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In den Tod versachleppt

geschrieben von Raimund Gaebelein

20. November 2011

Marion und ich nahmen an einem verregneten Donnerstag an der Stolpersteinsetzung für Hans (10), Erika (8) und Margret Buhlrich (3) in Gröpelingen teil. Erschüttert gedachte ihr Bruder seiner Geschwister, die im Krieg der Euthanasie zum Opfer fielen.

Erneut verlegten am 22. und 23. September Schüler der Alwin-Lonke-Schule Stolpersteine…Schüler der siebten Klassen des Alten Gymnasiums gestalteten Freitagmorgen in beeindruckender Weise mit kleinen Lesungen und Musik die Gedenkveranstaltungen für Anneliese Röttgen (7) in der Bornstraße und für Alfred (48), Wilma (36) und Günter Cohn (12) am Wegesende. …Prof. Karl Holl ließ sich zum 80. Geburtstag die Stolperstein-Patenschaft für Max und Helene Ginsberg schenken, ….Sehr beeindruckend appellierte der Friedensforscher Karl Holl an die Verantwortung der Anwesenden für die Aufrechterhaltung des Gedenkens und die Wachsamkeit vor jeglicher Wiederholung. Dem schwulen Max Kossel widmete der Chor DaCapo-AlDente einen Gedenkstein in der Dijonstraße. …Der bekannte Schriftsteller Johann-Günter König hatte in der Großen Johannisstraße Karoline Katzenstein einen Stolperstein gewidmet, deren Sohn Josef Kastein ein bekannter und zu Unrecht vergessener Bremer Schriftsteller war

Bremer Aktion “Stolpersteine“ seit November im Internet

geschrieben von Herbert Breidbach

20. November 2011

Am 02. November fand im Rathaus eine Würdigung der, im Land Bremen 2004 begonnenen Aktion „Stolpersteine“ statt. Unmittelbarer Anlass dafür war die Vorstellung einer Web-Seite zum „Projekt“ Stolpersteine Bremen. Aus der kann sich nun der Internet- nutzer über den neuesten Stand der Aktion informieren und konkrete Angaben über die Opfer einholen.

Unmittelbarer Anlass dafür war die Vorstellung einer Web-Seite zum „Projekt“ Stolpersteine Bremen. Aus der kann sich nun der Internet- nutzer über den neuesten Stand der Aktion informieren und konkrete Angaben über die Opfer einholen. …Namentlich bekannt sind jedoch über 1.500 Bürger und Bürgerinnen, die von 1933-1945 von den Faschisten umgebracht wurden. …Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und neonazistische Gewalttaten und Organisationen sind nicht verschwunden; die offen verfassungsfeindliche NPD ist nicht verboten. Unsere VVN-BdA ist darum immer bemüht, das Gedenken an die Opfer von damals mit diesen Realitäten des Heute zu verbinden

4.Antifaschistisches Vernetzungstreffen in Heideruh

geschrieben von Marion Bonk

20. November 2011

Das Hauptaugenmerk dieses Treffens lag in der Auswertung des Antifaschistischen Jugendcamps in diesem Jahr und den ersten Vorbereitungen zum nächsten vom 20.-24. Juli 2012.

Die angebotenen Workshops wurden von den Jugendlichen mit großem Interesse angenommen und sollen nächstes Jahr mit gleichen und anderen Themen fortgesetzt werden. …Nächstes Jahr wird das Camp durch die Jugendlichen des SCI (Service Civil International)Camps erweitert, die schon 14 Tage vorab da sein werden und in Heideruh einen Generationenspielplatz und einen Barfußpfad anlegen werden. …Auch wollen wir versuchen die unterschiedlichen Gruppen, die sich in Heideruh treffen, zusammen zu bringen und sie damit mit einander zu vernetzen.

Zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Faschismus und Krieg

10. September 2011

11.09.2011

Zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Faschismus und Krieg

Sonntag, 11. September 2011, 11:00 Uhr

an Fritz Cremers Figur „der Freiheitskämpfer“ am rechten Seiteneingang der Ostertorwache

Es spricht Kristine Vogt (MdBB die Linke). Es spielt Aline Barthélémy. Im Anschluss Besichtigung der Gedenkstätte.

Sonntag, 11. September 2011, 11:00 Uhr an Fritz Cremers Figur „der Freiheitskämpfer“ am rechten Seiteneingang der Ostertorwache Es spricht Kristine Vogt (MdBB die Linke). Es spielt Aline Barthélémy. Im Anschluss Besichtigung der Gedenkstätte.

Zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Faschismus und Krieg

geschrieben von Kristina Vogt

10. September 2011

seit 1947 wird am 2. Sonntag im September in ganz Europa der Opfer von Faschismus und Krieg gedacht.

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe Freunde,

seit 1947 wird am 2. Sonntag im September in ganz Europa der Opfer von Faschismus und Krieg gedacht. In der BRD allerdings nur in den Hansestädten. In Bremen lud Wilhelm Kaisen am 12. September 1947 zu einer Großveranstaltung der VVN ins Rathaus und legte zwei Tage später den Grundstein für das Feld K für KZ-Häftlinge auf dem Osterholzer Friedhof. Die Bremische Bürgerschaft rief damals zur Teilnahme auf: Diese beiden Veranstaltungen werden für Bremen eines der Zeugnisse ablegen, in welcher die Gesinnung und die Auffassung der Lebenden für die Toten dokumentiert wird.“ Eberhard Peters schrieb am 09. September 1947 im Weser Kurier: „Der deutsche Staat ist ein Scherbenhaufen geworden, und auf dem gigantischen politischen Friedhof, den er hinterlassen hat, sollte auf jedem Gedenkstein für seine toten politischen Häftlinge und Soldaten stehen: „Für gewisse Konzerninteressen geopfert“. Das wäre die nackte Wahrheit… Die Toten mahnen – damit nicht unsere Kinder dem selben Moloch geopfert werden.“

Wir stehen heute an der Ostertorwache, einem Biedermeiergefängnis, einem wilheminischen Kerker, der Gestapofolterhölle, und bis in die Neunziger eine Wache, die zahlreiche TeilnehmerInnen von Demonstrationen von innen erleben „durften“ und zu letzt, auch das passt in die unsägliche Tradition, ein Abschiebeknast. Die Statue „Freiheitskämpfer“ von Fritz Crämer erinnert an die Gestapo-Opfer, die hier verhört und gefoltert wurden. Nach langen vorbereiteten Listen wurden Arbeiterfunktionäre am Tag nach dem Reichstagsbrand Ende Februar 1933 verhaftet. Vor ihrer Einlieferung ins KZ Mißler saßen hier auch der ehemalige Präsident der Bremischen Bürgerschaft August Hagedorn, und der Senator Willy Dehnkamp. 1944 waren bis zu 260 Männer und 98 Frauen zur gleichen Zeit in diesen Zellen eingesperrt, darunter wegen „Arbeitsbummelei“ mehr als 100 Zwangsarbeiter aus Polen und der Sowjetunion.

Die Gestapo-Zentrale befand sich am Wall. Dort fanden die berüchtigten „Sonderbehandlungen“ der Gestapoleiter Herlein und Frieden statt. Drei große Prozesse gegen mehr als 200 Mitglieder von Arbeiterparteien wegen Fortsetzung ihrer politischen Arbeit und Fortführung ihrer Strukturen wurden vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht verhandelt. Das Bremer Sondergericht fällte 54 Todesurteile, von denen 45 vollstreckt wurden.

Wer nun aber denkt, der Terror des Nazi-Regimes gegen Arbeiter und ArbeiterInnen, gegen Menschen jüdischen Glaubens, gegen politisch anders Denkende, gegen Menschen, die einen anderen Lebensentwurf oder eine andere Sexualität lebten als es das Weltbild der Nationalsozialisten vorsah, sei seit 1945 Geschichte, der irrt. Rassismus und Ausgrenzung bestimmen in Europa längst wieder den politischen Zeitgeist und diktieren damit nicht nur vielen Mitbürgern und MitbürgerInnen einen unerträglichen Alltag, der zuweilen auch Todesopfer fordert, wenn braune Schlägerbanden ihre Vorstellung von „national befreiten Zonen“ in die Tat umsetzen. Nein Rassismus und Ausgrenzung bestimmen längst auch wieder politische Entscheidungen. Überall in Europa feiern rechtspopulistische Parteien Wahlerfolge und stellen sogar – wie in Ungarn – die Regierung. Asyl- und Aufenthaltsgesetzgebung wurden in den letzten Jahren EU-weit verschärft um die wenigen, die es trotz eines unerklärten Krieges an den EU-Außengrenzen, schaffen als Flüchtlinge nach Europa zu kommen, möglichst schnell wieder los zu werden.

