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  • Krieg der Erinnerungen Von Ahrensbök über New York nach Auschwitz und zurück Die in dem Doppelband versammelten Beiträge stammen aus den letzten 50 Jahren. Sie dokumentieren mein geschichtspolitisch und pädagogisches Engagement in der Weiterbildung und als Grenzgänger der deutschen Zeitgeschichte. Unter Einbeziehung von Zeitzeugen als Subjekte der Aufklärung und am Beispiel von Exkursionen und Auslandsreisen werden Etappen und Fehlwege der deutschen Geschichte vorgestellt und kommen Konzepte und Hoffnungen für ein „anderes Deutschland” zu Wort. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufklärung darüber, aus welchen längst vor 1933 wirksamen Ideen und Interessen die Machteroberung der staatsverbrecherischen Politik des “Dritten Reiches” resultierte und welche nachhaltigen Belastungen sich daraus bis heute ergeben. Dabei bildet mein Geburtsort Ahrensbök im Kreis Ostholstein den Ausgangspunkt der Spurensuche. Dort wurde ich 1945 Zeuge des Todesmarsches von Auschwitz und erlebte das Schicksal von Zwangsarbeitern, Flüchtlingen und Displaced Persons vor Ort. Und hier konnten meine langjährigen Erfahrungen als Hochschullehrer in Bremen und Mitarbeiter von Volkshochschulen und Gewerkschaften u.a. in Bielefeld, Göttingen, Hannover und Nürnberg dazu beitragen, die produktive Zusammenarbeit von universitären und nicht akademischen Projekten am Beispiel der Einrichtung einer Gedenkstätte zu realisieren. Und das mit Hilfe von Überlebenden des Holocaust, die ich in beiden Teilen Deutschlands, aber auch in den USA, England, Frankreich, Spanien, Griechenland oder Polen aufsuchen und befragen konnte. Nicht wenige von ihnen gehörten zu den Zeitzeugen, die mit dazu beitrugen, historisch-politische Bildung mit ihrem Gegenwartsbezug in den Mittepunkt kritischer Aufklärungsarbeit in den Orten meines Wirkens zu stellen. Der Doppelband mit über 700 Seiten, ergänzt um weitere Beiträge in einer dem zweiten Band angefügten USB-Card, ist anspruchsvoll von Claus Hammer gestaltet, in großem Format (240x 297 mm) mit zahlreichen farbigen Abbildungen und mit Hard Cover-Fadenbindung. Bestellung: per e-mail an: wollenberg@uni-bremen.de oder Jörg Wollenberg, Bleicherstraße 10, 28203 Bremen. Oder: Sujet Verlag, Madjid Mohit, Breitenweg 57, 28195 Bremen, Tel. 0421 703737, email: kontakt@sujet-verlag.de Gegen 15 Euro ist die DVD auch separate zu erwerben. Sie enthält Ausstellungen in Bremen, Nürnberg, Ahrensbök, überarbeitete Video-Filme mit Bremer Widerstandskämpfern aus den Jahren 1980/83 (Maria Krüger, Käthe Popall, Gustav Böhrnsen, Hilde und Karl Grobe, Hermann Prüser, Heinz Kundel, Stephane Hessel,), Rundfunksendungen sowie teilweise unveröffentlichte Beiträge. Buchprojekt von Jörg Wollenberg Buchinhalt Inhalt der DVD
  • Worpsweder Abschied Worpsweder Abschied Für Heinrich Vogeler Wo wir uns immer trafen an lauen Sommerabenden der Barkenhoff wurde unser Ort der Leuchtturm auf dem Land Ideen reiften zu Worten wurden Sätze, Produkte, Handlungen Gedichte, Gemälde, Skulpturen Unsere Stimmen klangen weit Ins norddeutsche Land unsere Sehnsüchte wurzelten tief die langen warmen Sommer nährten uns unsere Hoffnungen waren groß die Jahre gingen ins Land und mit ihnen kamen kühlere Sommer und dann kamen die Zeiten die uns langsam entzweiten und Freundschaften zerbrachen im letzten Sommer auf dem Barkenhoff © 2014 Karin Schumann
