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  • Aus den Akten auf die Bühne Die 9. szenische Lesung der Reihe "Aus den Akten auf die Bühne" hat am 26. Mai im Theater am Leibnizplatz Premiere. Die bremer shakespeare company zeigt: "Geflüchtet, unerwünscht, abgeschoben - 'Lästige Ausländer' in der Weimarer Republik". Das Programmheft (ca. 100 S.) enthält v.a. Quellen und kann ab 26.5. im Buchhandel, Univ.buchhandlung Bremen und direkt über die Website www.sprechende-akten.de bestellt werden. Inhalt: Statt eines Vorworts: Joseph Roths Vorwort zu: Juden auf Wanderschaft (1927); 1. "Sie nehmen den deutschen Voksgenossen Brot und Wohnung..." Reaktionen auf die Zuwanderung aus Osteuropa 2. "Kulturschande" - Internierungslager für "Lästige Ausländer" 3. "Wir suchten Zuflucht in Deutschland.." Ausweisung und Abschiebung aus Bremen 4. "Quote für Russen erschöpft..." Gestrandet in Bremen auf dem Weg in die USA (1923-1931)
  • Bitte Beachten Auswertung unseres außerordentlichen Bundeskongresses Wir laden ein zur Landesmitgliederversammlung am Samstag, den 11. Juni, um 15 in den Räumen der Geschichtswerkstatt Gröpelingen Liegnitzstraße 61, um gemeinsam eine Auswertung unseres außerordentlichen Bundeskongresses vorzunehmen Die wilden Zwanziger - Worpswede expressiv Unsere diesjährige Sommerausfahrt führt uns am Samstag, den 16. Juli nach Worpswede. Dort finden unter dem Thema „Die wilden Zwanziger - Worpswede expressiv“ ab Mitte Juni Ausstellungen statt. Die Große Sommerausstellung der Worpsweder Museen widmet sich der spektakulärsten Umbruchzeit in der Geschichte des Künstlerdorfs: den 1920er Jahren. Während in Berlin die Moderne längst Einzug gehalten hat, muss sie in Worpswede um ihren Platz kämpfen. Und doch wird Worpswede nach dem Ersten Weltkrieg erneut zu einem Sehnsuchtsort für junge Künstler und Sinnsucher. Kunst und Politik, Träume und Visionen – Worpswede wird zu einem Mikrokosmos der wilden und zerrissenen zwanziger Jahre. „Auf der Suche nach dem Neuen Menschen“: Ab 1918 wandelt der durch den Ersten Weltkrieg desillusionierte Heinrich Vogeler seinen Barkenhoff zu einem Ort sozialutopischer Ideen, an dem er gemeinsam mit Gleichgesinnten versucht, seine Vision einer neuen Gesellschaft zu realisieren. Die Ausstellung „Bernhard Hoetger und die Expressiven“ in der Großen Kunstschau widmet sich Hoetger als einer der prägenden Persönlichkeiten der Worpsweder Kunstgeschichte und zeigt Werke der zweiten, expressiven Worpsweder Malergeneration von Bram van Velde, Albert Schiestl-Arding, Otto Tetjus Tügel, Alfred Kollmar u. a.. „Willy Dammasch“ lässt sich 1922 in Worpswede nieder. In der Ausstellung sind Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers versammelt – vielfach aus Privatbesitz und noch nie öffentlich gezeigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf seinem radikalen stilistischen Wandel in den 1920er Jahren. Zu sehen in der Worpsweder Kunsthalle Unter dem Titel „Brücke in die Vergangenheit und Künstlerherberge“ zeigt das Museum in zwei Kabinetten Malerei von Alfred Kollmar, Horacio Butler, Lisel Oppel und Walter Müller sowie eine Dokumentation über die Zeit zwischen 1920 und 1930 im Haus im Schluh. Die Worpsweder Museums-Karte kostet 19,- Euro, ermäßigt 12,50 Euro (Schwerbehinderte, StudentInnen), zu erhalten in allen vier Museen und in der Tourist-Information Worpswede. Öffnungszeiten 10-18 Uhr. Hinfahrt 8:25 Uhr mit Bus 670 bis Worpswede Ostendorf (Barkhoff), Rückfahrt 17:43 Uhr. Anmeldungen bitte bis Ende Juni bei Raimund unter (0421) 6163215 oder 0176/4986 5184 Heideruh wird 90 Die diesjährige Mitgliederversammlung