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  • Werner Bringmann im Spanischen Bürgerkrieg Heinrich Mann forderte am 7. August 1936 in der linksliberalen deutschen Exilzeitung die Demokraten der Welt auf, gegen „den Schlucker Franco“ …für die „spanische Freiheit zu kämpfen“ ...Sein Bruder Thomas verfasste 1937 einen Aufruf für das Schweizer Arbeiter-Hilfswerk gegen die, die sich ‚Nationalisten‘ nennen und alles daran setzen, mit Franco „einem Gesinnungsgenossen zur Macht zu verhelfen. ...Seine Kinder, Erika und Klaus Mann, reisten als Berichterstatter der PTZ vom 2. Juli bis zum 18. August 1938 nach Spanien. Erika berichtete über Spaniens Kinder: ...Ihr gemeinsamer Freund und Mitstreiter Ernst Toller fügte seinem Tagebuch ab Ende Juli 1938 in Barcelona „Stichworte eines Scheiterns“ hinzu: „Was bleibt? Hilfe für Flüchtlinge. 400.000 ...Zu denen, Enttäuschungen weiter für die Freiheit in Spanien kämpften, gehörte Willy Brandt. ...Bringmann wurde am 1. Mai 1933 verhaftet und in das KZ Fuhlsbüttel eingeliefert. Nach seiner Entlassung Ende 1933 entging er im Juni 1935 einer erneuten Verhaftung durch die Gestapo, indem er nach Dänemark floh. Mit Willy Brandt verteidigte er ab Februar 1937 in Spanien die Republik gegen die Franco-Putschisten. Er wurde Mitglied der XIII. Internationalen Brigade ...Sein Antrag auf Wiedergutmachung gemäß dem Bundesentschädigungsgesetz (BEG vom 4.3. 1948) wurde abgelehnt. ... im Gegensatz zu den deutschen Spanienkämpfern der Legion Condor. ... Auszug BAF 02/03.2017
  • Wegen illegaler Betätigung Drei Stolpersteine liegen bislang in Bremen in Erinnerung an die Gruppe der Ernsten Bibelforscher, der Zeugen Jehovas. Mehrere größere Prozesse führte das Hanseatische Sondergericht 1935, 1937 und 1938 gegen 19 bis 29 ihrer Mitglieder. Ihnen wurde vorgeworfen, „fortgesetzt handelnd entgegen dem Verbot der bremischen Polizeidirektion vom 28.6.1933 den Zusammenhalt unter den Mitgliedern der ‚Internationalen Bibelforscher Vereinigung“ aufrechterhalten und illegale Druckschriften der Bibelforscher gekauft bzw. verbreitet zu haben.“ Als Zeuge wurde im ersten Prozess der Gestapomann Rohlfing benannt. Nur kurze Zeit sei es der Gestapo gelungen, die Mitglieder davon abzuhalten, Versammlungen durchzuführen und für ihre Überzeugungen zu werben. Der an sich nie verlorengegangene lose Zusammenhalt sei wieder enger geknüpft, die Organisation ab Sommer 1935 wieder neu aufgebaut worden. So die Anklageschrift vom 24. Juni 1937. Mindestens 80.000 Bögen Abzugspapier, sowie Sprechapparate seien gekauft, eigenes Material erstellt und verbreitet worden Namentlich werden auch Karl Klappan und Daniel Bischof genannt. ...Gemeinsam mit ihm wurden auch der Bauarbeiter Martin Köhnken und der Güterbodenarbeiter Karl Klappan verurteilt. Der 1888 geborene Karl Klappan aus dem Breitenbachhof 6, Vater von drei Kindern, war seit 1922 Mitglied der Ernsten Bibelforscher. Wegen Verweigerung des Hitlergrußes wurde er bei der Reichsbahn entlassen. Am 14.07.1937 wurde er wegen Vergehens gegen §4 der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28. Februar 1933 (!) zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt und nach deren Verbüßung ins KZ Sachsenhausen gebracht. Der Totenschein vom 10.07.1942 lautete auf „Gehirnhautentzündung“, die Alliierte Hochkommission hingegen nahm nach dem Krieg an, dass er an „linkseitiger Rippenfellentzündung“ verstarb. ...Der am 23.02.1905 geborene Kraftfahrer Johann Heere aus der Hahnenstraße 37 wurde am 17.12.1940 verhaftet, da er sich wiederholt weigerte, dem Einberufungsbefehl Folge zu leisten. Seit 1935 war er Zeuge Jehovas. Sein Führer sei der Schöpfer, machte er geltend. Er wäre kein Mörder und wolle keiner werden. Ein Angebot, den Einsatz im Sanitätsdienst oder als Schneider oder Schuhmacher in einer Militärfabrik zu leisten, wies er zurück. Auf Veranlassung des Oberreichskriegsgerichtsanwalts Korvettenkapitän Rische wurde er ein Vierteljahr lang in der Nervenanstalt Ellen auf seine Zurechnungsfähigkeit untersucht und anschließend ins Gefängnis Altmoabit verbracht, vom Reichskriegsgericht zu Tode verurteilt und am 19.07.1941 in Brandenburg-Görden erschossen. Das Landesamt für Wiedergutmachung lehnte am 09.06.1951 die Anerkennung als NS-Opfer ab, eine Verfolgung liege nicht vor, der Wehrpflicht unterliege „nach gültigem Gesetz“ jeder Wehrpflichtige. Eingeräumt wurde, dass „das Vergehen des Wehrdienstentzuges vom 3. Reich besonders hart bestraft wurde.“ Aber es sei „nicht als typisch nationalsozialistisches Gesetz (zu) bezeichnen.“ Zwei Jahre zuvor war das Grundgesetz verabschiedet worden, das weder Wehrpflicht noch Todesstrafe zuließ. Auszug BAF 02/03.2017
  • Antifaschistische Nordkonferenz 2017 von Freitag, den 10. bis Sonntag, den 12. März 2017, in der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh, 21244 Buchholz /Nordheide Freitag, den 10. März 18:00 Uhr Abendessen - Lockere Gespräche am Abend in netter Atmosphäre Sonnabend, den 11. März 09:30 Uhr: Begrüßung und Vorstellung Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh 10:00 Uhr: „Die neue deutsche Militärpolitik - "Führung" in neue Krisen“. Hat die neue Politik Erfolg oder wird sie scheitern, ob sie die Sicherheit Deutschlands erhöht oder ob sie die Gefahren verstärkt? Referent Dr. Horst Leps, Zusammenarbeitsausschuss der Friedensbewegung Schleswig Holstein - ZAA 12:00 Uhr: Mittagessen 13:00 Uhr „Strategien der AfD im Hinblick auf die Bundestagswahl 2017“, Referent Dr. Gerd Wiegel, Referent für Rechtsextremismus und Antifaschismus, Mitarbeiter Fraktion Die Linke im Bundestag 15:30 Uhr Kaffee-Pause im Tagungsraum 16:00 Uhr „Umgruppierungen/Strategien neofaschistischer Parteien und Gruppierungen angesichts des Aufstiegs der AfD“, Referent Andre´Aden, Recherche Nord 18:00 Uhr Abendbrot 19:00 Uhr Kulturprogramm ca. 1 Std. und dann weiter ohne Programmatischen Sonntag, den 12. März 9:00 Uhr Vorbereitete Berichte über Projekte: „Aufstehen gegen Rassismus“ - regionale Entwicklungen „Ausstellung der VVN-BdA zur AfD“ „Der G 20 Gipfel Bericht und Positionierung der VVN-BdA im Norden“ „Erfahrungen mit der AfD und Nazis in den Regionen 12:00 Uhr Mittagessen Anmeldung bis 26. Februar 2017 NUR bei Lore Meimberg Email LoBeMeimberg@t-online.de oder telefonisch 04543 7107. Stornierung der Anmeldung kostenfrei: bis spätestens Montag, den 6.. März 2016, 11.00 Uhr! Bei nicht rechtzeitiger Stornierung müsst Ihr für das Essen aufkommen, damit Heideruh nicht auf den Kosten für Lebensmittel sitzen bleibt, d.h. pro Mahlzeit siehe Kostenaufstellung unten. Aus­nahme Vollpensionsgäste von Freitag bis Sonntag € 42,20 -. Preise: Freitag bis Sonntag Mittagessen: € 93; Samstag (ohne Frühstück) – bis Sonntag Mittagessen € 63,-; Samstag mit Frühstück (9.00 Uhr) bis Sonntag € 68,-; Tagesgäste: Frühstück € 6,--; Mittagessen € 8,--; Kaffee nachmittags € 6,--; Abendbrot € 8,-- Besondere Essens- (z. B. vegetarisch) und Unterbringungswünsche (Einzel- oder Doppelzimmer?) bitte bei der Anmeldung mit angeben. Abholung vom Bahnhof Buchholz erfragen (04181-8726)