  • Besuch aus Irland Harry Callan, 93, reiste gemeinsam mit Schwiegertochter Michèle Callan und ihrer Lektorin Helen Dempsey aus Dublin, Irland an, um in Bremen Freunde zu besuchen, Fragen von Schülerinnen und Schülern zu beantworten, um zum Schulpate ernannt zu werden und seine Biografie vorzustellen. Dazu nahm er einige Ehrungen entgegen… Am Mittwoch, den 26.04.2017, fand in der Aula meiner Oberschule an der Egge in Bremen Blumenthal eine zweistündige Veranstaltung mit Harry Callan im Zentrum statt. Die Vizebotschafterin der Republik Irland die Bildungssenatorin und unser Bremer Landesvorstand fanden sich unter den zahlreichen Gästen. Seit 12 Jahren führt unsere Oberschule am 26. April, dem Tag der Befreiung in Bremen-Nord, mit unseren Sportabiturienten einen Gedächtnislauf an die ehemaligen Zwangsarbeiter auf der Baustelle des Bunkers Valentin durch… Die Landeszentrale für politische Bildung ehrte nun Callan als Schulpaten beim Projekt „Schule ohne Rassismus“. Im März dieses Jahres ist „Forgotten Hero of Bunker Valentin – The Harry Callan Story“ in Dublin erschienen. Es ist Harrys beeindruckende Lebensgeschichte, niedergeschrieben von seiner Schwiegertochter Michèle, die vor ca. 250 Versammelten daraus vorlas. Selten gab es so viel respektvolle Aufmerksamkeit in unserer Aula! … Im Anschluss fuhren viele mit nach Farge zum Denkort, legten dort Blumen und Kränze am Mahnmal „Vernichtung durch Arbeit“ nieder. Die Namen der 32 Iren, die dort gequält worden waren, wurden verlesen… Die Iren besuchten am Freitag eine weitere Schule in Bremervörde. Am Samstag war Harry Callan erneut Ehrengast, diesmal las Michèle beim feierlichen 72. Jahrestag der Befreiung der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge des Lagers Sandbostel Stalag XB… Der Abschied fiellt schwer. Mögen wir noch viele Jahre mit Harry erleben dürfen! Auszug BAF-Artikel 06./07.2017 048 Harry Callan in der Egge 260417
  • Das Bundesverfassungsgericht und die NPD Am 17. Januar verkündete das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) sein Urteil in Sachen NPD-Verbot. Quintessenz des Urteils: Die Nationaldemokraitsche Partei Deutschlands (NPD) ist eine antidemokratische, rassistische und neofaschistische Partei, die planmäßig und zielgerichtet die Beseitigung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtstaat betreibt, aber sie ist nicht bedeutend genug um sie zu verbieten… Dabei haben sich die RichterInnen bei der Urteilsbegründung viel Mühe gegeben. Sie haben z.B. das Problem der staatlich bezahlten Nazis (sogenannte V-Leute) in den Organen einer zu verbietenden Partei rechtlich weitestgehend gelöst… Sehr ausführlich war die Begründung beim Nachweis, dass die NPD die sogenannte freiheitlich demokratische Grundordnung (FDGO) beseitigen will… Doch in der Urteilsbegründung