Am 9. November erinnern wir um 11 Uhr vor dem ehemaligen jüdischen Altersheim an der Gröpelinger Heerstraße, Ecke Morgenlandstraße, an die Pogromnacht 1938.
Die Mahnwache ist gemeinsam mit dem Beirat Gröpelingen.
Kurzer Wikipedia-Auszug:
Am 9. und 10. November 1938 wurden bei den vom nationalsozialistischen Regime zentral organisierten und gelenkten Gewaltmaßnahmen gegen Juden in Deutschland und Österreich auch in Bremen zahlreiche Gewalttaten bis hin zu mehreren Morden gegangen. So wurde unter anderem die Synagoge in der Gartenstraße (im Schnoorviertel, heute Kolpingstraße) von SA-Leuten in Brand gesetzt – während die Feuerwehr nur die Nachbarhäuser schützte – und das jüdische Gemeindehaus daneben geplündert, ebenso wie die Vegesacker Synagoge und ein Bethaus an der Sebaldsbrücker Heerstraße. Der jüdische Friedhof in Hastedt wurde verwüstet und viele jüdische Gräber geschändet. Die SA plünderte und zerstörte zum Teil auch Geschäfte und Privathäuser jüdischer Eigentümer und verhaftete die Mehrheit der männlichen Bürger jüdischer Herkunft. Mehr als 160 von ihnen wurden in der Nacht zunächst auf dem Schulhof des Alten Gymnasiums an der Dechanatstraße zusammengetrieben und nach eintägiger Inhaftierung im Zuchthaus Bremen über Oranienburg in das KZ Sachsenhausen abtransportiert, wo sie einige Wochen festgehalten wurden. Viele von ihnen kamen später im Zuge der systematischen Ermordung jüdischer Bürger durch das NS-Regime in den Vernichtungslagern ums Leben.[1][2][3]
Fünf Personen wurden in der Bremer Pogromnacht ermordet: der Obermonteur Leopold Sinasohn in Platjenwerbe nahe Bremen-Nord, sowie in der Stadt Bremen der Sanitätsrat Adolph Goldberg und seine Frau Martha in Burgdamm, der Kleinhändler Heinrich Rosenblum in der Neustadt und Selma Zwienicki, die Frau eines Fahrradhändlers in der Hohentorstraße. Diese ziellos und willkürlich verübten Taten wurden erst nach 1945 verfolgt und mit mäßigen Haftstrafen gesühnt.[1][2][3]
Am 8. November startet um 16 Uhr vom Friedenstunnel eine Demonstration gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht und gegen die Kriegsmobilmachung, die uns bis 2029 kriegstüchtig machen soll.
Am Sonntag, 26. Oktober, findet nach den unsäglichen Äußerungen unseres Kanzlers auch in Bremen eine Kundgebung unter dem Motto „Wir sind das Stadtbild“ auf dem Domshof statt. Beginn ist um 16 Uhr.
Der Weser-Kurier berichtete vorab: https://www.weser-kurier.de/bremen/demo-in-bremen-protest-gegen-merz-stadtbild-aussage-auf-dem-domshof-doc82xfttuxnf91g6302god
Am Sonntag, 14. September, ist wieder der Tag des Offenen Denkmals. In Kooperation mit dem Wagenfeld-Haus und dem Staatsarchiv wird der Zellentrakt des ehemaligen Ostertorgefängnisses wieder geöffnet sein.
Aktionsprogramm: 11.00 Uhr: Kurzes Gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg bei der Skulptur „Freiheitskämpfer“ von Fritz Cremer im Außenbereich;
11.15 Uhr – 12.00 Uhr:Besuch des Zellentrakts mit Erläuterungen durch Stefan Heesch;
12.15 Uhr:Lesung im Gewölbekeller des Wilhelm Wagenfeld Hauses: aus dem Buch „Na Lütten. Briefe aus dem Konzentrationslager und Zuchthaus 1933–1937“. Lore Buchholz, die Nichte Wilhelm Wagenfelds, veröffentlichte in dem Buch Briefe ihres Vaters Heinrich Buchholz, eines Bremer Kommunisten, der als Gefangener der Gestapo in der Ostertorwache interniert war.
