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zu Goethe in Dachau, Beethoven in Auschwitz. Das Konzentrationslager als Lernort der Selbstbehauptung in Grenzsituationen.

16. Januar 2013

17.01.2013

Prof. Dr. Jörg Wollenberg

zu Goethe in Dachau, Beethoven in Auschwitz. Das Konzentrationslager als Lernort der Selbstbehauptung in Grenzsituationen.

Donnerstag, 17. Januar 2013, 20 Uhr

Ichon Goetheplatz 4

MASCH Bremen und Mittwochsgesellschaft

Für einige der Häftlinge entwickelten sich aus der Artikulation von Kunst und Kultur feste Formen des Widerstands im Lager. Ihnen gelang es, durch legale, halblegale und illegale Veranstaltungen Ansätze einer moralisch-philosophischen Kraft aufzubauen und die nicht ganz ohnmächtige Gegenmacht des Überlebens – unter der Kontrolle der absoluten Macht der NS-Gewaltherrschaft – zu festigen.

Donnerstag, 17. Januar 2013, 20 Uhr Ichon Goetheplatz 4 MASCH Bremen und Mittwochsgesellschaft Für einige der Häftlinge entwickelten sich aus der Artikulation von Kunst und Kultur feste Formen des Widerstands im Lager. Ihnen gelang es, durch legale, halblegale und illegale Veranstaltungen Ansätze einer moralisch-philosophischen Kraft aufzubauen und die nicht ganz ohnmächtige Gegenmacht des Überlebens – unter der Kontrolle der absoluten Macht der NS-Gewaltherrschaft – zu festigen.

Heideruh lohnt sich

geschrieben von Raimund Gaebelein

13. Januar 2013

Das Jahresprogramm 2013 stand im Mittelpunkt des Vorstandstreffens

Das Jahresprogramm 2013 stand im Mittelpunkt des Vorstandstreffens am 9./10. Dezember 2012 in der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh (http://www.heideruh.de/programm.html). Ganz erfreulich ist, dass inzwischen ein beständiges Team aus Bea, Christiane, Dieter, Heinz, Kalle, Monika entstanden ist. Ihre Meinung ist wichtig für unsere Vorstandsarbeit. Eine Reihe fester Treffen hat sich inzwischen herausgeschält, die Harburger Kaffeerunde gegen Rechts, Heideruher Kulturabende im Sommer mit Filmen oder Lesungen Biographieseminare sowie das Antifaschistische Vernetzungstreffen. Werbung für Heideruh erfolgt auf dem LL Treffen, beim Kaffeeklatsch und zum ND Pressefest in Berlin. In den Blickwinkel der örtlichen Umgebung ist Heideruh auch gekommen, nicht zuletzt durch die intensiven Forschungsarbeiten der historischen Studiengruppe um Prof. Dr. Oliver Rump. So stand dann die Ehrung Heideruhs am 27. Januar im Mittelpunkt des offiziellen Buchholz. Die Ausstellung zur Geschichte Heideruhs war vierzehn Tage in der Stadtbücherei zu sehen. Von großer Bedeutung ist der dreitägige Ostermarsch entlang der Heidebahn von Bergen-Belsen nach Heideruh. Da wird es sicher zu interessanten Begegnungen kommen. In Niedersachsen steht es ganz hoch im Kurs, unterstützt von VVN-BdA, den Gewerkschaften und linken Parteien. Ein Antifaschistisches Jugendcamp im Sommer steht ganz oben auf der Wunschliste Jugendlicher, die die letzten beiden mitgemacht haben. Die Vorbereitungen auf ein informatives wie attraktives Sommerfest am 27. Juli laufen an. Man kann übrigens auch Mitglied in Heideruh werden.

Unsere Breidbachs

geschrieben von Marlies Böner Zollenkopf

13. Januar 2013

Ich lernte Inge und Herbert Breidbach 2002 bei Recherchen zum Buch über den Buntentorfriedhof kennen.

Ich lernte Inge und Herbert Breidbach 2002 bei Recherchen zum Buch über den Buntentorfriedhof kennen. Breidbachs haben ein Familiengrab auf diesem Friedhof. Dort ist auch ihr Sohn Peter begraben…Sie erzählten mir von der Zeit, als die KPD illegal war, von der Gründung der DKP, von Reisen in viele Länder und von der Arbeit in „ihrem“ Stadtteil, der Bremer Neustadt. … Was macht diese Beziehung aus? Wodurch hält Liebe mehr als 60 Jahre?…Herbert und Inge sind einen langen gemeinsamen Weg gegangen. Es waren die gleichen Ziele, für die sie sich einsetzten und für die sie sich noch heute engagieren.