in Heideruh am 2. April war durchaus besser besucht als im vergangenen Jahr. Die Bilanz der Arbeit kann sich sehen lassen. Die Übernachtungszahlen liegen bei etwa 2.500 im Jahr, unter der Woche wäre durchaus nach Platz für SeminarbesucherInnen. Die Küche wurde gänzlich umgestellt auf regionale Produkte, soweit möglich biologisch angebaute Produkte. Das allerdings führt zu einer gewissen Unterdeckung. Baulich musste in den Erhalt investiert werden, die Kläranlage machte sehr zu schaffen. Durch Baudarlehen konnten die Kosten aufgefangen werden. Neu ist, dass nicht nur eine breite Vielfalt an Gruppen aus unterschiedlichen Zusammenhängen Seminare und Fortbildungen gestaltet, sondern Heideruh darüber hinaus als Bildungsort in Niedersachsen anerkannt wurde. Personell wurden mit zahlreichen Anträgen weitgehend ehrenamtliche Stellen im Rahmen des europäischen Erasmusprojekts, des Bundesfreiwilligendienstes, und der kommunalen und Landesförderung geschaffen. Das kommt auch den zum Teil schon mehrere Jahre im Heim untergebrachten Geflüchteten zugute. Die Anerkennung Heideruhs fand seinen Niederschlag bei der Kundgebung des „Bündnisses gegen Rechts“ gegen das Auftreten eines rassistischen Bündnisses am 3. April in Buchholz, zu der außer Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse unsere Geschäftsführerin Bea Trampenau ausdrücklich für die Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh sprach. 90 Jahre Heideruh ist hinreichender Grund, um am Samstag, den 30. Juli, nachmittags ab 14 Uhr am Sommerfest in Heideruh teilzunehmen. Mit Reinhold Andert (früher Oktoberclub), Achim Bigus, Infoständen, Wanderung, Musik und Lesung, reichhaltigem Kuchenbuffet und Grillabend.
  • Erinnerung und Geschichte Am 8. Mai 2016 ist es 71 Jahre her, dass die Alliierten des 2. Weltkrieges Deutschland von der Vorherrschaft des Faschismus befreit haben. Seit Jahren intensivieren sich die Diskussionen darüber, was es bedeutet, wenn die Menschen, die bewusst die NS-Herrschaft und ihren Untergang erlebten, als Zeitzeugen nicht mehr zur Verfügung stehen. Der vom 27. bis 29. Mai stattfindende außerordentliche Bundeskongress der VVN-BdA wird diese Fragestellung thematisieren und Wege aufzeigen, auf denen es gelingen könnte die NS-Geschichte – inklusive seiner Entwicklung und den daraus zu ziehenden Lehren – im Bewusstsein aller hier Lebenden zu verankern. Dazu wird es am Freitagabend zwei Impulsreferate geben. Der Samstag wird der Hauptarbeitstag für die TeilnehmerInnen. Beginnend mit einem dreistufigen World-Café (Arbeitsgruppen) zu den Fragen „Erinnerungs- und Geschichtsarbeit: Was müssen, wollen und können wir?“ Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen werden anschließend besichtigt und daraus Schwerpunktthemen festgelegt. Nach einer Mittagspause gibt es dann verschiedene Projektpräsentationen von Kreisverbänden unserer Vereinigung bzw. außerhalb der VVN-BdA arbeitenden Organisationen. Die Präsentationen sollen ca. 10-15 Minuten den in kleinen Gruppen aufgeteilten Delegierten einen Überblick über diese besonders vorbildhaften Projekte geben. In der letzten Arbeitsstunde werden die Möglichkeite des n des Einsatzes von elektronischen Medien in der Geschichtsarbeit behandelt. Am Sonntag erfolgt wiederum zuerst in Gruppenarbeit unter der Frage „Was nehmen wir für uns mit?“ die Auswertung des am Samstag erarbeiteten statt. Konsequenzen für die eigene Arbeit sollen sich gegebenenfalls in Beschlussvorlagen wiederfinden. Kurze Arbeitsberichte und die Beschlussvorlagen sollen dann dem Plenum vorgestellt werden. Um 13 Uhr ist das Ende des Bundeskongresses geplant.
