5.404 Stellungnahmen zum NPD-Verbot dem Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft überreicht

geschrieben von Herbert Breidbach

16. März 2011

In den Jahren 2009/2010 wurden von der VVN-BdA in der Bundesrepublik 5.404 Stellungnahmen zum Verbot der NPD eingeholt

In den Jahren 2009/2010 wurden von der VVN-BdA in der Bundesrepublik 5.404 Stellungnahmen zum Verbot der NPD eingeholt. Fast 200 davon haben aktive Mitglieder unserer Bremer Organisation zusammengetragen. Alle diese Stellungnahmen wurden Anfang dieses Jahres in einem Buch unter dem Titel „Tut was“ veröffentlicht. Die Kameraden Raimund Gaebelein, Marion Bonk und ich haben das am Donnerstag, den 03. März, dem Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft, Herrn Christian Weber überbracht. Wir konnten im Haus der Bürgerschaft mit Herrn Weber in einer sehr aufgeschlossenen Atmosphäre über das Buch sprechen und dabei auch Fragen zur bevorstehen Wahl am 22. Mai diskutieren. Interessiert schlug er die Seiten auf, in denen sich die Stellungnahmen befinden, die von uns Bremer Antifaschisten und Antifaschistinnen zusammengetragen wurden. Anerkennend nannte er einige Namen, so z.B. Klaus Hübotter, Dieter Reinken, Gewerkschaftssekretär, Michael Breidbach, Betriebsrat Acelor-Mittal,, Dr. Renate Mayer-Braun und Helga Ziegert, DGB-Vorsitzende bis 2010. Einig waren wir uns in diesem Gespräch, an dem auch Herrn Webers Sekretärin teilnahm, dass alles getan werden müsse, um die für den 1. Mai angekündigten Aktionen der NPD in Bremen mit machtvollen Gegenaktionen zehntausender Bremerinnen und Bremer entgegenzutreten. Abschließend aus der Stellungnahme Hans Koschnicks in dem Buch: „Selbstverständlich unterstütze ich ihr Bemühen, den Verbotsantrag gegen die NPD wieder in Gang zu setzten. Es ist höchste Zeit, hier konsequent zu handeln. Das sind wir den Opfern des NS-Regimes schuldig.“

Na Lütten

geschrieben von Ulrich Suwe

16. März 2011

So oder so ähnlich beginnen die meisten Briefe, die der inhaftierte Kommunist Heinrich Buchholz zwischen April 1933 und Januar 1938 an seine Frau schreibt