wurde bewiesen, dass die NPD die Würde des Menschen und die wesentlichen Grundsätze der Demokratie missachtet… Im Mittelpunkt der Prüfungen der Menschenwürde und der Grundsätze der Demokratie stand faktisch das Konzept der „Volksgemeinschaft“, das die NPD propagiert. Insbesondere die beabsichtigte Ausbürgerung und der weitere Umgang mit deutschen StaatsbürgerInnen, die nach Ansicht nicht „ethnisch“ deutsch sind, wird vom BVerfG als Beweis herangezogen… Darüber hinaus hatten die RichterInnen aber auch den Rassismus, den Antiislamismus und Antisemitismus und den Willen der NPD zur Abschaffung der parlamentarischen Demokratie zu Gunsten eines autoritären Nationalstaats belegt. Etwas überraschend ist, dass das BVerfG auch die „Wesensverwandtschaft“ der NPD mit dem Nationalsozialismus (NS) feststellt… Für uns bleibt nur durch stetige Aufklärungsarbeit dem Neofaschismus seine soziale Basis streitig zu machen. Auszug BAF-Artikel 06./07.2017
  • Notizen zur Nordkonferenz … Die Auseinandersetzung mit der AfD hat erneut Heideruh erreicht. Dem antifaschistischen Denkort soll nach Willen der Blaubraunender AFD die Befähigung als Träger der Jugendbildungsarbeit abgesprochen werden. Ein Grund mehr sich mit ihrem Treiben und ihrer Programmatik in der diesjährigen Nordkonferenz auseinanderzusetzen… Dr. Horst Leps vom Zusammenschluss der Friedensbewegung Schleswig-Holsteins nahm die Rede Ursula von der Leyens auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz zum Anlass den Anwesenden wesentliche Änderungen in der Militärstrategie zu verdeutlichen… Dr. Gerd Wiegel, Fraktionsmitarbeiter der Linksfraktion im Bundestag, betrachtete die AfD-Strategien für die kommenden Bundestagswahlen. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingsdebatte konnte die AfD im vergangenen Jahr ein Stimmpotential von 12-24% erreichen und neue Wählergruppen erschließen, die lange Zeit nicht mehr gewählt hatten. Inzwischen ist es auf 8-11% gesunken… André Aden von der Recherche Nord zeigte mit einer Fülle von Material Veränderungen der Struktur und Erscheinungsform faschistischer Parteien in den vergangenen Jahren nach. Parteigründungen wie „die Rechte“, „Dritter Weg“, „Identitäre Bewegung“ entstammen dem militanten Kameradschaftsspektrum. Ihre Ursprünge sind in Aktionen von Christian Worch und Thomas Wulff der späten Siebziger Jahre zu suchen… Die nächste Nordkonferenz ist für den 3./4. März 2018 in Heideruh vorgesehen. Es wird um aktuelle Fragen von Antimilitarismus und Antifaschismus gehen. Das 25-jährige Bestehen der Nordkonferenz soll Samstagabend gebührenden Platz im Kulturprogramm finden. Auszug BAF-Artikel 06./07.2017
