Donnerstag, 24. August um 19:30 Uhr im St. Pauli Gemeindesaal, Große Krankenstr. 11 (erreichbar über Bus 24 oder Straßenbahn Linie 8, Haltestelle „Neuer Markt“), 70. Jahrestag der Gründung der VVN Bremen. Es spricht Dr. Ulrich Schneider, Geschäftsführer der Fédération Internationale des Résistants. Internationale Widerstandslieder und Arbeiterlieder mit Aline Barthélémy und dem Roten Krokodil. Wir freuen uns auf den Besuch unserer belgischen Freunde aus Meensel-Kiezegem. Gemeinsam mit ihnen wollen wir am nächsten Tag um 10 Uhr den Bunker Farge besuchen.
Sommerausfahrt der VVN-BdA
18. Mai 2017
Samstag, 12. August um 10 h Ausfahrt zu den Museen in Fischerhude mit Fahrgemeinschaften. Anmeldung bei Raimund erbeten unter 6163215
Mahnwache
18. Mai 2017
Sonntag, 6. August, 12 Uhr, Marktplatz Bremen, Mahnwache zum Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, Redner: Dr. Lars Pohlmeier (IPPNW)
Gröpelinger Sommer
18. Mai 2017
Samstag, 5. August, 14-18 Uhr Gröpelinger Sommer, Informationsstand der VVN-BdA in der Lindenhofstraße. Es besteht die Möglichkeit zu einem 90min. Rundgang durch das Lindenhofquartier auf den Spuren der Stolpersteine. Anmeldung bei Raimund erbeten unter 6163215
Sommerfest in Heideruh
18. Mai 2017
29. Juli ab 14 Uhr Sommerfest der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh mit internationalen Friedensliedern von Aline Barthélémy (Bremen) und chilenischen KüstlerInnen, mit Infoständen, Wanderungen, Musik und Lesung
Widerstand und Antifaschismus
18. Mai 2017
21. Juni um 14 Uhr Villa Ichon, Widerstand und Antifaschismus, vom Umgang mit unserer Geschichte, Tagung mit Vorträgen von Dr. Claudia Fröhlich, Dr. Rolf Gössner, PD Dr. Irmtrud Wojak, Dr. Eva Hahn, Dr. Kirsten Kappert-Gonther, um 20 Uhr Lesung zum 90. Geburtstag von Kurt Nelhiebel aus „Gegen den Wind“ (Papyrossa Verlag Köln). Hineingeboren in die Zeit der größten Weltwirtschaftskrise, erlebte Kurt Nelhiebel als Sohn eines deutschen Antifaschisten das Erstarken der sudetendeutschen Nazis, die Besetzung seiner Heimat durch Hitlers Wehrmacht und anschließend den Terror des faschistischen Regimes. Im Westen traf der junge Antifaschist die alten Nazis als Wortführer der Vertriebenen wieder.
Einweihungsveranstaltung einer neuen Gedenktafel
18. Mai 2017
13. Juni um 15:00 Uhr in den Grünanlagen an der Ecke Buntentorsteinweg/Wulfhoopstraße Einweihungsveranstaltung einer neuen Gedenktafel für die Opfer eines alliierten Bombentreffers am Pfingstsonntag 1943. Erinnern für die Zukunft arbeitet weiter am Text für die Stele zur Erinnerung an das jüdische Bad und recherchiert die Geschichte des Kasernengeländes.
Gedenktag für die Bremer Opfer der Psychiatrie und Gesundheitpolitik im Nationalsozialismus.
18. Mai 2017
30. Mai um 16 Uhr am Mahnmal „Irrstern“ im Krankenhaus Bremen-Ost Gedenktag für die Bremer Opfer der Psychiatrie und Gesundheitpolitik im Nationalsozialismus. Die Veranstaltung erinnert an die vielen hundert Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer aus Bremen, die Opfer nationalsozialistischer Medizinverbrechen wie Zwangssterilisation und »Euthanasie« geworden sind. Grußwort: Judith Borsch (Direktion KBO). Es sprechen: Prof. Dr. Uwe Gonther (Ärztlicher Direktor Ameos Klinikum Dr. Heines) und Friedrich Buhlrich (Angehöriger, Gedenkkreis).