So oder so ähnlich beginnen die meisten Briefe, die der inhaftierte Kommunist Heinrich Buchholz zwischen April 1933 und Januar 1938 an seine Frau schreibt. Zusammen mit Briefen an seine Tochter – unsere Kameradin Lore Buchholz – und Lores „Briefe“ an ihren Vater ergeben sie ein seltenes Zeitzeugnis der NS-Diktatur. Nicht die körperlichen Leiden, denen Heinrich Buchholz auch ausgesetzt war – wie insbesondere die Erinnerungen Lores dokumentieren – stehen im Mittelpunkt, sondern der Versuch der NS-Schergen einen Gegner mittels Haft und Schikanen seelisch zu brechen. Vordergründig geht es in den meisten Briefen um die schwierige Organisation des Alltagslebens in und außerhalb Haftstätten. Da verlangt Heinrich Buchholz Gegenstände des täglichen Gebrauchs, Geld um Essen und anderes in den Haftstätten zu kaufen und Aufmerksamkeit in Form von Briefen und Besuchen. Er tut was er kann, um mit praktischen Tipps und guten Ratschlägen Frau und Tochter den Alltag möglichst zu erleichtern. Vor allem bei Lore zeigt er sich als hervorragender Pädagoge. Schrittweise passt er seine Briefe an ihre Forderungen und ihren Lernerfolgen an. Beginnend mit Bildern und später Briefen in lateinischen Großdruckbuchstaben. Die ehrgeizige Lore verlangt nicht nur, dass ihr Vater ihr gesondert schreibt, sondern auch dass er Kleinbuchstaben, Schreibschrift und schließlich „deutsche Schrift“ verwendet. Nur der Versuch, ihr – wie der Mutter – plattdeutsch zu schreiben, geht wohl zu weit, denn es bleibt bei einem Brief dieser Art. Vorwürfe und Ermahnungen bleiben selten und werden manchmal in lustige Geschichten von Vögeln und fliegenden Bettsäcken verpackt. Man merkt dem gegenseitigen Briefverkehr an, dass Vater und Tochter ein enges Band verbindet und beide bemüht sind dem bzw. der jeweils anderen zu gefallen. Die Briefe an Guste Buchholz sind eher vom Alltagsleben geprägt. Ihre Antwortbriefe sind leider nicht enthalten. Zwischen den Zeilen von Heinrichs Briefen kann man lesen, wie schwer der Alltag der Familie eines politischen Häftlings in der NS-Zeit war. Dass die Nazis dies bewusst für ihre Zwecke auszunutzen gedachten, wird dem Leser klar, als er erfährt, dass auch Guste Buchholz – natürlich ohne Angabe von Gründen – über mehrere Wochen inhaftiert wird und Heinrich während dieser Zeit fälschlich berichtet wird, dass seine Frau unter Schreikrämpfen litte und mit ihrem Ableben zu rechnen sei. Er erlitt einen Nervenzusammenbruch. Doch auch Schikanen, wie die willkürliche Auslegung der Terminierung seiner Briefversendung oder des Empfangs von Weihnachtspaketen, sollen den Mann brechen. Heinrich Buchholz forderte seine Lieben fast in jedem Brief auf, die Ohren steif zu halten und das Leben zu genießen. Dass seine Aufforderungen mehr an ihn selbst gerichtet sind, merkte ich erst, als ich mitkriegte, dass sich Guste über die Unterstellung einer gewissen Schwermut durch Heinrich Buchholz bei diesem beschwert hatte. Trotzdem gelang es den Nazis nicht, das enge Band zwischen Heinrich, Guste und Lore Buchholz auch nur zu lockern. Alle Versuche der Nazis in dieser Richtung haben die Entschlossenheit dieser Familie, sich dem Faschismus entgegenzustellen, nicht beeinträchtigt. Die Briefe werden geschickt durch Lore Buchholz’ fast schon Familienchronik, Jörg Wollenbergs Geschichte des KZ Mißler, einige Zeitdokumente, Fotos und Abbildungen von Briefen und Postkarten ergänzt. Ich kann Lore Buchholz und Helmut Donat für das Buch nur danken, denn selten ist es gelungen, auch die psychischen „Torturen“ der NS-Zeit so eindrucksvoll zu dokumentieren. Ausgabe in Nieder- und Hochdeutsch192 Seiten, 116 Abbildungen, Hardcover, 16.80 € – ISBN 978-3-938275-65-8

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Schmetterling Blau

geschrieben von Marion Bonk

16. März 2011

An dieser Stelle möchte ich diesmal ein Buch vorstellen, das gar nichts mit unserer antifaschistischen Arbeit zu tun hat.

An dieser Stelle möchte ich diesmal ein Buch vorstellen, das gar nichts mit unserer antifaschistischen Arbeit zu tun hat. „Schmetterling Blau“ von Nicole Schuler-Jordis beschreibt eine Woche im Leben einer bis zu dieser Woche ganz normalen Familie. „lebensverändernde Tage beginnen völlig normal. Mit der Sonne“, ist ein Zitat vom Klappentext. Bei Levin, dem dreijährigen Sohn der Autorin, wird ein Tumor im Augenhintergrund festgestellt. Die Woche vom Feststellen der Krankheit bis zur Entlassung nach der OP aus dem Krankenhaus, schildert Nicole Schuler-Jordis in eindrucksvoller Weise. Die Urlaubspläne werden durch die Untersuchungen bei verschiedenen Ärzten im Krankenhaus, die Diagnose, einen Aufenthalt bei der Essener Elterninitiative Krebskranker Kinder und in der Klink zunichte gemacht. Ein Buch, das sehr zu Herzen geht, man kann es gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich brauchte drei Stunden dafür und anschließend erstmal eine Zigarette um das Gelesene ein wenig zu verarbeiten. Aus dem nahen Umfeld von Levin weiß ich inzwischen, dass er alles gut überstanden hat und seine Lebensfreude ungebrochen ist. „Schmetterling Blau“ 148 Seiten von Nicole Schuler-Jordis ist bei Edition Fischer Frankfurt/Main ISBN 978-3-89950-967-0 erschienen und kostet 9,80 €.

