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Landesmitgliederversammlung

19. März 2010

20.03.2010

Landesmitgliederversammlung

Samstag, 20. März 2010, 15:00 Uhr

in den Räumen von Use Akschen im Lichthaus in Bremen-Gröpelingen

Thema Begriffsklärung Faschismus – Rechtsextremismus – Rechtspopulismus

Samstag, 20. März 2010, 15:00 Uhr in den Räumen von Use Akschen im Lichthaus in Bremen-Gröpelingen Thema Begriffsklärung Faschismus – Rechtsextremismus – Rechtspopulismus

„Er tanzte das Leben“

16. März 2010

17.03.2010

Filmvorstellung mit dem Regisseur Kuno Kruse

„Er tanzte das Leben“

Der Dokumentarfilm „Er tanzte das Leben“ porträtiert den jüdischen Tänzer Sylvin Rubinstein. Kuno Kruse begleitete Sylvin auf einer Reise in die Vergangenheit: Im 2. Weltkrieg wird Sylvin als Widerstandskämpfer mit den schlimmsten Widrigkeiten des Lebens konfrontiert. Seine Mutter und Schwester werden durch Nazis ermordet. Nach dieser Schreckenszeit wird er, als Frau verkleidet, ein Flamencostar der fünfziger Jahre. Zu ehren seiner Schwester nennt er sich Dolores.

Mittwoch, 17. März 2010, 20 Uhr

Infoladen Bremen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

Mittwoch, 17. März 2010, 20 Uhr Infoladen Bremen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

Info-Tisch am 13.03.2010, 11-13 Uhr, am Brill in Bremen

12. März 2010

Um 12 Uhr herum wollen wir eine Grußbotschaft nach Dessau funken.“

13.03.2010

Info-Tisch am 13.03.2010, 11-13 Uhr, am Brill in Bremen

Um 12 Uhr herum wollen wir eine Grußbotschaft nach Dessau funken.“

Samstag, 13. März 2010, 11:00 Uhr

Am Brill- Bremen

Neben dem mittlerweile bekannten „Trauermarsch“ in Dresden gibt es über das Jahr verteilt dutzende Naziaufmärsche bundesweit. Es ist uns ein Anliegen, nicht nur vor der eigenen Haustür (Bremer Nazitreffpunkt „Sportsfreund“) zu kehren, sondern auch zu überregionalen rechtsextremistischen Vorgängen zu informieren. Da es die Bremer Medien nicht für notwendig halten, über den geplanten, mehrere hundert Personen starken Naziaufmarsch in Dessau im Vorfeld zu berichten, möchten wir Dir einige Informationen hierzu mitgeben.

Am 13.03.2010 wollen in Dessau die „Freien Nationalisten Dessau und Anhalt-Bitterfeld“ sowie andere Nazis und Rechtskonservative einen „Trauermarsch“ anlässlich des 65. Jahrestages der Bombardierung Dessaus während des Zweiten Weltkrieges durchführen und versuchen an diesem Aufhänger nationalistische Geschichtsverdrehung für ihre Zwecke zu betreiben. Neben dem gruppen- und parteiübergreifenden „Kameradschaftsgefühl“, welches ein solcher Marsch vermitteln soll, und der gewünschten Ausstrahlung von Stärke, Entschlossenheit und Präsenz, geht es auch um das Benutzen eines emotional aufgeladenen Themas für rechtsextremistische Propagandazwecke. Uns geht es nicht darum, einem Menschen, der persönlichen Verlust erlitten hat, das Trauern zu verbieten, sondern an die Ereignisse zu erinnern, die zur Bombardierung geführt haben. Der Angriff auf Dessau fällt geschichtlich betrachtet in die Endphase der menschenverachtenden und mörderischen Herrschaft des „Dritten Reiches“ und dessen Bekämpfung und ist nicht, wie von den (Neo-)Nazis gerne behauptet wird, ein alleinstehendes Vorkommnis. So war die ehemalige „Gauhauptstadt“ seit den 20er Jahren eine ideologische Hochburg der nationalsozialistische Bewegung und später größter Produktionsstandort für das Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B, mit dem in den deutschen Tötungsfabriken Millionen Menschen ermordet wurden.