  • Noch immer ausgegrenzt? Nach einer informativen wie gelungenen Eröffnung der Ausstellung „Oh Porajmos“ am 01. März in der Bremer Zentralbibliothek fanden in wöchentlichem Abstand meist in der Buchte Begleitveranstaltungen zur Diskriminierung, Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der deutschen Sinti und Roma während des Faschismus statt. Die Lagebeschreibung der europäischen Roma bildete den zweiten Teil dieses von VVN-BdA, Bund deutscher Pfadfinder_innen, Rosa-Luxemburg-Initiative, Verband deutscher Sinti und Roma, Flüchtlingsrat, Naturfreundejugend und Buchte getragenen Begleitprogramms. Aus den Erinnerungen Ewald Hansteins, des langjährigen Vorsitzenden des Bremer Sinti Vereins, hoben sein Sohn Romano und sein Biograph Ralf Lorenzen vor 21 aufmerksamen TeilnehmerInnen die prägenden Stationen in Ewalds Leben hervor… Eine Woche später sahen am selben Ort über 20 Interessierte den sehr ergreifenden Krausnick-Film „Auf Wiedersehen im Himmel“. Eingangs stellte Dardo Balke den Film in den Zusammenhang mit der jahrhundertewährenden Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma seit Beginn der Neuzeit. Im Mittelpunkt des Films stehen drei Überlebende, die als Kinder ihren Eltern entrissen und Mulfingen bei Künzelsau in der St. Josefspflege untergebracht wurden… Am 23. März kamen gut 20 Interessierte zum Bremer Sinti Verein in der Thedingshauser Straße, um Dardo Balkes Vortrag zum Thema „Antiziganismus in den Medien“ zu hören und zu diskutieren… Auszug BAF-Artikel 06./07.2017
  • „Ohh Porajmos – Illustrationen zur Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma“ Zur Eröffnung der Ausstellung „Ohh Porajmos – Illustrationen zur Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma“ am Mittwoch, 1. März um 18 Uhr im Wall-Saal der Stadtbibliothek Es sprechen NN (Stadtbibliothek Bremen), Arnold Weiß, Vorsitzender des Landesvereins der Sinti in Hamburg, Roberto Larze, Vorsitzender des Verbandes deutscher Sinti und Roma/Landesverband Bremen, Bürgermeisterin Karoline Linnert und die Filmemacherin Iovanka Gaspar (München), im Anschluss werden wir den Film „Dui Roma“ zeigen. Moderation: Raimund Gaebelein (VVN-BdA Bremen). Veranstaltungen im Rahmen des Begleitprogramms Mittwoch, den 9. März, um 19:30 Uhr in der Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstraße 14/15, lesen Romano Hanstein und Ralf Lorenzen aus dem Buch „Meine hundert Leben, den Erinnerungen Ewald Hansteins, Überlebender der KZ Auschwitz, Buchenwald und Mittelbau-Dora. Jahrzehntelang kämpfte er um die Anerkennung der Sinti und Roma als Opfer des Nationalsozialismus. Donnerstag, den 16. März, um 19:30 Uhr in der Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstraße 14/15, zeigt Dardo Balke, Vorsitzender des Sinti-Vereins Bremerhaven, den Film „Auf Wiedersehen im Himmel“ als Hintergrund für ein Gespräch zur Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma. Donnerstag, den 23. März,Thedinghauser Straße 105/Ecke Lobsienstraße, beleuchtet Dardo Balke um 19:30 Uhr in den Räumen des Bremer Sinti Vereins, die Geschichte der Sinti und Roma und den Antiziganismus in den Medien. Donnerstag, den 30. März um 19:30 Uhr in der Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstraße 14/15, berichten Vertreter*innen des Flüchtlingsrats Bremen über die vermeintliche Sicherheit der abgeschobenen Roma in Kosovo, Serbien, Mazedonien. Mittwoch, den 5. April um 19:30 Uhr in der Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstraße 14/15, berichtet Richard Gauch (BI Leipzig Korrektiv) über die Lage der Roma in Ungarn.
