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  • Auschwitz-Erlass vor 75 Jahren Im Bremer Rathaus wird am Sonntag, den 03. Dezember 2017, Beginn 11:30 Uhr, in der Oberen Rathaushalle eine wichtige antifaschistische Gedenkstunde sein. Der Senat und der Landesverband der Sinti und Roma werden an den Erlass der Nazifaschisten vor 75 Jahren erinnern, dessen Ziel das Auslöschen der wenigen noch verbliebenen Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz war. Wir haben dazu in diesem Frühjahr die Plakatausstellung 'Oh Parajmos' in der Zentralbibliothek zeigen können. Es wird sehr anstrengend und ergreifend sein, in den Beiträgen während dieser kommenden Feierstunde am 03.12.2017 an jene eindrücklichen Plakate aus dem vergangenen Frühjahr anzuknüpfen! Eine Anmeldung zur Teilnahme ist erforderlich, wurde mitgeteilt. Weitere Informationen bei Heiner Rosebrock, Hollerallee 43, 28209 Bremen. Tel. 0157-37043112.
  • Verleihung des Franco-Paselli-Friedenspreises 2017 Verleihung des Franco-Paselli-Friedenspreises 2017 an die Preisträgerin Gabriele Jannowitz-Heumann, Leiterin des Kreisarchivs in Osterholz am Donnerstag, den 7. Dezember 2017 um 17 Uhr im G. H. Bürgerhaus Vegesack (Filmraum im Untergeschoss). Frau Gabriele Jannowitz-Heumann hat als Leiterin des Kreisarchives Osterholz seit 2002 mit großem persönlichen Engagement zur Geschichtsaufarbeitung der NS-Herrschaft in unserer Region und zur Dokumentation von Opfern und Überlebenden des 2. Weltkrieges beigetragen. Durch ihre kontinuierliche Arbeit im Sinne einer internationalen Versöhnungs- und Friedensarbeit, hat Gabriele Jannowitz-Heumann die kollegiale und freundschaftlich verbundene Netzwerkarbeit der ehrenamtlich tätigen MitarbeiterInnen in den Geschichtswerkstätten und Friedensinitiativen gefördert.
  • Zeit ohne Maske Die diesjährige Außenlagertagung von Initiativen und Gedenkstätten am 03. November war sehr lebhaft und informationsreich. Die Themen ergaben sich aus aktuellen Fragestellungen der Gedenkstättenarbeit. Im Vormittagsprogramm stellten Kathrin Herold, Appolinaire Apetor Koffi und Ali Naki Tutar ihre Erfahrungen mit Geflüchteten dar, die den Denkort Bunker Valentin in Bremen-Farge besuchten. Im Rahmen eines zeitlich leider nur befristeten Bundesprojekts zur Erweiterung von Perspektiven wurden Fragen deutlich, die Menschen mit Fluchtgeschichte, Lageraufenthalt und anderer Familienbiographie bei ihren Besuchen der Gedenkstätte entwickelten… Nach einer kurzen Kaffeepause schilderte Thomas Lippert Erfahrungen mit Rechtspopulisten in Veranstaltungen der Gedenkstätte Ahlem. Eine Vortragsreihe zu Gefahren durch Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Europa und Deutschland fand außerhalb der Gedenkstätte statt, der Verfassungsschutz hatte im Vorfeld signalisiert, dass provokante Ausschreitungen nicht zu erwarten seien. Wortgefechte gab es lediglich mit einem Dauerbesucher, der versuchte, die Diskussion an sich zu ziehen… Nach der Mittagspause schilderten Oliver von Wrochem, Christine Eckel und Swenja Granzow-Rauwald die Veränderungen in der Amicale Internationale de Neuengamme, die sich in ihrer Arbeit nun personell stärker auf die zweite und dritte Generation von Angehörigen stützt… Anita Placenti-Grau und Alexander Kraus stellten den Stand der Konservierungsarbeiten am ehemaligen KZ Laagberg in Wolfsburg dar. Dort waren 1944 die Häftlinge für den V1-Bau untergebracht, über 600 Franzosen, Niederländer, Polen, 224 pro Block auf 4,4 x 11 m..
