Drei Stolpersteine in der Hermannstraße 101

geschrieben von Herbert Breidbach

11. Juni 2012

Am Morgen des 07. Juni wurden vor dem Haus in der Hermannstraße 101 drei Stolpersteine in den Bürgersteig eingesetzt.

Am Morgen des 07. Juni wurden vor dem Haus in der Hermannstraße 101 drei Stolpersteine in den Bürgersteig eingesetzt. Zur Einweihung dieser kleinen Gedenkstätte hatten sich gut 80 Teilnehmer eingefunden…….Es wurde eine beeindruckende Feier. Zu Beginn sang Willi Schwartz zu seinem Akkordeon ein jüdisches Lied. Dann nannte Frau Dr. Johr von der Landeszentrale für politische Bildung in ihrer Begrüßungsansprache die Namen und einige Daten aus dem Leben der einstigen Bewohner dieses Hauses: Netti Ginsberg, geb. Rosenblum, Walter Ginsberg und Toni, Tochter der Beiden…….. Im Zusammenhang mit der kurzen Schilderung des Geschehens in der Reichspogromnacht vom 09. auf den 10. November 1938 Das Erinnern und Gedenken an diese schreckliche Zeit und ihre Opfer wurde nach 1945 von den politischen Führungskräften lange vernachlässigt, ja bewusst verdrängt….. Nie wieder, was damals geschah, das erfordert: Kampf dem Faschismus von heute.“

„… dass du weißt, was hier passiert ist“ Medizinische Experimente im KZ Neuengamme und die Morde am Bullenhuser Damm

geschrieben von Raimund Gaebelein

11. Juni 2012

Dank Günter Schwarberg und Fritz Bringmann wissen Angehörige der 20 jüdischen Kinder, die am 20. April 1945 zusammen mit ihren Ärzten und Pflegern und mit 24 russischen Häftlingen im Keller der Schule am Bullenhuser Damm ermordet wurden, ein wenig von ihrem Schicksa