Samstag, 13. März 2010, 11:00 Uhr Am Brill- Bremen Neben dem mittlerweile bekannten „Trauermarsch“ in Dresden gibt es über das Jahr verteilt dutzende Naziaufmärsche bundesweit. Es ist uns ein Anliegen, nicht nur vor der eigenen Haustür (Bremer Nazitreffpunkt „Sportsfreund“) zu kehren, sondern auch zu überregionalen rechtsextremistischen Vorgängen zu informieren. Da es die Bremer Medien nicht für notwendig halten, über den geplanten, mehrere hundert Personen starken Naziaufmarsch in Dessau im Vorfeld zu berichten, möchten wir Dir einige Informationen hierzu mitgeben. Am 13.03.2010 wollen in Dessau die „Freien Nationalisten Dessau und Anhalt-Bitterfeld“ sowie andere Nazis und Rechtskonservative einen „Trauermarsch“ anlässlich des 65. Jahrestages der Bombardierung Dessaus während des Zweiten Weltkrieges durchführen und versuchen an diesem Aufhänger nationalistische Geschichtsverdrehung für ihre Zwecke zu betreiben. Neben dem gruppen- und parteiübergreifenden „Kameradschaftsgefühl“, welches ein solcher Marsch vermitteln soll, und der gewünschten Ausstrahlung von Stärke, Entschlossenheit und Präsenz, geht es auch um das Benutzen eines emotional aufgeladenen Themas für rechtsextremistische Propagandazwecke. Uns geht es nicht darum, einem Menschen, der persönlichen Verlust erlitten hat, das Trauern zu verbieten, sondern an die Ereignisse zu erinnern, die zur Bombardierung geführt haben. Der Angriff auf Dessau fällt geschichtlich betrachtet in die Endphase der menschenverachtenden und mörderischen Herrschaft des „Dritten Reiches“ und dessen Bekämpfung und ist nicht, wie von den (Neo-)Nazis gerne behauptet wird, ein alleinstehendes Vorkommnis. So war die ehemalige „Gauhauptstadt“ seit den 20er Jahren eine ideologische Hochburg der nationalsozialistische Bewegung und später größter Produktionsstandort für das Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B, mit dem in den deutschen Tötungsfabriken Millionen Menschen ermordet wurden.

Völkische Demagogie

geschrieben von Raimund Gaebelein

8. März 2010

Vor interessiertem Publikum legte Ulla Jelpke am 18. Februar in der Villa Ichon

nur wenige Tage nach dem gelungenen Abblocken des Naziaufmarschs in Dresden dar, wes Geistes Kind die selbsternannten Volksretter sind. Sie skizzierte die Änderungen im Stil und Auftreten der NPD nach der Übernahme des Vorsitzes durch Udo Voigt. Die Spaltung gelingt der NPD und anderen faschistischen Parteien nur dort, wo ihnen keine starke Linke entgegentritt.

Eine engagierte Diskussion

geschrieben von Raimund Gaebelein/Hartmut Büchsel

8. März 2010

Positiv bewertet wurde allgemein die diesjährige Nordkonferenz am 27./28. Februar in Heideruh.

Bernd Meimberg spann den Roten Faden durch die Entwicklung der globalen Friedensfrage nach Beendigung des Kalten Krieges. Die EU-Osterweiterung sollte Hand in Hand mit einer Vergrößerung der NATO über die Ukraine bis in den Kaukasus betrieben werden. Die Anordnung des Luftangriffs auf Zivilisten an den Tankwagen bei Kundus ist nun ein Versuch gewesen, die Begrenzung des Artikels 26 zu sprengen und die direkte Einflussnahme deutscher Interessen stärker zur Geltung zu bringen. Eingebettet in die friedenspolitischen Themen der Nordkonferenz war ein Workshop zum Thema „Rechte Musik“. Der Referent war Christian Waclawczyk aus Berlin, Das Publikum im Alter von 16-96 Jahren füllte die Kantine von Heideruh bis auf den letzten Platz. Ausgehend von diesen Leitfragen verdeutlichte W., dass die neofaschistischen Musiker ihre Musik und die unterlegten Texte sowohl für die Straße als auch für den „Nadelstreifenanzugträger“ erstellen. Eine wesentliche Rolle spielt auch das Nazi-Frauenbild, das der Referent am Beispiel von Texten Rennickes, aber auch Annett Moecks aufzeigte. Die versammelten AntifaschistInnen sorgten für eine engagierte Diskussion. Die andere Seite globaler Kriegseinsätze der Bundeswehr beleuchtete Ulrich Sander am Sonntag Die Ausweitung der Einsatzgebiete wurde mit den Notstandsgesetzen auf den Spannungs- und Verteidigungsfall erweitert. Am Grundgesetz vorbei wird nun die Bundeswehr in Afghanistan zur Einsatzleitung für die Aktivitäten humanitärer Gruppen. In der Bundesrepublik sind Oberbürgermeister und Landräte gehalten, ihre Verwaltung, Technisches Hilfswerk, Sanitätsdienste, Feuerwehr bei Großereignissen mit den Möglichkeit der Bundeswehr abzugleichen