  • Ausgegrenzt - weggebracht - ermordet Vom 16.10. bis 02.12. wurde in der Gröpelinger Stadtbibliothek die Bremer Euthanasieausstellung gezeigt. Erschütternd sind die Schicksale der ermordeten Kinder zu lesen, umgebracht in sogenannten Kinderfachabteilungen durch eine Überdosis Luminal unter dem Deckmantel der Bombenangriffe wegen der unzureichenden Ernährungslage der Bevölkerung. Zwei Angehörige begleiten die Ausstellung, Hans-Walter Küchelmann (aus Hastedt, heute Horn) und Friedrich Buhlrich (aus Gröpelingen, heute Delmenhorst)… Die Ausstellung besteht aus 14 Tafeln, auf denen Schicksale von Bremer Euthanasie Opfern beleuchtet werden. Zu sehen sind 31 Biographien von Kindern, die nach Diagnosen ausgebildeter Fachärzte nach Lüneburg überstellt wurden und nach Tagen oder wenigen Monaten nicht mehr am Leben waren. Es ist erschüttern, die Schicksale der Menschen zu lesen, und kaum fassbar, welche Diagnosen Ärzte, Schwestern und staatliche Stellen während der NS gestellt haben und damit die Menschen in den Tod schickten um so „unwertes“ Leben zu vernichten…
  • 'Rosen für die Opfer' Gedenkstätte 'Rosen für die Opfer' Sonntag, den 19. November 2017 um 11Uhr30 (Volkstrauertag) Bahrsplate in Bremen-Blumenthal 1942 wurde auf der Bahrsplate in Bremen-Blumenthal ein Lager der Deschimag/AG Weser für 'Ostarbeiter' , Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion, errichtet. Spätestens ab 1943 wurde ein Teil des Geländes auchals Lager für sowjetische und frranzösische Kriegsgefangene genutzt. Teile des Gesamtlagers wurden zur Unterbringung von Einheiten der Kriegsmarine genutzt. Von August 1944 bis Anfang April 1945 wurden die ehemals von sowjetischen Gefangenen bewohnten Baracken als Unterkunft für KZ-Gewfangene genutzt (als eines der über 80 Außenlager des KZ Neuengamme bei Hamburg - in Bremen gab es 9 KZ Außenlager). Seit 1983 wird am Volkstrauertag an diesem Ort an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert. Wir gedenken der Häftlinge in den Lagern des Faschismus und den nach 1945 und in der Gegenwart verfolgten und erniedrigten Menschen. Teilnehmer des 2. Workcamps Bremen- Marzabotto/Italien schufen 1985 die Gedenkstätte 'Rosen für die Opfer'- gemeinsam mit Jugendlichen aus Ungarn und der Tschechoslowakei. Im Sommer 2009 wurde auf der Gedenkstätte 'Rosen für die Opfer' von Schülern und Lehrern des Schulzentrums an der Alwin-Lonke-Straße die Skulptur 'Stein der Hoffnung' geschaffen. Mit Pflastersteinen der ehemaligen 'Häftlingsstraße', die von der Bahrsplate zur Bremer Wollkämmerei führte, wurde die Gedenkstätte als 'Ort der Erinnerung und Begegnung' in würdiger Form erweitert. * Auf der Gedenkstätte können Blumen niedergelegt und Rosenstöcke gepflanzt werden
  • Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den 79. Jahrestag der Pogromnacht vom 9./10. Nov. 1938 gegen jüdische Mitbürger Donnerstag, den 9. November 2017, 17:00 Uhr am 'Jacob-Wolff-Platz' in Aumund Veranstalter: Internationale Friedensschule Bremen Beirat des Ortsamtes Vegesack Evgl. Kirchengemeinde Alt-Aumund SA-Absperrung beim Brand der Synagoge in Vegesack am 10. Nov. 1938 Im Dezember 1942 verstarb Jacob Wolff, der letzte Vorsteher der Jüdischen Gemeinde für Vegesack und Umgebung, an den Folgen seiner Haft im Konzentrationslager Theresienstadt. Wie er verloren mehr als 70 jüdische Mitbürger aus Bremen-Nord ihr Leben während der NS-Gewaltherrschaft. Am 8. November 2007 wurde der Platz vor der Gedenkstätte in Aumund 'Jacob-Wolff- Platz' benannt. Die Gedenkstätte auf dem Platz wurde von der Bildhauerin Clarissa Dietrich neu gestaltet. 17:00 Wortbeiträge Gerd Meyer 'Internationale Friedensschule Bremen Dr. Jürgen Hartwig Beiratssprecher/Ortsamt Vegesack musikalische Begleitung durch den Chor`CHORIGINELL` Leitung: Wilhelm Torkel Nach der Gedenkveranstaltung kann die vom Bremer Lehrer Rolf Rübsam gestaltete Ausstellung zur Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde im Vegesack besucht werden (im benachbarten Gemeindehaus der evgl. Gemeinde Alt-Aumund).