  • Von wegen sicher Sichere Herkunftsstaaten in der Balkanregion? Vortrag und Gespräch mit Tamara Baković-Jadžić (Belgrad) u.a. Mittwoch, 15. Februar 2017, in Bremen Nachdem Bundestag und Bundesrat im Herbst 2014 und 2015 die Länder des Balkans zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt haben, werden nicht nur AsylbewerberInnen aus diesen Ländern, viele von ihnen Roma, als AntragstellerInnen zweiter Klasse behandelt. Die Asylverfahren sind verkürzt, die Anträge werden zu fast 100 Prozent abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern untergebracht, mit verschärfter Residenzpflicht und ohne Taschengeld. Gleichzeitig hat diese Regelung dramatische Folgen für über 20.000 Roma, die infolge des Kosovokonflikts 1999 nach Deutschland geflohen sind und seitdem mit einem Duldungsstatus in Deutschland leben. Ihnen droht nun die Abschiebung, in mehreren Bundesländern nimmt die Zahl der Abschiebungen bereits seit Monaten deutlich zu. In diesem Kontext sind nicht nur die Praxis der Kettenduldung ohne Aufenthaltsperspektive sowie die menschenunwürdige Abschiebepraxis von langfristig geduldeten Flüchtlingen kritikwürdig. Die Abgeschobenen erwartet im Kosovo oder Serbien eine Lebensrealität, die von massiver Ausgrenzung und Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen geprägt ist. Nicht ohne Grund versuchen viele Roma dieser Marginalisierung durch Migration zu entkommen. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlicht im Herbst 2016 eine Broschüre, die leicht verständlich die zentralen Argumente für die Festschreibung sicherer Herkunftsstaaten widerlegen und Alternativen aufzeigen soll. Dabei werden sowohl asylrechtliche und migrationspolitische Kritikpunkte vorgebracht, aber auch auf die Lebensumstände und die massive Diskriminierung und Marginalisierung der Roma im Balkan Bezug genommen. Die Lebenssituation geduldeter Roma in Deutschland, wie auch die Folgen der Anwendung der sicheren Herkunftsstaaten-Regelung, u.a. die massiv zunehmenden Abschiebungen von Roma, sollen ebenso thematisiert werden. Ziel ist es, eine interessierte Öffentlichkeit in Deutschland über die Folgen dieser Aushöhlung des Asylrechts zu informieren und Unterstützung für Alternativen in der Asyl- und Migrationspolitik zu gewinnen und gegen die inhumanen Abschiebungen in den Balkan zu mobilisieren, die derzeit von den Behörden in Deutschland vorbereitet und durchgeführt werden. Im Winter 2016/2017 führt die Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Speakers-Tour in mehreren Bundesländern zur Vorstellung dieser Broschüre durch. Als Referentin aus Südosteuropa steht Tamara Baković-Jadžić (Medienportal Mašina, Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije) mit umfangreichen Kenntnissen zur Thematik, vor allem auch zur Lebenssituation und Diskriminierung von Roma in Serbien zur Verfügung. Dazu kommt voraussichtlich eine AktivistIn aus der Roma-Selbstorganisation in der Region. Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, in Zusammenarbeit mit weiteren Initiativen.