Ein antimuslimischer Rassismus vergiftet auch hier das Klima. Zugleich darf man in der BRD wieder ungestraft gegen alle der so genannten Unterschicht hetzen: gegen Hartz-IV-EmpfängerInnen, SozialhilfebezieherInnen und auch gegen Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Man darf nicht vergessen, dass ein Thilo Sarrazin zunächst gegen Hartz IV-EmpfängerInnen wetterte, bevor er die BRD durch die angeblich natürliche Dummheit und die Fruchtbarkeit von MigrantInnen bedroht sah. Ausgrenzung und Hetze gegen MigrantInnen und Menschen, die in dieser kapitalistischen Gesellschaft von vielen für überflüssig angesehen werden, weil sie angeblich nichts leisten, findet man in allen Gesellschaftsschichten. Aber wenn Vertreter aus Politik und Wirtschaft mediengerecht ihre Parolen verbreiten dürfen; dann kann man getrost behaupten: das rechte Lager bekommt sein Fanal von ganz oben.

Welche Auswirkungen das hat, haben wir vor wenigen Wochen in Norwegen erlebt: 77 Meschen starben bei den Anschlägen, die Anders Breivik verübt hat. Er ermordete 77 Menschen, weil sie nicht in sein Weltbild passten. In einem 1.500-seitigen Manifest voller Hass gegen EinwandererInnen und SozialistInnen machte er deutlich, dass für ihn alle auf die Todesliste gehören, die seinem Ideal von Weltbeherrschung durch eine auserwählte Kaste nicht entsprechen. Der Attentäter von Oslo steht nicht alleine. Er war Mitglied der rassistischen norwegischen Fortschrittspartei. Vorbilder hatte er im amerikanischen Oklahoma-Bomber Timothy McVeigh und im Oktoberfest-Attentäter Gundolf Köhler. Wie sie steht er in der Tradition des Faschismus, geprägt durch Wehrsportübungen und Fortschrittshass.

In einem politischen Zeitgeist, in dem Angst vor MigrantInnen, vor allem vor muslimischen MigrantInnen, geschürt wird, fühlen sich solche rechten Mörder sicher und im Recht.

Bremen hat am 22. Mai dieses Jahr gewählt. Bei der sehr niedrigen Wahlbeteiligung konnte nicht verhindert werden, dass die faschistische NPD in die Beiräte Gröpelingen und Blumenthal eingezogen ist, und sechs weitere Mandate an die rechtspopulistischen „Bürger in Wut“ fielen. Beide Parteien stellen das nachhaltige Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Muttersprache und Religion in Frage. Sie nutzen die Perspektivlosigkeit vieler Erwachsener und Jugendlicher, um Hass und Diskriminierung gegen Teile der Bremer Bevölkerung zu schüren. Beide Parteien haben sich nur gezwungener Maßen von dem doppelten Anschlag in Norwegen distanziert.

156 Menschen wurden seit 1190 durch faschistische und rechte Schlägertrupps ums Leben gebracht. Sie sprachen türkisch, hatten eine schwarze Hautfarbe, hörten gerne Punkmusik, waren politisch links orientiert oder einfach nur obdachlos.

Wir gedenken hier an dieser Stelle der Opfer des Faschismus damals und heute. Ihre Namen sollen nicht vergessen sein, sonst kann sich faschistische Gewalt jederzeit wiederholen. Die Voraussetzungen dafür sind leider gegeben: soziale Kälte und die elitäre Vorstellung des Rechts des Stärkern sind in unseren Gesellschaftsstrukturen eingebettet. Es ist unsere Sache, für eine Gesellschaft einzutreten, in der kein Platz für Ausbeutung und Ausgrenzung und in letzter Konsequenz daher auch kein Platz für einen Genozid ist, wie wir ihn durch die Nationalsozialisten erlebt haben. Wir fangen heute im Kleinen an, hier an dieser Stelle.

Selten eine so interessante Führung

geschrieben von Oktaaf Duerinckx/Tom Devos

7. September 2011

Bremen füllte unseren ganzen zweiten Reisetag aus.