  • Internationale Friedensschule Bremen Reihe ARCHIV-Gespräche im Bürgerhaus Dienstag 07. November 2017, 17 Uhr Kellerbühne im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus Vortrag mit anschließender Diskussion Ulrich Schröder "Räte und 'sozialistische Republik' in Vegesack und im Kreis Blumenthal (1918 - 1921)" Am 7. November 1918 versammelten sich bei Schichtbeginn etwa 3.500 Vulkanarbeiter in der Schiffbauhalle I des Bremer Vulkan. Damit begann die sog. Novemberrevolution im heutigen Bremen-Nord. Etwa 20 aufständische Matrosen und Soldaten waren per Bahn von Bremen dazugekommen und bildeten einen Soldatenrat. Auf dem Vulkan, in der Bremer Wollkämmerei und in anderen Industriebetrieben wurden Arbeiterräte gewählt, und es wehten dort rote Fahnen. Am frühen Nachmittag strömten etwa 6.000 – 7.000 Frauen und Männer zum Sedanplatz. Die Massenversammlung bestätigte einen „Arbeiter- und Soldatenrat für Vegesack und den Kreis Blumenthal“, der die Aufsicht über die Vegesacker Stadtverwaltung und das Blumenthaler Landratsamt übernahm. Am 11. Januar 1919 folgten die Revolutionäre im „Wirtschaftsgebiet Vegesack“ dem Vorbild ihrer Bremer Genossen und riefen die „sozialistische Republik“ aus. Erhebliche politische Konflikte und Machtkämpfe waren die Folge. In der Nacht vom 5. auf den 6. Februar rückten Regierungstruppen ein und beendeten das Experiment mit Gewalt. Doch vor allem auf betrieblicher Ebene vermochten sich die Räte zu halten. Die Tätigkeit eines im Herbst 1919 gewählten Bezirksarbeiterrates, der die Sozialisierung vorbereiten sollte, lässt sich bis zum Sommer 1921 nachweisen. Genau 99 Jahre nach Beginn der Revolution wird der Historiker Ulrich Schröder über deren Verlauf in Bremen Nord berichten.