  • Ausstellung Die Kinder vom Bullenhuser Damm Ausstellung Die Kinder vom Bullenhuser Damm 1. – 24. Feb. 2017 im G H Buergerhaus Vegesack Eröffnung am Mittwoch 1. Februar 17 um 11 Uhr, Öffnungszeiten Mo-Fr 9 – 20 Uhr, Führung für Schulklassen + 19 Uhr, Anfragen/Kontakt 0421-662115 (Gerd Meyer) web: www.friedensschule-bremen.de Mail: gerdmeyer@friedensschule-bremen.de Tel.: 01520-8893914, ein Projekt der Internationalen Friedensschule Bremen. Gedenkkonzert (in Planung) mit szenischer Lesung, „Choriginell“ (Bremen) unter der Leitung von Wilhelm Torkel
  • Kostenlose Museumsbesuche für Geflüchtete An jedem ersten Sonnabend im Monat gibt es in der Kunsthalle ab 14 Uhr für Geflüchtete mit Begleitung freien Eintritt. Wechselnde Themen, Übersetzung (nach vorheriger tel. Anfrage) arabisch, farsi, engl., frz. Nach der Stunde Führung kann bis Ende der Öffnung dageblieben werden. Das Gleiche gilt für den letzten Dienstag im Monat im Fockemuseum. Vorher bitte Anrufen, auch wegen der Sprachen.
  • Trump ante portas …Die kapitalistischen Eliten in den USA wollten einfach nicht wahrhaben, dass sich zwischen ihnen und großen Teilen der Bevölkerung eine große Entfremdung breitgemacht hat, die sich irgendwann politisch entladen würde. Zwei Dinge sind es, die diese Entfremdung bewirken: Zunehmende soziale Unsicherheit und das Gefühl einer Bedrohung der eigenen Identität durch den Zustrom fremder Menschen, von Menschen, die noch ärmer sind als die Ärmsten im Lande, aber anders aussehen und einer anderen Kultur angehören. Donald Trump hat es verstanden, die Unzufriedenheit mit der eigenen Regierung in eine Richtung zu lenken, die für ihn, den Milliardär, und Seinesgleichen ungefährlich ist…. Die Entzauberung Donald Trumps wird nicht lange auf sich warten lassen, denn die Ursachen für den wachsenden Reichtum auf der einen Seite und die wachsende Armut auf der anderen bestehen ja weiter… Das eigentliche Problem sind die demokratischen Politiker, die sich blind stellen gegenüber dem Unbehagen und dem dumpfen Gefühl vieler Menschen, nicht ernst genommen zu werden, niemanden zu haben, der sich der eigenen Sorgen annimmt… Artikelauszug BAF 12.16/01.17
  • Leere Räume Um den Umgang mit geraubten Eigentum in die Flucht getriebener oder in den Tod deportierter früherer jüdischer Besitzer ging es am 03.11.16 in einem Symposion in der Bürgerschaft. Hatte die TAZ Bremen bereits im Sommer eine Ausstellung mit den eingereichten Entwürfen für ein Mahnmal für den breitangelegten Raubzug gegen jüdisches Eigentum in der Bürgerschaft gestaltet, so sollte dies nun mit Vorträgen namhafter Wissenschaftler BremerInnen den neusten Stand der Erkenntnisse dazu vor Augen führen… Johannes Beermann, Archivleiter am Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt/Main, verdeutlichte noch einmal anschaulich das Zusammenwirken von Behörden, Gerichtsvollziehern und Spediteuren bei der Beraubung vor und zu Kriegsbeginn. Systematisch wurde der Raubzug von Behördenseite geplant und ausgeführt, mit listenmäßiger Erfassung, mit systematischem Entzug des Eigentums über eine sogenannte Vermögensabgabe- und eine Reichsfluchtsteuer, über