Bremen füllte unseren ganzen zweiten Reisetag aus. Wir hörten sogar die wahre Geschichte der Bremer Stadtmusikanten. In Gedanken gaben wir jedem der vier Tiere einen Namen… Nach einem ersten Gedenken am Mahnmal „Vernichtung durch Arbeit“ wurde die Gruppe geteilt (bei uns klappte es besser als bei der belgischen Regierung in Abwicklung). Ein Teil von uns hatte ein Zeitzeugengespräch mit Schülern, ein zweiter Teil ging über das Gelände, der größte Teil von uns betrat den massiven U-Boot-Bunker von Farge. Die Gruppe sah mit ihren blauen Bauhelmen auf weißen Gaze-Häubchen wie Clowns aus. Danach fuhren wir nach Blumenthal, wo wir feststellen konnten, dass der Unterhalt der Steine um das Mahnmal immer noch das größte Problem der Stadt ist. Da gab es genug Gras, um eine Ziege und eine Kuh zu füttern. Unser Vorsitzender erhielt für unser Friedensmuseum einen Katalog des NS-Lagersystems, der einen Einblick in die sorgfältige Ameisenarbeit des „Professors“ ermöglichte. Im gemütlichen Souterrain der A.G. Weser hatte Marion Bonk uns eine kräftiges Mahlzeit vorbereitet. Schmackhaften Kartoffelsalat mit den typischen geräucherten Knackwürsten. Viel blieb nicht übrig von der Riesenmenge Essens

Der Attentäter von Osllo steht nicht alleine

geschrieben von Raimund Gaebelein

7. September 2011

wenige Wochen ist es her, dass in Oslo und Utøya Anders Breivik zwei Anschläge verübt und 77 Menschen ermordet hat

wenige Wochen ist es her, dass in Oslo und Utøya Anders Breivik zwei Anschläge verübt und 77 Menschen ermordet hat, weil sie nicht in sein gegen die Ideen der Aufklärung und universalen Menschenrechte gerichtetes Weltbild passten. In einem 1.500seitigen Manifest voller Hass gegen Einwanderer und Sozialisten machte er deutlich, dass für ihn alle die auf die Todesliste gehören, die seinem Ideal von Weltbeherrschung durch eine auserwählte Kaste nicht entsprechen. Der Attentäter von Oslo steht nicht alleine. Er war Mitglied der rassistischen norwegischen Fortschrittspartei. Vorbilder hatte er im amerikanischen Oklahoma-Bomber Timothy McVeigh und im Oktoberfest-Attentäter Gundolf Köhler. Wie sie steht er in der Tradition des Faschismus, geprägt durch Wehrsportübungen und Fortschritthass….. Wir gedenken hier an dieser Stelle der Opfer des Faschismus damals und heute. Ihre Namen sollen nicht vergessen sein, sonst kann sich faschistische Gewalt jederzeit wiederholen. Die Voraussetzungen sind gegeben, soziale Kälte und elitäre Vorstellung des Rechts des Stärkeren liegen in der gesellschaftlichen Struktur eingebettet. An uns liegt es, dass sie Staat und Gesellschaft nicht beherrschen, dass eine friedliche Welt entsteht, in der kein Platz für Ausbeutung, Gesetzlosigkeit und Völkermord ist. Wir fangen im Kleinen an, hier gemeinsam an dieser Stelle.

Solidarität mit Anja

geschrieben von der gescgäftsführende Vorstand

7. September 2011

In der Nacht vom 20. auf den 21.8. wurde das Fahrzeug der Kreisvorsitzenden der Partei DIE LINKE Ziel einer Manipulation

In der Nacht vom 20. auf den 21.8. wurde das Fahrzeug der Kreisvorsitzenden der Partei DIE LINKE Ziel einer Manipulation, was zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang hätte führen können. Jemand hatte im Schutz der Dunkelheit die Radmuttern eines der Reifen an dem auf ihrem Grundstück abgestellten Fahrzeug stark gelockert, was wegen der hinterher wieder aufgesetzten Radkappe besonders heimtückisch, weil nicht sichtbar, war. Erst während der Fahrt mit 4 ihren Kindern wurde A. S. durch ein klackerndes Geräusch aufmerksam, das sie veranlasste sofort anzuhalten….. „mit Entsetzen haben wir über unser Wohn- und Ferienheim Heideruh erfahren, dass Du mit Deinen Kindern nur knapp einem mörderischen Anschlag entkommen bist. Gerade noch vor ein paar Wochen haben wir uns auf dem antifaschistischen Jugendcamp über die bestialische Ermordung von Patricia Wright unterhalten, über die 156 Morde der Faschisten seit dem 3. Oktober 90, jetzt erleben wir hautnah, wie ungemein feige und hinterhältig sie auf dem platten Land auftreten. Wir haben von den Mordanschlägen in und Überfällen in Berlin und Mecklenburg gelesen, und was sich in Tostedt abspielt, erinnert mehr und mehr an das Ende der Weimarer Republik. Ganz übel, was die Presse aus der schlichten Tatsache macht, dass es sich um einen Mordanschlag handelt. Tatsachenfeststellungen der Polizei werden schlicht relativiert, der politische Hintergrund verneint. Die Gehirnwäsche von Innenminister Schünemann scheint über die Nordheide zu wabern. Die geistigen Brandstifter des Neoliberalismus sitzen weit genug weg von den Opfern ihres Handelns. Lass Dich nicht einschüchtern, Aufklärung ist heute wichtiger denn je. Viel Kraft und die notwendige freche Lippe.“