  • Julius Fučík aus dem Pantheon in Prag entfernt … Wie der Museumsdirektor Michal Lukeš bekannt gab, wurde sie bereits 1991 beseitigt. Er sagte wirklich beseitigt, so als handle es sich um Abfall. Angeblich geschah das wegen Fučíks „ideeller Verbindung zum kommunistischen Regime“. Fučík ist 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet worden, also fünf Jahre vor der Errichtung des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei. Er kann also weder eine ideelle noch eine organisatorische Verbindung zu diesem Regime gehabt haben… Allein dass Fučík mit seiner Reportage unter dem Strang geschrieben die Weltöffentlichkeit über das Leid und den Freiheitskampf des tschechischen Volkes informiert hat, müsste ihm einen Platz im Nationalmuseums sichern. Als einzigartiges historisches Dokument ist das Werk Bestandteil der Weltliteratur… Es betrübt mich, dass manche das vergessen haben. Ich halte das für ein Zeichen der moralischen und politischen Desorientierung… Kurt Nelhiebel, Kultur- und Friedenspreisträger der Villa Ichon in Bremen Artikelauszug BAF 10./11.17
  • 70 Jahre VVN-BdA Bremen Am 24.08.2017 lud die VVN-BdA Bremen zu einer kleinen Feier anlässlich ihres 70. Jährigen Bestehens in die St. Pauli Gemeinde ein. Zur Einstimmung der zahlreich erschienenen Gäste sang das Rote Krokodil erstmal das Lied „Miteinander“ von Dieter Süverkrüp. Die Begrüßung erfolgte dann durch den Landesvorsitzenden Raimund Gaebelein. Er ließ die Anfänge der Gründung und einige prominente Mitglieder noch einmal Revue passieren. Gleichzeitig mahnte er, dass auch heute die Gefahr von rechts nicht abgewendet ist und erinnerte an den Schwur von Buchenwald, der immer noch nicht erfüllt ist… Die vollständigen Originalreden sind auf www.bremen.vvn-bda.de in der Rubrik Artikel nachzulesen. Marion Bonk Zum 20. Mal fuhren 48 Angehörige der „Nationalen Konföderation der Politischen Gefangenen und Angehörigen Meensel-Kiezegem ‘44“ nach Neuengamme und seine Außenlager, zum 15. Mal gedachten wir mit ihnen gemeinsam der Toten zweier Razzien belgischer SS unter deutschem Kommando Anfang August 1944… Die Suche nach den Gräbern der Angehörigen ließ keinen ruhen. Erinnerungstafeln am Schützenhof, auf Bahrs Plate und am Massengrab auf dem Osterholzer Friedhof sind Zeichen langjähriger gemeinsamer Nachforschungen… Wilhelm Henkel Im Bunker sahen wir auch dieses Jahr wieder viele Veränderungen… Unsere vertrauten Führer Ulrich & Moni sorgten wie gewohnt wieder für einen hervorragenden Vortrag, und die vielen Fragen, die folgten, wurden gerne beantwortet… Tom Devos Zahlreiche Grußworte erreichten unsere Landesvereinigung zum 70. Jahrestag. „…Gehen doch nicht wenige Zeichen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Bremen gegen NS-Willkürherrschaft und Krieg gesetzt wurden, auf das Engagement von Mitgliedern der VVN-BdA zurück… Wir denken dabei gern an die Mitwirkung von Walter Federmann zurück, der über zwei Jahrzehnte unserem Vereinsvorstand angehört hat, wofür wir bis heute dankbar sind… Günter Knebel, Schriftführer Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V. „…Zu Anfang der 2000er Jahre kamen wir auf unserer Suche in Kontakt mit Raimund Gaebelein und seinen Kameraden. Seither kommen wir fast jedes Jahr zum Schützenhof, wo dank des Bundes der Antifaschisten eine Erinnerungstafel für unsere Toten angebracht wurde… Das 70-jährige Bestehen der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ beweist, dass der Kampf gegen extrem rechte Ideologie weiter notwendig bleibt, die sich vor allem auf Rassismus gründet, auf Fremdenfeindlichkeit, gegen Probleme mit Flüchtlingen und Einwanderern. Ist der nächste Einwanderungs-Ausschluss-Vorwand vielleicht der Schutz von blonden Haaren und blauen Augen? … Freddy Duerinckx, stellv. Vorsitzender der NCPGR Meensel-Kiezegem ‘44 …Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf weitere erfolgreiche Jahre mit euch.“ Hermann Ernst, Rudolf Weinlich, Dardo Balke und Roberto Larze, Vorsitzende Sinti Vereine Bremen und Bremerhaven „Seit 70 Jahren mahnt und forscht der VVN-BdA zu den Verbrechen der Nazis… Als "Dank" gab es vom Staat Berufsverbot und in anderen Bundesländern noch immer geheimdienstliche Überwachung. Die Beobachtung von Antifaschist*innen muss bundesweit aufhören!“ Sofia Leonidakis, MdBB Die Linke Artikelauszug BAF 10/11.17