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Nordkonferenz

geschrieben von Raimund Gaebelein

27. Februar 2011

Gut besucht war die Nordkonferenz am 25./27. Februar in Heideruh zweifellos, und die Vorträge von Prof. Dr. Ludwig Elm (Jena) und Dr. Angelika Königseder von Zentralinstitut für Antisemitismus in Berlin am Samstag erfüllten alle Erwartungen.

Gut besucht war die Nordkonferenz am 25./27. Februar in Heideruh zweifellos, und die Vorträge von Prof. Dr. Ludwig Elm (Jena) und Dr. Angelika Königseder von Zentralinstitut für Antisemitismus in Berlin am Samstag erfüllten alle Erwartungen. Heideruh bot in seiner charmanten Weise schneebedeckt einen angenehmen Hintergrund für die intensiven Gespräche, und das literarische Kulturprogramm abends mit Jonny Schacht hatte das lange Warten gelohnt. Die meisten Anwesenden hatten inzwischen Erfahrungen mit der VVN-Ausstellung über den „Neofaschismus in Deutschland“ gesammelt, das Schwerpunktthema „Konservatismus“ war als theoretische Fundierung für die allfällige Auseinandersetzung mit Behörden und Parteien gewählt worden. Als Historiker legte Ludwig Elm den Schwerpunkt seines Vortrags auf die Wandlungsprozesse konservativen Denkens nach den einschneidenden Zäsuren des 20. Jahrhunderts, dem Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik, der Befreiung vom Faschismus 1945 und die Umbruchsituation 1989/90. Gleichzeitig war sein Anliegen, die Grundkonstante konservativen Denkens deutlich zu machen: ein gegen Aufklärung, vernunftbegabtes Denken und Handeln, sowie jede Gleichheitsvorstellung gerichtetes Bewahren traditioneller Werte und Verhältnisse. Für Ludwig Elm setzt konservative Ideologie mit Edmund Burkes Betrachtung der Französischen Revolution von 1789 ein. Das Feindbild konservativer Politik wandte sich nach der November-Revolution 1918 der Arbeiterbewegung zu, geriet doch der Begriff konservativ in Bedrängnis und wurde durch den Begriff Volkspartei ersetzt. Konservativ wurde bis in die jüngste Zeit zum Begriff für völkische Vordenker des aufkommenden Faschismus. Neokonservative Publizisten wirkten nach der Befreiung vom Faschismus auf den Restaurationsprozess der Adenauer-Ära ein. Verstärkt wurden in der Diskussion die Tendenz zur Militarisierung der Gesellschaft und Übergänge zu rechtsextremen Gesellschaftsvorstellungen in der aktuellen Sozialdebatte hervorgehoben. Antimuslimischer Alltagsrassismus war Schwerpunktthema von Angelika Königseder. Die Ermordung des niederländischen Filmemachers Theo van Gogh 2004 sieht sie als Ausgangspunkt einer neuen Qualität in der Feindbildung. Überfremdungsängste werden als Motiv für Bewegungen gegen Moscheebau, Kopftuchtragen, Schächten geltend gemacht. Zwei von vier Millionen Bürgern muslimischen Glaubens besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Sie sind in der Gesellschaft angekommen und wollen das auch sichtbar vorzeigen. Selbst Alice Schwarzer verbündet sich mit Konservativen Integrationsgegnern, um Muslime in Bausch und Bogen als rückständig, frauenfeindlich, darzustellen und der einzelnen Muslima ein Recht der Selbstbestimmung darüber zu bestreiten, wie sie aussehen will, wie sie ihre Freiheit auslegt. Prozessiert wird vor Gerichten über die Höhe von Minaretten, über das Tragen von Kopftuch im öffentlichen Raum. Verschwörungstheorien sollen eine angebliche Übernahme der Gesellschaft durch muslimische Einwanderer belegen. Parallelen zum Aufkommen des Antisemitismus in der Wirtschaftskrise 1875/78 im Bismarckreich drängen sich auf. In der Diskussion wurde verstärkt die Wechselbeziehung von Innen- und Außenpolitik angesprochen, die Bedeutung für die Stabilisierung der sozialpolitischen Auseinandersetzung und der abenteuerlichen Expansionspolitik am Hindukusch. Wie die Sarrazin-Debatte zeigt, finden sich Befürworter einer anti-aufklärerischen Wende bis weit in die die gesellschaftliche Mitte. Am Sonntag wurde die aktuelle Fassung der Küstenseite der Neofaschismus-Kommission im Internet vorgestellt. Beteiligt sind die Landesverbände Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen, sowie Stade. Verstärkt wird der Austausch untereinander mit Verbesserungen bei Links, Aktualität, Einstellung von Kurzfilmen, Dossiers zur Neofa-Ausstellung. Besprochen wurde die Schaffung einer moderierten Infobörse ähnlich wie bei der NPD-Verbotskampagne. Die nächste Nordkonferenz findet voraussichtlich am letzten Februarwochenende 2012 in Heideruh statt. Als Themen für den Samstag sind Gedenkstättenpolitik und Militarisierung auf dem Plan. Näheres wird im Herbst spruchreif.