Die Tasche

geschrieben von Marion Bonk

8. März 2010

Roman von Martin Grotjahn

…..heißt das Romandebüt des Bremer Autors und Sozialwissenschaftlers Martin Grotjahn, der viele Jahre in gemeinnützigen Organisationen in Bremen und Hamburg gearbeitet hat. In Zeitsprüngen beschreibt das Buch, wie es dem Juden Joseph Kohn und seiner Nichte Rebekka gelingt sich gegen die Verfolgung durch die Nazis zur Wehr setzen, zu fliehen und sich in Hongkong eine neue Zukunft auf zu bauen, wie es dem Kommandanten von Auschwitz gelingt sich noch vor Ende des Krieges abzusetzen und jahrelang als Nutznießer jüdischen Vermögens unerkannt in der Schweiz zu leben. Einem Rechtsanwalt, der mit zunehmendem Alter seiner Arbeit immer überdrüssiger wird, fällt durch Fund eines alten Tresors im Bombenkeller des früheren elterlichen Wohngebäudes die Tasche Joseph Kohns und somit sein Vermächtnis in die Hände. In mühseliger Kleinarbeit gelingt es ihm die verstreuten Spuren der Familie Kohn zu finden, um den leiblichen Erben des beträchtlichen Kohnschen Vermögens zu ihrem Recht zu verhelfen. Ein Roman, der trotz oder grade wegen seiner Zeitsprünge nie langweilig wird. Ich konnte es kaum erwarten ans Ende zu kommen. War öfters versucht, einfach hinten ein wenig weiter zu lesen, habe es dann aber doch gelassen und gewartet, bis ich an Ende des 320-seitigen Romans kam. Wer sich mal wieder ein paar unterhaltsame und trotzdem zeitkritische Lesestunden gönnen möchte, dem kann ich diesen Roman nur empfehlen. Die Tasche von Martin Grotjahn erschienen bei tomEICKHORST 320 Seiten ISBN 978-3-9812936-0-9 Preis 19,90 €

20100309_1_020212170-die-tasche

In deutschem Gewahrsam

geschrieben von Hartmut Stinton

8. März 2010

Bilder und Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener

Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion wurden im Faschismus noch übler als die aus allen anderen Staaten behandelt und, so sie überlebten, in ihrer Heimat als mutmaßliche Kollaborateure lebenslänglich weiter diskriminiert. Erhielten noch lebende ehemalige Zwangsarbeiter, wenn auch viel zu spät und zu wenig, vor einigen Jahren Entschädigungen, sind Kriegsgefangene hiervon explizit ausgeschlossen

Nordkonferenz

25. Februar 2010

26.-28. Februar 2010 im Wohn- und Ferienheim Heideruh in Buchholz/Seppensen

26.02.2010

Nordkonferenz

26.-28. Februar 2010 im Wohn- und Ferienheim Heideruh in Buchholz/Seppensen

Freitag, 26. Februar 2010, Samstag 9:30 Uhr

Heideruh

Beginn: Samstag, 27.2. um 9.30 h • Wiederauferstehung des deutschen Militarismus, (Ulrich Sander, Bundessprecher, Dortmund) • Workshop Rechte Musik, Inhalte, Umgang in der Bildung (Christian Waclawczyk, Berlin) • Frieden – jetzt erst recht (Bernd Meimberg, Sirksfelde) Kosten: Fr-So 90 €, Sa/So 60 €, Sa 13 € zuzüglich Fahrtkostenanteil, Um es bedürftigen KameradInnen zu ermöglichen auch an der Nordkonferenz teilzunehmen, bitten wir um Spenden Anmeldung bis 5.2. erbeten im Büro unter 382914 oder bei Marion unter 015206542257

