aus dem öffentlichen Leben gedrängt… 75 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg steht die Bundeswehr in 14 Staaten der Erde in militärischen Einsätzen, schamhaft als humanitäre Mission gekleidet. Waffen werden in Krisengebiete verkauft. In Kauf genommen wurde, dass sie von verbrecherischen Banden oder als befreundet bezeichneten Regierungen zum Einsatz in Bürgerkriegen verwendet werden. War noch im 2-plus-4-Vertrag davon die Rede, dass die NATO ihr Einflussgebiet nicht nach Osten erweitern sollte, so fielen die Staaten Ostmitteleuropas ihr bald wie reife Äpfel zu. Eine Neuaufteilung der beherrschten Interessengebiete ist in vollem Gange, die Auseinandersetzung um Sicherung der Rohstoffe, der Verkehrsknotenpunkte, der Stützpunkte entbrannt. In zahlreichen Stellvertreterkriegen wurden in den vergangenen zwanzig Jahren bereits Großversuche mit modernster Waffentechnik und Lenkungswegen erprobt. Leidtragende waren jedes Mal die Menschen, in deren Ortschaften dieser Krieg hineingetragen wurde. Zahlreiche Länder wurden destabilisiert und der Aufteilung in Interessensphären preisgegeben. Internationale Abkommen zur Rüstungsbeschränkung wurden zerrissen, ein gigantisches Aufrüstungsprogramm verkündet…