  • Werner Bringmann im Spanischen Bürgerkrieg Heinrich Mann forderte am 7. August 1936 in der linksliberalen deutschen Exilzeitung die Demokraten der Welt auf, gegen „den Schlucker Franco“ …für die „spanische Freiheit zu kämpfen“ ...Sein Bruder Thomas verfasste 1937 einen Aufruf für das Schweizer Arbeiter-Hilfswerk gegen die, die sich ‚Nationalisten‘ nennen und alles daran setzen, mit Franco „einem Gesinnungsgenossen zur Macht zu verhelfen. ...Seine Kinder, Erika und Klaus Mann, reisten als Berichterstatter der PTZ vom 2. Juli bis zum 18. August 1938 nach Spanien. Erika berichtete über Spaniens Kinder: ...Ihr gemeinsamer Freund und Mitstreiter Ernst Toller fügte seinem Tagebuch ab Ende Juli 1938 in Barcelona „Stichworte eines Scheiterns“ hinzu: „Was bleibt? Hilfe für Flüchtlinge. 400.000 ...Zu denen, Enttäuschungen weiter für die Freiheit in Spanien kämpften, gehörte Willy Brandt. ...Bringmann wurde am 1. Mai 1933 verhaftet und in das KZ Fuhlsbüttel eingeliefert. Nach seiner Entlassung Ende 1933 entging er im Juni 1935 einer erneuten Verhaftung durch die Gestapo, indem er nach Dänemark floh. Mit Willy Brandt verteidigte er ab Februar 1937 in Spanien die Republik gegen die Franco-Putschisten. Er wurde Mitglied der XIII. Internationalen Brigade ...Sein Antrag auf Wiedergutmachung gemäß dem Bundesentschädigungsgesetz (BEG vom 4.3. 1948) wurde abgelehnt. ... im Gegensatz zu den deutschen Spanienkämpfern der Legion Condor. ... Auszug BAF 02/03.2017
  • Wegen illegaler Betätigung Drei Stolpersteine liegen bislang in Bremen in Erinnerung an die Gruppe der Ernsten Bibelforscher, der Zeugen Jehovas. Mehrere größere Prozesse führte das Hanseatische Sondergericht 1935, 1937 und 1938 gegen 19 bis 29 ihrer Mitglieder. Ihnen wurde vorgeworfen, „fortgesetzt handelnd entgegen dem Verbot der bremischen Polizeidirektion vom 28.6.1933 den Zusammenhalt unter den Mitgliedern der ‚Internationalen Bibelforscher Vereinigung“ aufrechterhalten und illegale Druckschriften der Bibelforscher gekauft bzw. verbreitet zu haben.“ Als Zeuge wurde im ersten Prozess der Gestapomann Rohlfing benannt. Nur kurze Zeit sei es der Gestapo gelungen, die Mitglieder davon abzuhalten, Versammlungen durchzuführen und für ihre Überzeugungen zu werben. Der an sich nie verlorengegangene lose Zusammenhalt sei wieder enger geknüpft, die Organisation ab Sommer 1935 wieder neu aufgebaut worden. So die Anklageschrift vom 24. Juni 1937. Mindestens 80.000 Bögen Abzugspapier, sowie Sprechapparate seien gekauft, eigenes Material erstellt und verbreitet worden Namentlich werden auch Karl Klappan und Daniel Bischof genannt. ...Gemeinsam mit ihm wurden auch der Bauarbeiter Martin Köhnken und der Güterbodenarbeiter Karl Klappan verurteilt. Der 1888 geborene Karl Klappan aus dem Breitenbachhof 6, Vater von drei Kindern, war seit 1922 Mitglied der Ernsten Bibelforscher. Wegen Verweigerung des Hitlergrußes wurde er bei der Reichsbahn entlassen. Am 14.07.1937 wurde er wegen Vergehens gegen §4 der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28. Februar 1933 (!) zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt und nach deren Verbüßung ins KZ Sachsenhausen gebracht. Der Totenschein vom 10.07.1942 lautete auf „Gehirnhautentzündung“, die Alliierte Hochkommission hingegen nahm nach dem Krieg an, dass er an „linkseitiger Rippenfellentzündung“ verstarb. ...Der am 23.02.1905 geborene Kraftfahrer Johann Heere aus der Hahnenstraße 37 wurde am 17.12.1940 verhaftet, da er sich wiederholt weigerte, dem