Freitag, 26. Februar 2010, Samstag 9:30 Uhr Heideruh Beginn: Samstag, 27.2. um 9.30 h • Wiederauferstehung des deutschen Militarismus, (Ulrich Sander, Bundessprecher, Dortmund) • Workshop Rechte Musik, Inhalte, Umgang in der Bildung (Christian Waclawczyk, Berlin) • Frieden – jetzt erst recht (Bernd Meimberg, Sirksfelde) Kosten: Fr-So 90 €, Sa/So 60 €, Sa 13 € zuzüglich Fahrtkostenanteil, Um es bedürftigen KameradInnen zu ermöglichen auch an der Nordkonferenz teilzunehmen, bitten wir um Spenden Anmeldung bis 5.2. erbeten im Büro unter 382914 oder bei Marion unter 015206542257

Neue Nazis? Völkische Demagogie und soziales Feindbild

17. Februar 2010

Vortrag von Ulla Jelpke, Mitglied des Deutschen Bundestages

18.02.2010

MASCH Veranstaltung

Neue Nazis? Völkische Demagogie und soziales Feindbild

Vortrag von Ulla Jelpke, Mitglied des Deutschen Bundestages

Das öffentliche Erscheinungsbild der Neofaschisten hat sich verändert. Sie treten immer weniger als glatzköpfige Gewalttäter in Erscheinung. Sie versuchen oft, sich als die guten Kumpel von Nebenan zu geben und kommen mit sozialen Forderungen daher. Was ist von dieser Entwicklung zu halten? Was wollen sie wirklich? Und ist überhaupt wirklich etwas neu an dieser Entwicklung? Und wen schützen und wen bekämpfen sie in Wirklichkeit?

Donnerstag, 18. Februar 2010, 20 Uhr

Villa Ichon, Goetheplatz 4

Donnerstag, 18. Februar 2010, 20 Uhr Villa Ichon, Goetheplatz 4

Gedenkveranstaltung

6. Februar 2010

Anschließend Kulturprogramm im Westend 12 Uhr

07.02.2010

Zum Gedenken an die Bremer Räterepublik

Gedenkveranstaltung

Anschließend Kulturprogramm im Westend 12 Uhr

Es sprechen:

Dr. Winfried Wolf Politologe, Autor Frauke Dietrichs Studentische Aktivistin Wanja Lange Jugendverband Rebell Marlene Stanschus DGB-Jugend

Sonntag, 07. Februar 2010, 11:00 Uhr

Waller Friedhof

Es laden ein: Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD/Ortsgruppe Bremen, Bildungsvereinigung SALZ, Bremer Antikapitalisti¬sche Linke (BAL), Bremer Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“, DIE LINKE. Landesverband Bremen, Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Bremen, DKP Bremen-Nord, Deutscher Gewerkschaftsbund Bremen (DGB), DGB-Jugend Bremen, Initiative Bremer Montagsdemo, Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg, Fraktion DIE LINKE in der Bremer Bürgerschaft, Marxistische Abendschule (MASCH), Marxistisch-Leninistische Partei Deutschland (MLPD), Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Bremen, Solidarische Hilfe e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Bremen