  • Festigt sich dauerhaft eine extrem Rechte Partei? Drei Themen standen zur diesjährigen Nordkonferenz am 11.-13. März auf dem Programm. Mit 28 TeilnehmerInnen war die norddeutsche VVN-Bildungsveranstaltung vielleicht etwas weniger gefragt als in den letzten Jahren, dafür war sie kurz vor drei Landtagswahlen im Südwesten und der Mitte äußerst aktuell. Gerd Wiegel, Referent für Rechtsextremismus und Antifaschismus bei der Linksfraktion im Bundestag, vermittelte Samstagmorgen ein eindrucksvolles Recherchebild der AfD. Felix Korsch, Mitarbeiter der sächsischen Linken-Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz, unterfütterte das Bild mit Stimmungsberichten und Darstellungen aus einer zugespitzten Situation… „Deutschland –neue Macht – neue Verantwortung“ war das Thema eines Vortrags von Dr. Horst Leps vom Zusammenschluss Friedensbewegung Schleswig-Holstein, der eine rasante Veränderung in Aussage und Zielrichtung der Münchner Sicherheitskonferenz der vergangenen Jahre aufzeigte. Es galt die Frage zu beantworten, in welchem Umfange Deutschland bereit sei, seine neue Rolle anzunehmen. Allerdings sei Deutschland zu klein für die Rolle einer Hegemonialmacht. Das stehe im Widerspruch zum deutschen Führungsanspruch. Verstärkt setze die westliche Sicherheitsarchitektur darauf, potentielle Störer ihrer Verwertungsinteressen auszuschalten, Irak, Libyen, Syrien, Iran, Nordkorea. Da sich Deutschland nicht am Libyenkrieg beteiligt habe, solle es dies nun im Falle Syrien wettmachen. Für die Friedensbewegung wichtig aber sei es, Vorstöße Russlands zu einer neuen weltweiten Abrüstungs- und Entspannungspolitik aus früheren Jahren aufzugreifen und zu erreichen, das sie verhandelt werden. Auszug BAF 3./4.2016
  • Erschreckende Aktualität einer Bewegung Eröffnet wurde die sechste Fassung der Ausstellung zum Thema „Neofaschismus in Deutschland“ am 1. Februar im Bremer Gewerkschaftshaus von Daniela Teppich (DGB-Bildungssekretärin) und unserem Kameraden Thomas Willms, der seit 25 Jahren intensiv mit dem Themeninhalt beschäftigt ist. Daniela Teppich unterstrich die Aktualität der Ausstellung mit einem schon vor zehn Jahren entstandenen antifaschistischen Text über ein sinnierendes rotes Känguru. Thomas Willms hob hervor, dass man die 50.000 Anhänger faschistischer Ideen getrost als Sekte abtun könnte, fänden Elemente ihrer Vorstellungen nicht Zuspruch bei 35 % der Bevölkerung, die sie verbreiteten, darunter 15%, die sie aufgriffen und auf politischer Ebene umsetzten. Im Unterschied zu benachbarten Ländern ist dieses Potential zersplittert und verfügt nicht über eine zugkräftige Führungsfigur. Die Schwierigkeit in der Gegenaufklärung liegt darin, dass sie nicht zeigen kann, wie das wahre Gesicht des heutigen Faschismus ist, sondern vor allen darauf hinweist, was anders ist als in der Zeit faschistischer Herrschaft. An Hand eines Wimmelbildes werden die typischen Auftrittsformen faschistischer Bewegung zusammengefasst dargestellt. Im historischen Teil der Ausstellung wird deutlich, dass es nicht ausreicht, die zwölf Jahre faschistischer Schreckensherrschaft darzustellen, sondern ebenso ihren Aufstieg nach dem ersten Weltkrieg und ihre Kontinuität und Brüche seit der Befreiung 1945 zu verfolgen… Die Bilanz war nicht so schlecht: elf Klassen und zwei Gruppen geführt (270 TN), zwei Workshops (135 TN) und drei Vorträge (175 TN), also 580 Personen erreicht. Im Gewerkschaftshaus wurde sie um eine Woche verlängert, vom 26. Februar bis 4. März in der OS Findorff ausgestellt und dann in der Europaschule Meta-Sattler-Straße ein weiteres Mal am 11. März eröffnet. Auszug BAF3./4.2016