Dank Günter Schwarberg und Fritz Bringmann wissen Angehörige der 20 jüdischen Kinder, die am 20. April 1945 zusammen mit ihren Ärzten und Pflegern und mit 24 russischen Häftlingen im Keller der Schule am Bullenhuser Damm ermordet wurden, ein wenig von ihrem Schicksal. Iris Groschek und Kristina Vagt haben nun in ihren Recherchen weitere Einzelheiten herausgefunden. Das von der Edition Temmen liebevoll gestaltete Buch stellt auf leicht lesbare Weise neue Forschungsergebnisse dar und zeichnet den mühsamen Weg zur heutigen Gedenkstätte am Bullenhuser Damm nach. Ausführlich werden die Biographien der Opfer und ihrer Angehörigen vorgestellt, die Suche nach den Tätern und der juristische Umgang mit ihnen. Es wird ergänzt durch einen hilfreichen Anmerkungsteil und ein gutes Literatur- und Namensregister. Auch im KZ Neuengamme führten Mediziner und Chemiker Menschenversuche durch. Die Behandlung mit Sulfonamiten gegen Fleckfieber erwies sich im Winter 1941/42 als wirkungslos. Von Sommer 1944 an wurde KZ-Häftlingen in einer abgeschotteten Krankenbaracke mit chemischen Kampfstoffen verseuchtes Wasser verabreicht und nachdem sich erste Symptome zeigten gereinigtes Wasser. Dr. Alfred Trzebinski ließ Ende November 1944 20 jüdische Kinder aus Auschwitz kommen, denen er Tuberkulosebakterien einspritzte. Ab Februar 45 wurde verstärkt mit Stickstofflost experimentiert. Frauen wurden in Luftschutzräume gesperrt, um die Wirkung erhöhter Kohlenmonoxydzufuhr zu testen. Wegen zunehmender Bombardierungen wollte die SS KZ-Häftlinge näher an die Produktionsstätten bringen. In einem Teil der Schule am Bullenhuser Damm wurden Ende November 1944 zunächst 50 KZ-Häftlinge zum Trümmerräumen und zum Herstellen von Hohlsteinen eingesetzt. 592 waren es am 29. März 1945 laut Aussagen des Trzebinskis. Am 11. April 1945 wurden die skandinavischen Häftlinge mit den Weißen Bussen des Roten Kreuzes zurück nachhause gebracht. Eine Woche später wurden die verbliebenen polnischen und französischen KZ-Häftlinge des Außenlagers nach Sandbostel transportiert. Wenigstens zwei SS-Wachen blieben zurück und organisierten den Tod der 20 Kinder, ihrer Betreuer und der sowjetischen Häftlinge. Im Curio-Haus-Prozess 1946 machten Lagerkommandant Max Pauly und Dr. Trzebinski widersprüchliche Angaben zum Mordbefehl. Als Entlastungsbeweis wies der KZ-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer in seinem Prozess 1964 in Magdeburg auf Krankenakten und Fotos der Kinder hin, die er auf der Flucht vergraben hatte. 1948 wurde die Schule am Bullenhuser Damm wieder zur Schule. Fritz Bringmann und Hans Schwarz führten italienische und französische Besucher zur Mordstätte. Erst nach jahrelangen Anstrengungen wurde 1963 eine erste Gedenktafel enthüllt. Angeregt von Fritz Bringmanns Buch über die Kinder vom Bullenhuser Damm forschte Günther Schwarberg mit Suchplakaten der Sternserie im April 1979 europaweit nach Angehörigen, kam in Kontakt mit Dr. Henri Morgenstern, Philippe Kohn, der Tante der Hornemann-Brüder und Familie Zylberberg, ein Trägerverein „Kinder vom Bullenhuser Damm“ wurde gegründet. 1980 konnte im Keller eine Gedenkstätte errichtet, 1994 nach langem Kampf um den Erhalt eine Dauerausstellung eingerichtet werden. Auf Grundlage neurer Forschungen und pädagogischer Ansätze zeigt sie sich seit 2011 in neuem Licht. Beeindruckend sind vor allem manche jugendlichen Kommentare im Gästebuch. Sie zeigen neben Warnungen vor einer Wiederholung Fassungslosigkeit, Zuneigung, Identifizierung, Verlustgefühle für die 20 Kinder, die nicht vergessen sein sollen. Iris Groschek, Kristina Vagt, „… dass du weißt, was hier passiert ist“ Medizinische Experimente im KZ Neuengamme und die Morde am Bullenhuser Damm, 164 S. Edition Temmen, Bremen 2012, 19,90 Euro, ISBN 978-3-8378-2022-5

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Im Swing gegen den Gleichschritt, Die Jugend, der Jazz und die Nazis

geschrieben von Raimund Gaebelein

11. Juni 2012

Aus Liebe zur Musik entwickelten die Swingkids in Hamburg, Frankfurt/Main, Berlin, Düsseldorf, die Schlurfs in Wien, die Potkapi (Haubentaucher) in Prag, die Zazous in Paris, Bordeaux, Rouen, Dijon individuelle Ausdruckformen gegen den Marschtritt.