Kein Meter

geschrieben von Raimund Gaebelein

15. Februar 2011

Unerwartet großes Interesse fand die Einladung der Bremer DGB-Vorsitzenden Annette Düring zur Vorbereitung von Aktivitäten gegen den beabsichtigten NPD-Aufmarsch am 1. Mai.

Unerwartet großes Interesse fand die Einladung der Bremer DGB-Vorsitzenden Annette Düring zur Vorbereitung von Aktivitäten gegen den beabsichtigten NPD-Aufmarsch am 1. Mai….Gewerkschaftsgliederungen, Vertrauensleute Bremer Großbetriebe, Stadtteilbündnisse, Antifaschistische Initiativen, Friedensforum und Kriegsgegner, Kommunisten und Sozialdemokraten, Linke und Grüne, Religionsgemeinschaften, Wohlfahrtsverbände und Sozialorganisationen, Schüler- und StudentenvertreterInnen kamen am 13. Januar zusammen…Viele von ihnen haben sich schon 1999 und 2006 aktiv an Abwehrmaßnahmen beteiligt. Alle sprachen sich dafür aus gemeinsam den NPD-Aufmarsch verhindern zu wollen….„Menschenverachtende Positionen allein den organisierten Nazis aus der NPD zuzuschreiben, verstellt den Blick auf bedrohliche Entwicklungen, die sich jenseits der rechten Parteien abspielen. Rassismus und Antisemitismus haben hierzulande eine große Basis quer durch alle politischen Richtungen“, gibt das Kein-Meter-Bündnis zu bedenken…..Weserkurier und Radio Bremen haben sich bereit erklärt, im Vorfeld umfassende aufklärende Berichterstattung zu betreiben. Der Delmenhorster DGB-Arbeitskreis beteiligt sich aktiv an unseren Aktionen und bittet um Unterstützung für seinen Kampf gegen die NPD im Herbst…..

Spucktafel

geschrieben von Raimund Gaebelein

15. Februar 2011

Drei Wochen lang zeigte die Bremer VVN-BdA gemeinsam mit Arbeit und Leben, DGB-Jugend und Rosa-Luxemburg-Stiftung die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ im Gewerkschaftshaus. Zehn Schulklassen hatten sich für Führungen angemeldet.