13.15 Uhr:Besuch des Zellentrakts mit Erläuterungen durch Stefan Heesch.
Barrierefrei.
Millionen von Kindern werden auf die Flucht mitgenommen.
Es ist nicht ihre Entscheidung, aber sie müssen fliehen.
In Afghanistan herrschen seit Jahren Krieg, politische Instabilität und massive
Armut. Terror, Gewalt und Perspektivlosigkeit treiben viele Familien in die Flucht
Warum müssen Kinder fliehen? Was erleben sie? Wie verändert es ihr Leben?
Die Ursachen dafür sind vielfältig.
Der Roman erzählt die Geschichte einer afghanischen Familie inmitten der
Flüchtlingsströme 2016 bis 2018.
Das Leben der Kinder wird geprägt durch die Ermahnung: Sei still und lauf! Auf
ihrem Weg werden sie zum Spielball der von der EU erlassenen Maßnahmen zur
Abwehr der Flüchtlingsströme. Bei illegalen Grenzübertritten nutzen
Schleuserbanden schamlos ihre Situation aus. In verschiedenen Flüchtlingslagern
sind sie psychischem und physischem Terror ausgesetzt. Sie lernen aber auch die
Kraft der Solidarität, die Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft zahlreicher
Menschen auf ihrem Weg kennen. All das verändert sie.
Ergänzt wird die Lesung mit einer kurzen Einführung über die aktuelle Situation
von Menschen, die nach Europa flüchten. Die „Abwehrmaßnahmen“ verschärfen
sich weiter. Die Konsequenzen sind katastrophal.
Anstatt geflüchtete Menschen zu unterstützen, werden sie ausgegrenzt.
Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht.
Solidarität mit den Asylsuchenden und Kampf gegen die Maßnahmen und
Rassismus sind notwendig. Menschen, die geflüchtet sind, brauchen
Unterstützung, um die schlimmen Erfahrungen zu verarbeiten und sich in unsere
Gesellschaft zu integrieren.
Sofia Rahmani arbeitet seit 2001 ehrenamtlich mit Geflüchteten aus den
verschiedensten Ländern. Sie hat den Verein „Internationales Emden e.V.“
mitgegründet.
Am 15.06. fand erstmalig, auch für das Land Bremen in Bremerhaven, der bundesweite Veteranentag statt. Offiziell soll dieser Tag die Verdienste von Veteranen ehren, die in der Bundeswehr gedient haben. Aber, wenn es tatsächlich um Anerkennung für den Einsatz für die Gesellschaft geht, warum keinen Gedenktag für Pflegekräfte, Feuerwehrleute etc., nein es geht darum, dass die Gesellschaft daran gewöhnt wird, dass das Militär zum Alltag gehört, um uns auf einen künftigen Krieg einzustimmen.
Der Veteranentag dient ausschließlich der Militarisierung der Gesellschaft. Dem stellte sich die Bremerhavener Initiative Mut zum Frieden, in der auch die VVN-BdA in Ihrer Bündnisarbeit mitarbeitet, entgegen. Eine Stunde vor Start der Bundeswehrveranstaltung in der großen Kirche, errichteten wir gegenüber den Infoständen von Reservisten und Bundeswehr unseren Pavillon mit Infomaterial zur Wehrpflicht und Kriegsdienstverweigerung sowie Luftballons mit Friedenstaube für Kinder. Unsere Mitstreiter verteilten fleißig Flyer an Passanten und führten zahlreiche angeregte Diskussionen mit den vorbeiziehenden Sonntagspaziergängern.
Erfreut mussten wir feststellen, dass die Resonanz zu unserem Infostand mehr Zustimmung erfahren hat als die Aktionen der Bundeswehr. Ein erfreulicher Tag, für eine Welt ohne Krieg Für eine Zukunft in Frieden.