Aus Liebe zur Musik entwickelten die Swingkids in Hamburg, Frankfurt/Main, Berlin, Düsseldorf, die Schlurfs in Wien, die Potkapi (Haubentaucher) in Prag, die Zazous in Paris, Bordeaux, Rouen, Dijon individuelle Ausdruckformen gegen den Marschtritt. Sie wollten lieber tanzen als marschieren. Wolfgang Beyer und Monica Ladurner sind dieser Subkultur unter Naziherrschaft und deutscher Besatzung nachgegangen. In Hamburg gingen Gymnasiasten und junge Kaufleute in Nadelstreifenanzug, Bowlerhut mit aufgerolltem Regenschirm zu Planten un Blomen, zum Curio-Haus, zum Alsterpavillon, um Musik von Louis Armstrong, Benny Goodman oder Duke Ellington zu hören. Sie gerieten bisweilen mit HJ-Streifen aneinander, denen die Haare zu lang, die Kreppsohlen zu laut, die Musik zu englisch waren. Im besetzten Wien waren die Schlurfs eher Arbeiter oder Lehrlinge, ihre Musik, Haartracht und Kleidung entsprachen amerikanischen oder englischen Vorbildern. Ihre Mädchen waren geschminkt und lackierten sich die Fingernägel, was immer wieder zu Pöbeleien führte. Soweit möglich versuchten sie in Tanzschulen ihre Musik zu hören und zu tanzen. Bis Ende 1941 verstärkten die Behörden die Repressionen gegen sogenannte entartete Musik. Swing war populär, hatte Einzug gehalten in die europäischen Großstädte. Idol der Pariser Zazous war Django Reinhardt, der unter deutscher Besatzung einen gewissen Schutz vor Verfolgungen durch die französischen Behörden genoss. Natürlich mussten die Musikstücke abgewandelte Namen bekommen, aus dem beliebten Tiger Rag wurde Tigerzorn, aus dem St. Louis Blues das Elend von St. Louis. Während der Olympiade 1936 in Berlin konnte die Jugend auf der Treppe Originalswing verfolgen. Um den Tiger Rag oder den St. Louis Blues zu hören, bauten sich handwerklich geschickte Jugendliche eigne tragbare Grammophone, auf denen sie im Park mit Freunden Schellackplatten hörten, die sie sich über Soldaten aus dem besetzten Paris oder Kopenhagen besorgten.

Als es mit den anfänglichen Kriegserfolgen Ende 1941 zu Ende ging, verstärkte sich die zunächst individuelle Unterdrückung persönlichen Lebensstils in systematische Verfolgung. Verstärkt fanden Hausdurchsuchungen, Razzien in Vergnügungsstätten und Parks statt, Himmler beauftragte Reinhardt Heydrich, Jugendliche in KZ oder Arbeitserziehungslager zu überführen. Die meisten Jugendlichen waren nicht politisch, sie wollten einfach etwas vom Leben gehabt haben, während um sie herum die Bomben fielen und die Todesrate unter den Soldaten stieg. Die verstärkte Verfolgung trieb sie dazu, sich mit anderen Verfolgten zu solidarisieren. Coco Schuhmanns Cousin Heinz Rothholz und seine Freunde gehörten in Berlin zur Widerstandsgruppe um Herbert Baum, die nach einem Brandanschlag auf Goebbels hetzerische Ausstellung „Sowjetparadies“ verhaftet wurde und unter dem Fallbeil starb. Coco Schuhmann musste ins KZ Theresienstadt. Dort war er mit dem Prager Tangostar Fritz Weiss bei den „Ghetto-Swingers“ im Nazi-Propagandafilm „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“. Coco Schuhmann überlebte Auschwitz-Birkenau, Fritz Weiss starb in der Gaskammer. Hamburger Swing-Fans suchten den Kontakt zur Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und verfassten Flugblätter. Günter Discher, der lange Jahre Jazzplatten aus dem besetzten Ausland an Gastwirte in St. Pauli verkaufte, wurde 1943 nach drei Monaten Gestapo-Verhör in Ketten ins Jugend KZ Moringen gebracht.

Wolfgang Beyer, Monica Ladurner, Im Swing gegen den Gleichschritt. Die Jugend, der Jazz und die Nazis, 241 Seiten, 21,90 Euro, Residenz Verlag St. Pölten/Salzburg, ISBN 978-3-7017-3218-0 Das Buch enthält ein ausgezeichnetes Glossar, kommentierte Auswahlbiographie, gutes Personenregister

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Konzert von ECHOS of SWING

7. Juni 2012

zur Erinnerung an die Verfolgung der Swing-Jugend während des Faschismus in Deutschland

08.06.2012

Konzert von ECHOS of SWING

zur Erinnerung an die Verfolgung der Swing-Jugend während des Faschismus in Deutschland

Eine Veranstaltung vom Kulturforum Speicher XI in Erinnerung an die Verfolgung der Swing-Jugend während des dritten Reiches.