Drei Wochen lang zeigte die Bremer VVN-BdA gemeinsam mit Arbeit und Leben, DGB-Jugend und Rosa-Luxemburg-Stiftung die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ im Gewerkschaftshaus. Zehn Schulklassen hatten sich für Führungen angemeldet….Die Arbeitsblätter wurden durchweg als hilfreich empfunden, insbesondere für Referate oder Klassenarbeiten….Fragen zeigten durchwegs interessierte Jugendliche. Die Verhinderung des Naziaufmarschs in Dresden und mehr noch am 1. Mai in Bremen stand im Vordergrund, die Gefährlichkeit der Zahlenspiele der Neofaschisten, die Abscheu vor den fortgesetzten politischen Morden an anders aussehenden oder anders orientierten Menschen, die Entstehung der WN und ihre Aufgabe, der persönliche Zugang zur antifaschistischen Arbeit.

Darf nicht zur Normalität werden

geschrieben von Raimund Gaebelein

15. Februar 2011

Mit 63 BesucherInnen war die Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ recht ordentlich gefragt.

Mit 63 BesucherInnen war die Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ recht ordentlich gefragt…. Die Ausstellung kommt zur richtigen Zeit, denn die NPD versucht verstärkt in die Schulen einzudringen und hat für den 1. Mai zum Aufmarsch in Bremen aufgerufen….Mit Hinweis auf die kürzlich erschienenen Studien von Heitmeyer und der Friedrich-Ebert-Stiftung deutete Annette Düring auf die Gefahren hin, die aus Gewöhnungseffekt und Weg-Sehen erwachsen….Prof. Dr. Heinrich Fink, schilderte seinen positiven Eindruck von Bremen mit Willy Hundertmark und Ernst Uhl… Aus seiner persönlichen Biographie heraus wies er auf die ungeheure Stimmungsmache hin, die die Neofaschisten heute mit Flucht und Vertreibung betreiben. Trauertage und Gedenken werden von ihnen zur Heldenverehrung umgemünzt….In Dresden stilisieren Neofaschisten die Bombardierung vom 13. Februar 1945 zum „Bombenholocaust“, um den millionenfachen Mord an Juden in Auschwitz, Bergen-Belsen und anderswo vergessen zu machen. In Berlin versucht die NPD die Umbenennung des nach dem Widerstandskämpfer Anton Saefkow benannten Platzes in Waldemar-Pabst-Platz durchzusetzen, dem Verantwortlichen für den Mord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Noch mehr Döntjes und Klönschnack

geschrieben von Günter Reichert, Geschichtswerkstatt Gröpelingen

15. Februar 2011

Nun liegt die zweite Geschichtensammlung vor.

Nun liegt die zweite Geschichtensammlung vor….Im zweiten Band sind auf 100 Seiten erneut 84 humorvolle und nachdenkliche Erzählungen über die Geschichte der „kleinen Leute“ festgehalten worden. Neben Anekdoten aus der NS-Zeit, dem 2. Weltkrieg, der Nachkriegszeit und der Gegenwart enthält der Band schwerpunktmäßig Geschichten aus den 60er- und 70er-Jahren, an die sich viele Leser aus dem Bremer Westen sicherlich noch gut erinnern können. Die dreizehn Autoren laden wieder zu einer Zeitreise ein, die die Leser an Erlebnissen auf der Großwerft AG-Weser teilhaben lässt, auf der sie Gröpelinger Originale, Lehrer, Pastoren, Handwerker und Gewerbetreibende kennenlernen können und auf der sie erfahren, wie es den Gröpelingern während des Krieges und Kindern und Jugendlichen während der verschiedenen Jahrzehnte erging….Das Spektrum der Geschichten reicht von den beeindruckenden Erinnerungen der Gröpelinger an die Kriegszeit und an die Begegnungen mit den englischen und amerikanischen Besatzungssoldaten bis zu der Anziehungskraft, die die ersten Fernsehserien „Lassie“ und „Fury“ auf die Kinder des Bremer Westens ausübten….Alle Erzählungen sind wie schon im ersten Band reichhaltig mit historischen Fotos und Zeichnungen aus dem Archiv der Geschichtswerkstatt illustriert… Das buch ist zum Preis von 8.-€ im Bremer Buchhandel erhältlich.