Am 04. Februar 2010 jährt sich zum 91. Mal die Niederschlagung der Bremer Räterepublik. Die Herrschaft des Arbeiter- und Soldatenrates in der Revolution von 1918/19 und die Existenz der „Sozialistischen Republik Bremen“ vom 10. Januar bis zum 04. Februar 1919 gehören zur demokratischen Tradition unserer Stadt. Der Kieler Matrosen¬aufstand, der die deutsche Revolution im November 1918 einleitete, bildete auch in Bremen den Auslöser für den Sturz der alten Ord¬nung. Am 06. November gab der Un¬ab¬hängige So¬zial¬demokrat Adam Frasunkiewiecz vom Balkon des Rathau¬ses bekannt, dass ein Arbeiter- und Solda¬ten¬rat gebildet wird. Doch anders als in Bremen, wo die Linke die Mehrheit in der Arbeiter¬be¬we¬gung hat¬te, kam die Revolution in Berlin und im Reich bald ins Stocken. Die Führung der Mehrheitssozialdemokratie unter Ebert und Scheidemann und die Spitzen der Ge¬werkschaften wollten eine Entwicklung wie nach der russischen Oktoberrevolution verhindern und orientierten auf die Errichtung einer bürgerlich-demokratischen, par¬lamentarischen Republik. Sie setzten statt der Errichtung einer Räte¬herrschaft der Arbeiterschaft die Wahlen zu einer National¬versammlung durch, ließen die alten Ge¬walten in der Wirtschaft, Staatsapparat und Justiz und Armee ihre Macht und be¬kämpften eine wei¬tere Umwälzung auch mit Waffenge¬walt, indem sie mit Frei¬korps unter kaiserli¬chen Offizieren ge¬gen USPD und Spartakus vorgingen. Den von Noske ge¬führten konterrevolu¬tionären Truppen fielen im Januar 1919 Hunderte von Sozia¬listen zum Opfer, unter ihnen auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Um diese Entwick¬lung in Bremen zu verhindern und die angestrebte sozialistische Demokratie zu erreichen, proklamierte der Aktionsausschuss nach einer großen Demonstration der Bremer Arbeiter und Arbeiterinnen am 10. Januar 1919 die „Sozialistische Republik Bremen“ und ein Rat von Volksbeauftragten aus USPD- und KPD-Mitgliedern (u.a. Dannat, Henke, Knief) übernahm die Verwaltung der Stadt. Die Räteregierung nahm eine Reihe sozialer Reformen in Angriff (siehe Rückseite). Die Banken weigerten sich, der neuen Regierung Geld für Löhne und Gehälter aus¬zuzahlen. Vor allem aber hatte die Ebert-Regierung in Berlin – auch auf Bitten der Abgesandten der Bremer Kaufmannschaft – beschlossen, in Bremen wieder „Ruhe und Ordnung“ herzustellen. Am 25. Januar befahl Noske der Freiwilligen-Division Gerstenberg, der sich ein aus bremischen Bürgersöhnen gebildeten Freikorps unter Oberst Caspari anschloss, den Angriff auf Bremen. Der begann am 04. Februar mit über 3000 Soldaten, Kanonen und Panzerautos. Nach heftiger Gegenwehr mussten die Arbeiter den Kampf einstellen, 29 Ver¬teidiger der Räterepublik waren gefallen. So endete auch in Bremen der Versuch, Demokratie und Sozialismus durchzu¬setzen.

Wir gedenken der gefallenen Verteidiger der Bremer Räterepublik und wir fragen nach der Aktualität ihrer Ideen für uns heute.

Denn wir sehen

-dass heute wie damals der Kapitalismus nicht in der Lage ist, eine gerechte Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten

-dass heute wie damals die Militarisierung sowohl im Inneren als auch nach Au§en intensiviert wird

-dass heute wie damals der Sicherheits- und Polizeistaat ausgebaut wird

-dass heute wie damals soziale Rechte abgebaut werden

-dass die Arbeitskraft der Menschen immer stärker ausgebeutet wird

Unsere Lehren daraus sind

-uns mit den Forderungen der Rätebewegung und -gedanken auseinanderzusetzen

-Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

-statt Einschränkung der demokratischen Rechte treten wir ein für ihre radikale Ausweitung bei voller sozialer Absicherung für Alle

-Milliarden für die Menschen statt für Banken und Konzerne!

-die Forderung nach der 30-Stundenwoche bei vollem Lohn- und Personalausgleich!