Freitag, 08. Juni 2012, 20 Uhr

Sendesaal Bremen, Bürgermeister-Spitta-Allee 45 28329 Bremen

Echoes of Swing belebt in neuen, heiteren Arrangements mit herausragender melodisch-swingender Solistik eine nahezu in Vergessenheit geratene Spielweise kleiner Jazz-Formationen“, urteilt die Jury des „Swinging Hamburg-Jazz Award“.

Eine Veranstaltung vom Kulturforum Speicher XI in Erinnerung an die Verfolgung der Swing-Jugend während des dritten Reiches. Eintritt: 20 Euro / erm. 15 Euro

Freitag, 08. Juni 2012, 20 Uhr Sendesaal Bremen, Bürgermeister-Spitta-Allee 45 28329 Bremen Echoes of Swing belebt in neuen, heiteren Arrangements mit herausragender melodisch-swingender Solistik eine nahezu in Vergessenheit geratene Spielweise kleiner Jazz-Formationen“, urteilt die Jury des „Swinging Hamburg-Jazz Award“. Eine Veranstaltung vom Kulturforum Speicher XI in Erinnerung an die Verfolgung der Swing-Jugend während des dritten Reiches. Eintritt: 20 Euro / erm. 15 Euro

Naziaufmarsch stoppen!

1. Juni 2012

Internationale Solidarität statt völkischen Wahns!

02.06.2012

Naziaufmarsch stoppen!

Internationale Solidarität statt völkischen Wahns!

Für Samstag, den 02. Juni 2012 planen Nazis einen überregionalen Aufmarsch durch Hamburgs Innenstadt unter dem volksverhetzenden Motto „Tag der deutschen Zukunft — Unser Signal gegen Überfrem¬dung“. Sie wollen damit ihre menschenfeindliche, rassistische und auf Ausgrenzung basierende Politik öffentlich darstellen. Ihre neofaschistischen Positio¬nen und Auftritte sollen zur Normalität werden. Am 27. Juni 2001 wurde der Kaufmann Süleyman Tasköprü in Hamburg-Bahrenfeld durch den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordet. Die Veran¬stalterinnen dieses Aufmarsches rekrutieren sich aus dem Teil der Faschistenszene, aus deren Reihen sich u.a. der NSU bildete und unterstützt wurde: Kame¬radschaften, autonome Nationalisten und NPD.

Samstag, 02. Juni 2012, 09:30 Uhr

Gerhart-Hauptmann-Platz Hamburg

Keine Zukunft den Faschisten!

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts ruft deshalb für den 02. Juni 2012 zu einem breiten Widerstand ge¬gen die Faschisten und jede rassistische Stimmungs¬mache auf. Wir werden es nicht zulassen, dass sie ihre Hetze ungestört verbreiten können. Wir rufen alle Menschen dazu auf, den Nazis nicht die Straße zu überlassen und sich mit vielfältigen Formen des Protestes z.B. Kundgebungen, Demonstrationen, Blockaden gegen diesen Aufmarsch zu beteiligen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Aufmarsch zu verhindern. Am i. Mai 2008 haben wir schon einmal erfolgreich den Nazis Paroli geboten.