Enthemmte Integrationsdebatten. Wie eine neue rassistische Mitte entsteht

8. Februar 2011

Eberthard Seidel, Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

09.02.2011

Vortrag

Enthemmte Integrationsdebatten. Wie eine neue rassistische Mitte entsteht

Eberthard Seidel, Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Mittwoch, 09. Februar 2011, 19:00 Uhr

DGB-Haus Bahnhofsplatz 22-28 28195 Bremen

Seit zehn Jahren wird hyperventiliert über den Islam in Deutschland debattiert. Muslime dienen der verunsicherten gesellschaftlichen Mitte als Sündenbock. Unter dem Deckmantel der Verteidigung demokratischer Errungenschaften gegenüber vormodernen Neubürgern werden kulturalistische und rassistische Stereotype konstruiert. Der Journalist nennt die Akteure des neuen bürgerlichen Ressentiments und analysiert den dramatischen Rechtsruck, der von der » kritische Integrationsdebatte « ausgelöst wurde.

Mittwoch, 09. Februar 2011, 19:00 Uhr DGB-Haus Bahnhofsplatz 22-28 28195 Bremen Seit zehn Jahren wird hyperventiliert über den Islam in Deutschland debattiert. Muslime dienen der verunsicherten gesellschaftlichen Mitte als Sündenbock. Unter dem Deckmantel der Verteidigung demokratischer Errungenschaften gegenüber vormodernen Neubürgern werden kulturalistische und rassistische Stereotype konstruiert. Der Journalist nennt die Akteure des neuen bürgerlichen Ressentiments und analysiert den dramatischen Rechtsruck, der von der » kritische Integrationsdebatte « ausgelöst wurde.

Viele Kameraden eine Partei

1. Februar 2011

Carsten Neumann, Standpunkt Bremen

02.02.2011

Vortrag

Viele Kameraden eine Partei

Carsten Neumann, Standpunkt Bremen

Mittwoch, 02. Februar 2011, 19:00 Uhr

DGB-Haus Bahnhofsplatz 22-28 28195 Bremen

Es wurde in den vergangenen Jahren viel über den zersplitterten und führerlosen Neonazismus debattiert. Endet diese Phase mit der Vereinigung der NPD und der DVU? Wie verhält sich der »freie«, nicht parteigebundene, Teil der Szene zu diesem Wandel? Im Bezug auf Bremen und die anstehenden Bürgerschaftswahlen sind diese Fragen besonders interessant, da mit der DVU eine legalistischere Nazipartei über mehrere Legislaturperioden im Parlament vertreten war, während sich in der NPD die offener nationalsozialistischen Aktivisten heimisch fühlten. Ein weiterer Teil wird einen Einblick in die regionale Subkultur der Nazis gewähren, denen diese Enwicklung weitestgehend egal ist.

Mittwoch, 02. Februar 2011, 19:00 Uhr DGB-Haus Bahnhofsplatz 22-28 28195 Bremen Es wurde in den vergangenen Jahren viel über den zersplitterten und führerlosen Neonazismus debattiert. Endet diese Phase mit der Vereinigung der NPD und der DVU? Wie verhält sich der »freie«, nicht parteigebundene, Teil der Szene zu diesem Wandel? Im Bezug auf Bremen und die anstehenden Bürgerschaftswahlen sind diese Fragen besonders interessant, da mit der DVU eine legalistischere Nazipartei über mehrere Legislaturperioden im Parlament vertreten war, während sich in der NPD die offener nationalsozialistischen Aktivisten heimisch fühlten. Ein weiterer Teil wird einen Einblick in die regionale Subkultur der Nazis gewähren, denen diese Enwicklung weitestgehend egal ist.

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