Schuld und Verantwortung
4. Mai 2017
Einhundert Jahre nach dem grausamen Höhepunkt des Ersten Weltkriegs erschien letztes Jahr Robert Gerwarths Werk zu den revolutionären Nachkriegswirren 1917-1923. Zu Beginn seiner Einleitung zitiert er aus Ernst Jüngers „Kampf als inneres Erlebnis“ und aus Winston Churchills „Der Unbekannte Krieg“ Passagen, die Chaos und Ergreifen der Macht betonen. In seiner fundierten und kenntnisreichen Studie geht es nicht um eine Wiederaufnahme der Diskussion über die Schuldfrage, die zum Jubiläum heftig umstritten war. Nur am Rande befasst sich seine Untersuchung mit dem mörderischen Krieg selbst. Es geht auch nicht in erster Linie um Deutschland, der zentralen Macht aufseiten der Mittelmächte. Gerwarth befasst sich vielmehr mit dem Ausmaß der blutigen Opfer unter Zivilisten in den neuentstandenen Staaten im östlichen Teil von Mittel- und Südosteuropas in den unmittelbaren Nachkriegsjahren. Dabei will er eine Kontinuität der Gewalt festgestellt haben, die sich durch das gesamte 20. Jahrhundert hindurch ziehe. Die Balkankriege gegen das Osmanische Reich mit seiner Dimension der Vertreibung sieht er als eigentlichen Beginn des Ersten Weltkriegs, der für ihn nicht mehr als eine Krise ist.
Gerwarth untersucht zwei gleichzeitig erwachsende Vorstöße auf grundlegende Veränderungen, nationale Selbstbestimmung ethnischer Minderheiten in den großen Mehrvölkerstaaten wie Österreich-Ungarn, dem Zaristischen und dem Osmanischen Reich zum einen und das Verlangen nach einer grundlegenden revolutionären Umwälzung der politischen und sozialen Situation, ausgehend vom bolschewistischen Russland. In den westalliierten Friedensverträgen mit den Mittelmächten sieht er die Grundlage für eine fortdauernde gewaltsame Veränderung der europäischen Landkarte. In den revolutionären Veränderungen der unmittelbaren Nachkriegszeit sieht er ein wesentliches Moment für die Instabilität der gesamten Region. Die Zahl der zivilen Opfer im Gebiet zwischen Finnland und dem Kaukasus schätzt er deutlich höher als die Zahl der Weltkriegstoten. Aufgrund der Verrohung durch einen ungeheuren Materialkrieg stellt er eine immense Radikalisierung in der politischen Auseinandersetzung fest. In den unmittelbaren Nachkriegsjahren habe die Art des Umgangs mit nichtweißen Kolonialvölkern auch in dem Gebiet zwischen Finnland und dem Kaukasus Einzug gehalten. Die Dynamik der Forderungen nach nationaler Selbstbestimmung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen außerhalb seines Untersuchungsfeldes. Gerwarth bedauert die Auflösung der seiner Meinung nach stabilen Mehrvölkerstaaten. Rechtssicherheit und Stabilität sieht er auch in den Jahren nach 1923 nicht in demselben Umfang wie in der Vorkriegszeit gegeben.
Robert Gerwarth, Die Besiegten. Das blutige Ende des Ersten Weltkriegs, Siedler Verlag München Januar 2017, 480 Seiten, 29,99 Euro, ISBN 978-3-8275-0037-3
„Ohh Porajmos – Illustrationen zur Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma“
26. Februar 2017
Zur Eröffnung der Ausstellung „Ohh Porajmos – Illustrationen zur Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma“ am Mittwoch, 1. März um 18 Uhr im Wall-Saal der Stadtbibliothek
Es sprechen NN (Stadtbibliothek Bremen), Arnold Weiß, Vorsitzender des Landesvereins der Sinti in Hamburg, Roberto Larze, Vorsitzender des Verbandes deutscher Sinti und Roma/Landesverband Bremen, Bürgermeisterin Karoline Linnert und die Filmemacherin Iovanka Gaspar (München), im Anschluss werden wir den Film „Dui Roma“ zeigen. Moderation: Raimund Gaebelein (VVN-BdA Bremen).
Veranstaltungen im Rahmen des Begleitprogramms
Mittwoch, den 9. März, um 19:30 Uhr in der Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstraße 14/15, lesen Romano Hanstein und Ralf Lorenzen aus dem Buch „Meine hundert Leben, den Erinnerungen Ewald Hansteins, Überlebender der KZ Auschwitz, Buchenwald und Mittelbau-Dora. Jahrzehntelang kämpfte er um die Anerkennung der Sinti und Roma als Opfer des Nationalsozialismus.
Donnerstag, den 16. März, um 19:30 Uhr in der Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstraße 14/15, zeigt Dardo Balke, Vorsitzender des Sinti-Vereins Bremerhaven, den Film „Auf Wiedersehen im Himmel“ als Hintergrund für ein Gespräch zur Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma.
Donnerstag, den 23. März,Thedinghauser Straße 105/Ecke Lobsienstraße, beleuchtet Dardo Balke um 19:30 Uhr in den Räumen des Bremer Sinti Vereins, die Geschichte der Sinti und Roma und den Antiziganismus in den Medien.
Donnerstag, den 30. März um 19:30 Uhr in der Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstraße 14/15, berichten Vertreter*innen des Flüchtlingsrats Bremen über die vermeintliche Sicherheit der abgeschobenen Roma in Kosovo, Serbien, Mazedonien.
Mittwoch, den 5. April um 19:30 Uhr in der Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstraße 14/15, berichtet Richard Gauch (BI Leipzig Korrektiv) über die Lage der Roma in Ungarn.