Samstag, 02. Juni 2012, 09:30 Uhr Gerhart-Hauptmann-Platz Hamburg Keine Zukunft den Faschisten! Das Hamburger Bündnis gegen Rechts ruft deshalb für den 02. Juni 2012 zu einem breiten Widerstand ge¬gen die Faschisten und jede rassistische Stimmungs¬mache auf. Wir werden es nicht zulassen, dass sie ihre Hetze ungestört verbreiten können. Wir rufen alle Menschen dazu auf, den Nazis nicht die Straße zu überlassen und sich mit vielfältigen Formen des Protestes z.B. Kundgebungen, Demonstrationen, Blockaden gegen diesen Aufmarsch zu beteiligen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Aufmarsch zu verhindern. Am i. Mai 2008 haben wir schon einmal erfolgreich den Nazis Paroli geboten.

Wie steht es mit dem NPD-Verbot?

geschrieben von Herbert Breidbach

13. Mai 2012

Noch im März hieß es: „Bundesinnenminister Friedrichs und seine Amtskollegen aus den CDU-geführten Ländern haben ihren Widerstand gegen ein neues NPD-Verbotsverfahren aufgegeben.

Doch schon im April heißt es: „Politiker rücken von NPD-Verbot ab.“ ….Ich halte beide „Begründungen“ für falsch. Sie drehen sich nur um Terrorakte und den Nachweis, dass die NPD dahinter steckt. Natürlich ist das für ein Verbotsverfahren wichtig. Es geht aber um mehr. Es geht darum, dass Ideologie und Politik der NPD und ihres neonazistischen Anhangs, die von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Leugnung der Verbrechen des Hitler-Faschismus geprägt ist, zutiefst im Widerspruch zu unserer, im Grundgesetz verankerten, Rechtsordnung steht…. Dabei geht es diesmal verstärkt darum, möglichst viele Menschen, Initiativen und Organisationen dafür zu gewinnen, sich an die verantwortlichen Politiker zu wenden, endlich das NPD-Verbotsverfahren konsequent vorzubereiten und einzuleiten…..

Eine gute Tradition

geschrieben von Erika Klantz

13. Mai 2012

Zum dritten Mal fand die inzwischen schon traditionelle Veranstaltung zum Tag der Befreiung am 06. Mai auf der Bahrs Plate statt. Gerd Rolf Rosenberger

Zum 75. Jahrestag erinnerte er an die Bombardierung Guernicas durch die deutsche Luftwaffe und wies auf die heutigen und möglichen Kriege hin…..Ulrich Stuwe:“Feindschaft gegen sozial fortschrittliche Bewegungen und Demokratisierung der Wirtschaft, Militarismus, Nationalismus, Sexismus, Rassismus in allen seinen Spielarten in allen Parteien und Schichten bekämpft werden müsse.“…Ingo Schumann:“heute würde z. B. im Bezug auf den Bunker Valentin zu viel über Technik erzählt.“ Er rief auf um historische Deutungen zu kämpfen….Cornelia Barth.“Wir müssten unsere Vernetzung weiter verstärken um erfolgreich zu sein.“…Heiner Rosebrock:“kündigte einen Putztag für den 25. Mai an.“…Anschließend dankte Gerd Rolf Rosenberger Wiltrud Ahlers für ihre Stolpersteinarbeit…Sigi Schönfeldt:“Der Weiterbetrieb des Tanklagers für militärische Zwecke u. a. die mutmaßliche Betankung von Flugzeugen der US-Luftwaffe mit Treibstoff aus Farge während des Irak-Kriegs rechtfertige die Einordnung als Rüstungsbetrieb.“… Heinz Büscher:“dass es den Westalliierten bei der Befreiung mehr darum gegangen sei das kapitalistische System zu bewahren“..Was dies für persönliche Auswüchse gehabt hatte, erläutert Heinz Büscher anhand der Biographie Mikis Theodorakis

