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Die NS-Verfolgung der Sinti-Familie Petrus Matthäus Dickel

März 6 @ 08:00 - 17:00

Vortrag von Dr. Hans Hesse zum Schicksal des Sinto Julius Dickel, der einen der Haupttäter anzeigte ›Am 8.3.1943 erschienen gegen 8 Uhr 30 an unserem Wohn-wagen zwei Schutzpolizeibeamte und erklärten uns, dass wir fest-genommen seien. (…) Nachdem alle Zigeuner an der Wache eingetroffen waren, wurden wir mit einem Sonderwagen der Straßenbahn zum Schlachthof in Findorff gefahren und dort in einer leerstehenden Halle untergebracht.‹ So erinnerte sich der damals 16-jährige Julius Dickel an den Tag, an dem seine Familie nach Auschwitz deportiert wurde.Rund zweieinhalb Jahre später, am 6. August 1945 kehrte Julius Dickel, nunmehr 19-jährig, nach Bremen zurück, von der siebenköpfigen Familie hatte nur er die NS-Verfolgung überlebt. Resigniert verließ er Bremen: ›Ich lebte hier in Bremen ganz allein, hatte hier niemanden mehr von meiner Familie‹. Im Mai 1961 erstattete Julius Dickel gegen einen der Haupttäter, den Kripo-Beamten Wilhelm Mündtrath, Anzeige wegen Beihilfe zum Mord.

Details

Datum:
März 6
Zeit:
08:00 - 17:00

Veranstalter

Arbeitskreis ›Erinnern an den März 1943

Veranstaltungsort

Theater im Volkshaus
Hans-Böckler-Straße 9
Bremen, Deutschland
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