  • Städtepartnerschaft in der Ukraine In der Ukraine: sollte ich 1943 eingeschult werden - auf dem Kriegsschauplatz mit den größten Opferzahlen und Massenmorden… Auf dem Weg, um an der Feier zum 25. Jahrestag der von mir mit initiierten Städtepartnerschaft Charkow-Nürnberg teilzunehmen. Wo ich im „Nürnberger Haus“ an Bremer NS-Raubzüge erinnerte. Denn die Reichswehr, unterstützt von den Polizeibataillonen der Hansestädte Hamburg und Bremen, bereitete damals den Bremer Pfeffersäcken den Weg auf den Raubzügen gen Osten. Schon im 1. Weltkrieg waren sie daran beteiligt, - mit Ludwig Roselius als Vorreiter. Die Gemeinschaftsgründung des Tabakhandels und der deutschen Zigarettenindustrie errichtete u.a. unter Federführung Bremens eine Niederlassung in Kiew. Die Kaufleute halfen dabei, die sowjetische Landwirtschaft auszuplündern, Wehrmacht und Okkupationsbehörden mit Agrarerzeugnissen zu beliefern und den Weitertransport von geraubten Waren ins Reich durzuführen. Mit dafür zuständig war mein Vater – als „Sonderführer“ in Zivil. Auszug BAF-Artikel 02./03.2016
  • Aufbruch und Verständigung Zu einem antifaschistisch-antirassistischen Kongress in Kopenhagen hatten Horserod-Stutthof Forenigingen und FIR-Dänemark verschiedene Verbände für den 21./22. November 2015 geladen. FIR und VVN-BdA waren als Gäste beteiligt. Rund 60 TeilnehmerInnen setzten sich mit der internationalen Lage, der Situation der Geflüchteten und dem europaweiten Vormarsch rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien auseinander. In seiner Eröffnung wies Anton Nielsen (FIR-Dk) auf die Bedeutung imperialistischer Kriegseinsätze auf die wachsende Zahl von Geflohenen hin. Antifaschistische Vereinigungen verpflichten sich zusammenzufinden und publizistisch dagegen zu halten. Mit einem Blick auf die Anschlagsserie in Paris beschwor unser Kamerad Heinz Siefritz (FIR) die Anwesenden, die Werte des Antifaschismus gegen alle politischen Versuche zu verteidigen, die Gesellschaft in autoritärer Weise zu verändern. Ausgehend vom Buchenwaldschwur sollten vier Signale gesetzt werden, eine gemeinsame Position gegen die imperialistische Politik der europäischen Regierungen, eine klare Verurteilung aller Arten von Rassismus und Ultranationalismus, Verteidigung der Anti-Hitler-Koalition im Zweiten Weltkrieg und Erinnerung an ihre Zielsetzungen, gemeinsam mit Gewerkschaften und Kirchen, die Einheit aller Organisationen, die am Kampf für eine bessere Welt ohne Rassismus, Nationalismus, Expansionismus teilnehmen. Auszug BAF Artikel 02/03.16
  • Weg zum Denkort Vom 26. bis 28. November 2010 trafen sich rund 20 Menschen am Bunker Valentin. Sie waren daran interessiert an einer zukünftigen Gedenkstätte als Guide BesucherInnen zu führen… Die Überreste der beachtlichen Anzahl von Gefangenenlager war fußgängig nicht erreichbar – soweit sie überhaupt freigegeben waren. Der größte Teil des Bunkers („Ruinenteil“) durfte aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden… Trotz allem blieb ein ansehnliches Programm übrig, woraus die Guides in Kleingruppen die ersten Entwürfe eigener Führungen entwickelten. Am 8. Mai 2011 wurde der „Denkort Bunker Valentin“ provisorisch eröffnet… Die Reaktion meiner BesucherInnen war unterschiedlich. Die meisten wirkten hoch interessiert an dem, was ich Ihnen präsentierte. Die Behandlung und das Schicksal der Zwangsarbeiter ließ kaum jemanden kalt… Durchgeführt wurden ein- oder mehrtägige Seminare mit anderen Trägern. Es fanden internationale Workcamps statt mit Ausgrabungen an den Fundamenten der Betonmischer auf der Nordseite statt. Baulich waren die letzten ca. 18 Monate vor der endgültigen Eröffnung entscheidend… Das Projekt „Denkort Bunker Valentin“ ist aber alles in allem mehr als gelungen… Auszug BAF 12.15/01.16