  • Grußworte der Belgischen Deligation aus Meensel Kiezegem Verehrte Gäste, liebe Freunde der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten, Für uns ist es eine große Ehre, am 70. Jahrestag der Gründung eurer Vereinigung teilnehmen zu dürfen. Dafür recht herzlichen Dank. Unsere Vereinigung, die „Nationale Konföderation der Politischen Gefangenen und Angehörigen Meensel-Kiezegem ‘44“, fährt nun zum 20. Mal nach Neuengamme, um der 63 Toten einer doppelten SS-Razzia in unserem Dorf zu gedenken und sie zu ehren. Am 1. und 11. August 1944 wurden in unserem Dorf 91 Menschen verhaftet, und bei den Razzien vier Männer als Vergeltung für die Tötung eines flämischen SS-Kollaborateurs im Dorf ermordet. Dieser Rachefeldzug wurde angeordnet und geleitet von flämischen SS-Männern im Auftrag der Familie des getöteten Kollaborateurs. 71 Personen wurden ins KZ Neuengamme deportiert, 63 von ihnen allmählich umgebracht, durch Arbeit vernichtet, gerade einmal acht überlebten diese Hölle und kamen zurück. Ein paar Tage nach ihrer Ankunft in Neuengamme wurde 15 Menschen aus unserem Dorf nach Bremen gebracht, hauptsächlich in die Außenlager Blumenthal und Schützenhof. Zu Anfang der 2000er Jahre kamen wir auf unserer Suche in Kontakt mit Raimund Gaebelein und seinen Kameraden. Seither kommen wir fast jedes Jahr zum Schützenhof, wo dank des Bundes der Antifaschisten eine Erinnerungstafel für unsere Toten angebracht wurde. Auch auf Bahrs Plate stehen die Namen unserer Mitbürger in Stein gehauen. Wir danken herzlich für die Bemühungen und Anerkennung unserer Toten. So wie ihr stellen wir aus Verantwortung heraus fest, dass hier in Deutschland und anderswo in der Welt Neonazistische Vereinigungen Veranstaltungen organisieren können und dürfen, um ihre faschistischen, rassistischen, extrem rechte Gedanken zu verbreiten, wie kürzlich in Erfurt. Vor einigen Monaten fand in der lettischen Hauptstadt Riga eine Gedenk- und Verherrlichungsveranstaltung für die Waffen-SS statt. Noch letzte Woche wurde in Charlottesville in der USA eine extrem rechte Kundgebung zugelassen, als Meinungsfreiheit erlaubt. Eine Gegnerin dieses Aufmarschs wurde totgefahren durch einen extrem Rechten. Erst zwei Tage später wurde der Terroranschlag durch den sogenannten mächtigsten Mann der Welt verurteilt. Auch bei uns in Belgien ist es möglich, dass das eine oder andere Regierungsmitglied zu Treffen und Feiern ehemaliger SS-Kollaborateure eingeladen wird, Verteidigern des Hitler-Faschismus, Ostfront-Soldaten, und Gründern extrem rechter, gewaltbereiter Gruppen, und auch gerne daran teilnimmt. Das 70-jährige Bestehen der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ beweist, dass der Kampf gegen extrem rechte Ideologie weiter notwendig bleibt, die sich vor allem auf Rassismus gründet, auf Fremdenfeindlichkeit, gegen Probleme mit Flüchtlingen und Einwanderern. Ist der nächste Einwanderungs-Ausschluss-Vorwand vielleicht der Schutz von blonden Haaren und blauen Augen? Die „Nationale Konföderation der Politischen Gefangenen und Angehörigen Meensel-Kiezegem ‘44“ nimmt mit ihren Mitteln und Möglichkeiten an diesem Kampf teil, wir ziehen am selben Strang. Unsere Teilnahme an diesem Abend ist dafür Unterstützung und Bekräftigung. Vielen Dank fürs Zuhören