die Beschlagnahme jüdischen Eigentums von Besitzern, die ausgebürgert und in die Flucht getrieben oder in Vernichtungslager deportiert wurden und somit keinen Wohnsitz mehr in Deutschland hatten… Henning Bleyl schilderte den Ausgangspunkt es Erinnerungsprojektes, mit dem in Bremen die Verstrickung von Behörden, Gerichtsvollziehern, Speditionen und Privatleuten an der Aneignung geraubten jüdischen Eigentums ins Bild gerückt werden sollte. Eindrucksvoll die Bilder mir Möbellagern, gefüllt mit Klavierflügel, Öfen, Badewannen. Bis zur Realisierung des Mahnmals ist noch ein gutes Stück Weges zu gehen… Artikelauszug BAF 12.16/01.17
  • Harmlose „Reichsbürger“? Was ist ein „Reichsbürger“? Oft werden sie als harmlose Spinner abgetan. Wir harmlos sie sein können, zeigte sich in letzter Zeit häufiger – Angriffe mit Messer, Geiselnahme von Gerichtsvollzieher und der Mord an einem Polizeibeamten im bayerischen Georgensgmünd. Bei Razzien werden immer wieder Waffen, Munition, Sprengstoffe oder gefährliche Chemikalien gefunden. Deutschlandweit dürften es einige Tausend „Reichsbürger“ sein. Es handelt sich bei den „Reichsbürgern“ um eine Ansammlung von Neonazis, Antisemiten, Verschwörungstheoretikern, sonstigen Spinnern und Bankrotteuren… Mittlerweile beobachten viele Verfassungsschutzbehörden auf Landesebene die „Reichsbürger“. Nach Georgensgmünd wird über kurz oder lang auch der Bund sie überwachen. Im Lande Bremen tummeln sich Figuren, die Gruppierungen wie der „Exilregierung Deutsches Reich“ (EDR), den „Germanitien“ und der „Republik Freies Deutschland“ (RFD) zuzuordnen sind… Die 1995 gegründete Gruppierung „Freistaat Preußen“ mit Sitz im niedersächsischen Verden gilt als (rechts-)extremere Version… Artikelauszug BAF 12.16/01.17
  • VW, Wolfsburg und Erinnerungsarbeit Zum ersten Mal fand eine Neuengamme-Außenlagertagung in einem Industriekonzern statt. Am 29./30. August 2016 fuhren Monika Eichmann, Ulrich Stuwe und Raimund Gaebelein nach Wolfsburg… Dr. des. Sebastian Brünger warf ein Schlaglicht auf den Umgang führender deutscher Unternehmen mit der eigenen Vergangenheit in den zwölf Jahren faschistischer Herrschaft. War der Blick zunächst darauf gerichtet, Entflechtung und Demontage abzuwehren, so ging es in den 50er bis 70er Jahren verstärkt darum, Schuld und Verantwortung für Krieg und Menschlichkeitsverbrechen zurückzuweisen… Dr. Manfred Grieger (VW Unternehmens-Archivleiter seit 1998) erläuterte den von VW in der Entschädigungsfrage eingeschlagenen Sonderweg der Selbstverpflichtung. Damit einher ging eine archivmäßige Aufarbeitung. Eine kleine Gedenkstätte in einem der Bunker auf dem Gelände folgte einige Jahre später… Die Erinnerungsstätte verdeutlichte die Entstehungsgeschichte des VW-Werks am Mittellandkanal und die Rolle der Gründer Porsche und Piëch…. Die Außenlagertagung hielt die TeilnehmerInnen vor allem auf dem Laufenden bezüglich der Fortentwicklung begonnener Projekte, so informativ sie alles in allem auch war. Die Ausführungen Dr. Brüngers zu Beginn der Tagung hätten es verdient, am konkreten Beispiel vor Ort vertieft zu werden… Artikelauszug BAF12.16/01.17