Sonntag, 07. Februar 2010, 11:00 Uhr Waller Friedhof Es laden ein: Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD/Ortsgruppe Bremen, Bildungsvereinigung SALZ, Bremer Antikapitalisti¬sche Linke (BAL), Bremer Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“, DIE LINKE. Landesverband Bremen, Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Bremen, DKP Bremen-Nord, Deutscher Gewerkschaftsbund Bremen (DGB), DGB-Jugend Bremen, Initiative Bremer Montagsdemo, Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg, Fraktion DIE LINKE in der Bremer Bürgerschaft, Marxistische Abendschule (MASCH), Marxistisch-Leninistische Partei Deutschland (MLPD), Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Bremen, Solidarische Hilfe e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Bremen Am 04. Februar 2010 jährt sich zum 91. Mal die Niederschlagung der Bremer Räterepublik. Die Herrschaft des Arbeiter- und Soldatenrates in der Revolution von 1918/19 und die Existenz der „Sozialistischen Republik Bremen“ vom 10. Januar bis zum 04. Februar 1919 gehören zur demokratischen Tradition unserer Stadt. Der Kieler Matrosen¬aufstand, der die deutsche Revolution im November 1918 einleitete, bildete auch in Bremen den Auslöser für den Sturz der alten Ord¬nung. Am 06. November gab der Un¬ab¬hängige So¬zial¬demokrat Adam Frasunkiewiecz vom Balkon des Rathau¬ses bekannt, dass ein Arbeiter- und Solda¬ten¬rat gebildet wird. Doch anders als in Bremen, wo die Linke die Mehrheit in der Arbeiter¬be¬we¬gung hat¬te, kam die Revolution in Berlin und im Reich bald ins Stocken. Die Führung der Mehrheitssozialdemokratie unter Ebert und Scheidemann und die Spitzen der Ge¬werkschaften wollten eine Entwicklung wie nach der russischen Oktoberrevolution verhindern und orientierten auf die Errichtung einer bürgerlich-demokratischen, par¬lamentarischen Republik. Sie setzten statt der Errichtung einer Räte¬herrschaft der Arbeiterschaft die Wahlen zu einer National¬versammlung durch, ließen die alten Ge¬walten in der Wirtschaft, Staatsapparat und Justiz und Armee ihre Macht und be¬kämpften eine wei¬tere Umwälzung auch mit Waffenge¬walt, indem sie mit Frei¬korps unter kaiserli¬chen Offizieren ge¬gen USPD und Spartakus vorgingen. Den von Noske ge¬führten konterrevolu¬tionären Truppen fielen im Januar 1919 Hunderte von Sozia¬listen zum Opfer, unter ihnen auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Um diese Entwick¬lung in Bremen zu verhindern und die angestrebte sozialistische Demokratie zu erreichen, proklamierte der Aktionsausschuss nach einer großen Demonstration der Bremer Arbeiter und Arbeiterinnen am 10. Januar 1919 die „Sozialistische Republik Bremen“ und ein Rat von Volksbeauftragten aus USPD- und KPD-Mitgliedern (u.a. Dannat, Henke, Knief) übernahm die Verwaltung der Stadt. Die Räteregierung nahm eine Reihe sozialer Reformen in Angriff (siehe Rückseite). Die Banken weigerten sich, der neuen Regierung Geld für Löhne und Gehälter aus¬zuzahlen. Vor allem aber hatte die Ebert-Regierung in Berlin – auch auf Bitten der Abgesandten der Bremer Kaufmannschaft – beschlossen, in Bremen wieder „Ruhe und Ordnung“ herzustellen. Am 25. Januar befahl Noske der Freiwilligen-Division Gerstenberg, der sich ein aus bremischen Bürgersöhnen gebildeten Freikorps unter Oberst Caspari anschloss, den Angriff auf Bremen. Der begann am 04. Februar mit über 3000 Soldaten, Kanonen und Panzerautos. Nach heftiger Gegenwehr mussten die Arbeiter den Kampf einstellen, 29 Ver¬teidiger der Räterepublik waren gefallen. So endete auch in Bremen der Versuch, Demokratie und Sozialismus durchzu¬setzen. Wir gedenken der gefallenen Verteidiger der Bremer Räterepublik und wir fragen nach der Aktualität ihrer Ideen für uns heute. Denn wir sehen -dass heute wie damals der Kapitalismus nicht in der Lage ist, eine gerechte Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten -dass heute wie damals die Militarisierung sowohl im Inneren als auch nach Au¬ßen intensiviert wird -dass heute wie damals der Sicherheits- und Polizeistaat ausgebaut wird -dass heute wie damals soziale Rechte abgebaut werden -dass die Arbeitskraft der Menschen immer stärker ausgebeutet wird Unsere Lehren daraus sind -uns mit den Forderungen der Rätebewegung und -gedanken auseinanderzusetzen -Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! -statt Einschränkung der demokratischen Rechte treten wir ein für ihre radikale Ausweitung bei voller sozialer Absicherung für Alle -Milliarden für die Menschen statt für Banken und Konzerne! -die Forderung nach der 30-Stundenwoche bei vollem Lohn- und Personalausgleich!

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