Einberufungsbefehl Folge zu leisten. Seit 1935 war er Zeuge Jehovas. Sein Führer sei der Schöpfer, machte er geltend. Er wäre kein Mörder und wolle keiner werden. Ein Angebot, den Einsatz im Sanitätsdienst oder als Schneider oder Schuhmacher in einer Militärfabrik zu leisten, wies er zurück. Auf Veranlassung des Oberreichskriegsgerichtsanwalts Korvettenkapitän Rische wurde er ein Vierteljahr lang in der Nervenanstalt Ellen auf seine Zurechnungsfähigkeit untersucht und anschließend ins Gefängnis Altmoabit verbracht, vom Reichskriegsgericht zu Tode verurteilt und am 19.07.1941 in Brandenburg-Görden erschossen. Das Landesamt für Wiedergutmachung lehnte am 09.06.1951 die Anerkennung als NS-Opfer ab, eine Verfolgung liege nicht vor, der Wehrpflicht unterliege „nach gültigem Gesetz“ jeder Wehrpflichtige. Eingeräumt wurde, dass „das Vergehen des Wehrdienstentzuges vom 3. Reich besonders hart bestraft wurde.“ Aber es sei „nicht als typisch nationalsozialistisches Gesetz (zu) bezeichnen.“ Zwei Jahre zuvor war das Grundgesetz verabschiedet worden, das weder Wehrpflicht noch Todesstrafe zuließ. Auszug BAF 02/03.2017
  • Antifaschistische Nordkonferenz 2017 von Freitag, den 10. bis Sonntag, den 12. März 2017, in der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh, 21244 Buchholz /Nordheide Freitag, den 10. März 18:00 Uhr Abendessen - Lockere Gespräche am Abend in netter Atmosphäre Sonnabend, den 11. März 09:30 Uhr: Begrüßung und Vorstellung Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh 10:00 Uhr: „Die neue deutsche Militärpolitik - "Führung" in neue Krisen“. Hat die neue Politik Erfolg oder wird sie scheitern, ob sie die Sicherheit Deutschlands erhöht oder ob sie die Gefahren verstärkt? Referent Dr. Horst Leps, Zusammenarbeitsausschuss der Friedensbewegung Schleswig Holstein - ZAA 12:00 Uhr: Mittagessen 13:00 Uhr „Strategien der AfD im Hinblick auf die Bundestagswahl 2017“, Referent Dr. Gerd Wiegel, Referent für Rechtsextremismus und Antifaschismus, Mitarbeiter Fraktion Die Linke im Bundestag 15:30 Uhr Kaffee-Pause im Tagungsraum 16:00 Uhr „Umgruppierungen/Strategien neofaschistischer Parteien und Gruppierungen angesichts des Aufstiegs der AfD“, Referent Andre´Aden, Recherche Nord 18:00 Uhr Abendbrot 19:00 Uhr Kulturprogramm ca. 1 Std. und dann weiter ohne Programmatischen Sonntag, den 12. März 9:00 Uhr Vorbereitete Berichte über Projekte: „Aufstehen gegen Rassismus“ - regionale Entwicklungen „Ausstellung der VVN-BdA zur AfD“ „Der G 20 Gipfel Bericht und Positionierung der VVN-BdA im Norden“ „Erfahrungen mit der AfD und Nazis in den Regionen 12:00 Uhr Mittagessen Anmeldung bis 26. Februar 2017 NUR bei Lore Meimberg Email LoBeMeimberg@t-online.de oder telefonisch 04543 7107. Stornierung der Anmeldung kostenfrei: bis spätestens Montag, den 6.. März 2016, 11.00 Uhr! Bei nicht rechtzeitiger Stornierung müsst Ihr für das Essen aufkommen, damit Heideruh nicht auf den Kosten für Lebensmittel sitzen bleibt, d.h. pro Mahlzeit siehe Kostenaufstellung unten. Aus­nahme Vollpensionsgäste von Freitag bis Sonntag € 42,20 -. Preise: Freitag bis Sonntag Mittagessen: € 93; Samstag (ohne Frühstück) – bis Sonntag Mittagessen € 63,-; Samstag mit Frühstück (9.00 Uhr) bis Sonntag € 68,-; Tagesgäste: Frühstück € 6,--; Mittagessen € 8,--; Kaffee nachmittags € 6,--; Abendbrot € 8,-- Besondere Essens- (z. B. vegetarisch) und Unterbringungswünsche (Einzel- oder Doppelzimmer?) bitte bei der Anmeldung mit angeben. Abholung vom Bahnhof Buchholz erfragen (04181-8726)