Wir gedenken

geschrieben von Raimund Gaebelein

13. Mai 2012

Nach langem Leiden verstarb am 27. Februar unser Ehrenmitglied René Thirion

Bis zum Schluss hoffte er die Krankheit zu überstehen. Seine Witwe Josée übermittelte uns Ende März René Thirions letzte Grüße, in denen er seine Freundschaft und großen Respekt gegenüber der Bremer Landesvereinigung zum Ausdruck brachte. September 1943 war er Zwangsarbeiter im stark bombardierten Essen. René Thirion nutzte seinen Urlaub um im Widerstand unterzutauchen. Aufgrund von Verrat wurde er am 16.06.44 verhaftet und ins KZ Neuengamme verschleppt. Am 6.09.44 kam er ins KZ-Außenkommando Blumenthal, am 15.01.45 ins Lager Schützenhof. In einem Interview für Katinka Schröders Film „Die leeren Gräber von Meensel-Kiezegem“ beschreibt er seinen Leidensweg und die Reaktion der Bremer Bevölkerung. Auf dem Weg zum Lager wurden die KZ-Häftlinge beschimpft und geschlagen. Auf der A.G. Weser sollten sie U-Boot-Teile fertigen, während der Bombardierungen in den letzten Tagen vor dem Todesmarsch den Lagerzaun reparieren. Über Blumenthal, Farge, Hagen, Horst und Barkel wurden die KZ-Häftlinge am 7.04.45 nach Bremervörde getrieben, von dort mit einem Zug nach Winsen/Luhe gebracht. Am 15.04.45 kamen sie in Neuengamme an. Mit Tausenden weiterer Häftlinge ging es weiter zur Lübecker Bucht. Auf hoher See wurden René Thirion und Jean-Marie Vanden Eynde mit 2000 weiterer KZ-Häftlinge in der Nacht zum 3.05.45 von der Arcona auf die Athen umgeladen. Die sollte in Neustadt/Holstein weitere KZ-Häftlinge anderer Todesmärsche aufnehmen. So entgingen sie nur ganz knapp der Bombardierung der Schiffe.

An die empörten Bürger Griechenlands und Europas (12.02.2012)

geschrieben von Mikis Theodorakis

13. Mai 2012

Glauben Sie Ihren Regierungen nicht, wenn sie behaupten, dass euer Geld dazu dient, Griechenland zu helfen.

Ihre Programme “Rettung von Griechenland” helfen nur den ausländische Banken, und gerade denjenigen, die mittels Politikern und Regierungen in ihrem Sold, das politische Modell aufgezwungen haben, das zur aktuellen Krise geführt hat… ……Die Demokratie wurde in Athen geboren, als Solon die Schulden der Armen gegenüber den Reichen stornierte……. Lasst uns zusammen ein neues Europa bauen; ein demokratisches, wohlhabendes, friedliches, das seiner Geschichte, seinen Kämpfen und seines Geistes würdig ist. Widerstehen Sie dem Totalitarismus der Märkte, die drohen, Europa zu zerschlagen und in eine Drittwelt zu verwandeln, die die europäischen Nationen gegeneinander aufwiegeln und unsern Kontinent zerstören, indem sie die Rückkehr des Faschismus fördern.

Heideruh gesichert

geschrieben von Raimund Gaebelein

13. Mai 2012

Heideruh scheint jetzt in seinem Bestand gesichert.

Andenken an alle Opfer des Faschismus, Weitergabe ihres Vermächtnisses an eine jüngere Generation, Völkerverständigung in internationaler Gesinnung sind die wesentlichen Zielsetzungen…..Mit der Verleihung des Hans-Frankenthal-Preises wurde im vergangenen Jahr ein Schritt nach außen getan. Erstmals ist die Stadt Buchholz bereit, das Wirken Heideruhs am Gedenktag für die Opfer des Faschismus 2013 zu würdigen….Der Vorstand hofft, dass Bea Trampenau und Birgit Gärtner dann über den Spätherbst hinaus verlängert werden können.Beide tragen maßgeblich dazu bei, dass Heideruh weiterlebt….. Zum Sommerfest in Heideruh am 28. Juli sollen erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Erforschung der Geschichte Heideruhs vorgestellt werden.

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