  • Täter und Opfer Unter dem Titel „Erinnerungskultur und Vergangenheitspolitik“ tagte die „Stiftung niedersächsische Gedenkstätten“ am 09.-11. Oktober in Hannover. 94 TeilnehmerInnen verfolgten diese fachwissenschaftliche Tagung mit zwölf ReferentInnen und einer Exkursion. Prof. Dr. Norbert Frei (Jena) zog in einem ausführlichen Eingangsreferat Bilanz zu 70 Jahren Veränderung im Geschichtsbewusstsein… Prof. Dr. Constantin Goschler (Bochum) zeigte anhand der Wiedergutmachungspolitik seit 1945 auf, wie schwer sich Politik, Justiz und Verwaltungspraxis über Jahrzehnte taten, Opfer des Faschismus zu würdigen. Wiedergutmachungspolitik ließe sich vor allem anhand der Schritte zur Wiedereingliederung der Bonner Republik in die internationale Gemeinschaft ablesen… Der Vortrag von Dr. Christoph Rass (Osnabrück) bot eine kritische Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Geschichtspolitik. Bis hin zur Neubewertung der Ehrung von Honoratioren in Politik und Wirtschaft, zeigte er Ergebnisse historisch-kritischer Nachforschungen anhand von Lebensläufen „verdienter“ Personen in Behörden und Diensten im Laufe der Jahrzehnte, bis hin zum BND… Die Exkursion am Samstagnachmittag führte die TeilnehmerInnen in die Rosebusch – Verlassenschaften, wo die Künstlerin Almut Breuste durch die gemeinsam mit ihrem verstorbenen Lebensgefährten entwickelte Kunstinstallation einführte… Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten hat eine hochkarätige Tagung gestaltet, die vor allem geprägt war von einer Auseinandersetzung um die Interpretation der Einschätzung des Charakters der Befreiung vom Faschismus in der heutigen Gesellschaft, der Vorstellung on jüngsten Forschungsergebnissen und der Vorstellung der Gedenkstättenarbeit der nächsten Zeit… Auszug BAF 12.15/01.16
  • Mit Wehmut und Trauer gedenken wir der Toten! Am Sonntag, den 13. September, fand um 11.30 Uhr auf dem Friedhof in Osterholz unser traditionelles Gedenken an die Opfer von Fashismus und Krieg statt. Unser Kamerad Jörg Wollenberg war wegen eines Vortrags in Charkow verhindert, an seiner Stelle trug Gerald Schneider seine Gedenkrede vor. Jörg wies darin auf die Kampfgemeinschaft gegen den Faschismus hin, die sich schon vor der Befreiuung zusammengefunden hatte… Jörg plädiert vehement für eine Aufarbeitung der „nur partiell realisierten Hoffnungen von 1945… Was wurde aus dem Schwur von Buchenwald, was wurde aus der von allen Parteien der ersten Stunde (außer der FDP) getragenen Ablehnung des Kapitalismus? Welche Bedeutung gewann das politisch-pädagogische Prinzip der Umerziehung für die politische Kultur der Deutschen? Was wurde aus dem Bekenntnis, dass kein Deutscher je wieder zur Waffe greifen sollte? Was wurde aus der Forderung nach Entmilitarisierung Deutschlands und Euiropas und der Beendigung jeglicher Rüstungsproduktion? Was ist von den Neuordnungsvorstellungen der Gewerkschaften vor 1945 geblieben? …“ Mit ihren leidenschaftlich vorgetragenen französischen, griechischen und jiddischen Widerstandsliedern trug Aline Barthélémy dazu bei, dass der Auftrag des Gedenkens, mahnende Verpflichtung zu sein, die kleine Gruppe von ZuhörerInnen in Bann schlug.. Auszug BAF 12.15/16