„Hausfriedensbruch“ bei Blohm und Voss

geschrieben von geschäftsführender Vorstand

7. September 2011

Am 23. Oktober haben sich junge Antifaschisten für eine antimilitaristische Aktion in Hamburg mit Blohm+Voss einen geeigne¬ten Ort ausgesucht

Am 23. Oktober haben sich junge Antifaschisten für eine antimilitaristische Aktion in Hamburg mit Blohm+Voss einen geeigne¬ten Ort ausgesucht, denn ein wesentliches Geschäftsfeld der Werft ist die Herstellung von Kriegsgerät. Mit dem Transparent: „Unsere Zukunft ist nicht Krise, Krieg und Barbarei – Klassenkampf statt Weltkrieg – Für die internationale Solidarität!“ an Dock 10 trafen sie es auf dem Punkt. Zwei Weltkriege haben der Werft im Lauf ihrer Geschichte aus wirtschaftlichen Flauten geholfen……..Heute ist Blohm+Voss Teil der ThyssenKrupp Marine Systems, auf deren Werften zwischen 1980 und 2008 über 160 Überwasser-Marineschiffe gebaut wurden. Darunter Fregatten vom Typ „Sachsen“, die der ehemalige Inspekteur der Bundesmarine, Vizeadmiral Wolfgang Nolting, als »eines der modernsten und durchsetzungsfähigsten Seekriegsmittel der Welt« (Soldat und Technik, Dezember 2004). Anfang Mai 2011 begann laut NDR bei Blohm+Voss der Bau der ersten von weiteren vier Fregatten für die Bundeswehr.

Sie sind nun beschuldigt, gemeinsam auf das eingefriedete Werftgelände eingedrungen zu sein, also einen Hausfrieden gebrochen zu haben. Allerdings mutet dieser juristische Begriff im Zusammenhang mit dieser Firma merkwürdig an. Wir sprechen ihnen unsere Solidarität aus. Kein Frieden für die Hersteller von Kriegsgerät!

Krieg oder Frieden, es liegt an uns

geschrieben von Guido Hendrickx

7. September 2011

Ich fordere Euch junge Menschen in Bremen auf, Euch zu äußern, was Euch das Gedenken bedeutet.

….Ich fordere Euch junge Menschen in Bremen auf, Euch zu äußern, was Euch das Gedenken bedeutet. Ich fordere Euch auf, lasst Euch nicht täuschen wenn sie die demokratischen Werte manipulieren, sondern bleibt wachsam angesichts der herrschenden Heuchelei. Ich fordere Euch auf für eine friedliche Welt einzutreten, in einer Zeit, in der wie uns mehr und mehr Sorgen machen müssen wegen der wachsenden Spannungen um kostbarer werdende Energie, Wasser, Nahrungsmittel und Grundstoffe. Ich rufe Euch auf, die Kategorien Freund und Feind zu verlassen und Euch mit aller Kraft auf die positiven Entwicklungen weltweit zu konzentrieren, selbst wenn das Zeit braucht. Das heutige Europa ist nach zwei schrecklichen Kriegen doch selbst Vorbild für solche Entwicklungen. Das Wichtigste ist doch, dafür einzutreten und zu sehen, dass es sich zum Guten wendet. Krieg oder Frieden, es liegt an uns. Auf dieser Welt dreht es sich nach wie vor um Machterhalt, den Besitz von Waffen und Vernichtungspotential. Dennoch entwickelt sich alles hin zu mehr Gleichwertigkeit und Achtung. Haltet daran fest und gebt nicht auf, auch wenn es schwer fällt. Es stimmt, dass belgische Jugendliche auf diese Weise recht gute Ergebnisse damit erzielt haben. Über 80 von ihnen gingen auf Spurensuche und forschten nach den letzten Zeitzeugen. Daraus entstand ein lebendiges Buch…

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