Verfolgung der Sinti und Roma

geschrieben von Raimund Gaebelein

13. Januar 2013

In elf Beiträgen wird die Verfolgung der norddeutschen Sinti und Roma 1933/45 dargestellt

Ziel des Heftes ist es, auf konkrete Weise die regionalen Formen von Verfolgung, lokale Gemeinsamkeiten und Unterschiede nachzuzeichnen …Der Ende der Weimarer Republik einsetzende Integrationsprozess wird mit der faschistischen Vernichtungspolitik beendet. Die Zwangsghettoisierung in Großstädten wie Hamburg und Berlin ist der erste Schritt in den Völkermord…. Die bedrückende Kontinuität der Verfolgung wird in Frank Reuters Aufsatz über die Rezeption des Völkermordes deutlich,…Sehr spät erst hat die Verfolgung der Sinti und Roma Eingang in die Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur gefunden…Erst mit einer wachsender Bürgerrechtsbewegung aus Reihen der Sinti und Roma selbst, mit spektakulären Besetzungsaktionen in KZ-Gedenkstätten setzte allmählich in den 80er Jahren ein Umdenken ein.

Otmar Leist ist tot

geschrieben von Joachim"Bommel" Fischer

13. Januar 2013

Am 7. Dezember 2012 starb, unser Kamerad, der Schriftsteller und Pazifist Otmar Leist im Alter von fast 92 Jahren.

Am 7. Dezember 2012 starb, unser Kamerad, der Schriftsteller und Pazifist Otmar Leist im Alter von fast 92 Jahren. Wer war Otmar Leist? …Eine abwechslungsreiche Biografie prägte sein Leben….In sein literarisches Werk floss immer wieder seine pazifistische Haltung ein, …Otmar Leist galt vielen als „Gentleman der Bremer Friedensbewegung“ …In seinem literarischen Werk wie auch in den Gedanken und Erinnerungen jener, die ihn kannten, wird er jedoch weiterleben.

Ünterstützung der Arbeit für diskriminierte Roma

geschrieben von Juliane Nagel, Stephan Bosch, Richard Gauch

13. Januar 2013

Engagierte aus Ungarn und Deutschland rufen zur Unterstützung der Arbeit für diskriminierte Roma in Ungarn auf.

Engagierte aus Ungarn und Deutschland rufen zur Unterstützung der Arbeit für diskriminierte Roma in Ungarn auf. Gemeinsam mit dem ungarischen Schriftsteller György Dalos, Träger des Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2010, und der ungarischen Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky ruft die BürgerInneninitiative Leipzig Korrektiv zu Spenden für die Unterstützung von Roma in Ungarn auf…Exemplarisch für die brutale Gewalt gegen Roma stehen die Ereignisse von Gyöngyöspata. Aus dieser kleinen Gemeinde in Nordungarn mussten 2011 etwa 300 Roma-Frauen und Kinder evakuiert werden, weil die von faschistischen Gruppierungen ausgehende Bedrohung unter Duldung der Regierung außer Kontrolle geriet. …Der Verein “Bürgerrechtsbewegung für die Republik” in Ungarn, dem das Geld zukommen wird, hilft in erster Linie bedrohten Roma….“Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen systematisch diskriminiert und ausgegrenzt werden, ob durch staatliches Handeln oder unmittelbare Gewalt. Jeder humanistisch denkende Mensch ist aufgefordert Aufmerksamkeit auf die Besorgnis erregenden Entwicklungen in Ungarn zu richten. Helfen Sie, damit andere helfen können!“

Veränderte Welt

geschrieben von Raimund Gaebelein

13. Januar 2013

Der umfangreiche Roman Ken Folletts spiegelt sein Verständnis des Umbruchs in Europa vom Faschismus zum Kalten Krieg wieder

Der umfangreiche Roman Ken Folletts spiegelt sein Verständnis des Umbruchs in Europa vom Faschismus zum Kalten Krieg wieder….Eindrücklich wird der Terror des deutschen Faschismus dargestellt….Follett urteilt nicht, aber seine Auffassung fließt in das Handeln der dargestellten Personen ein. Auch in die Schilderung der Zurückhaltung einflussreicher Kräfte in den USA vor dem Kriegseintritt und ihrem Hinauszögern der zweiten Front in Europa.

Die Breidbachs

geschrieben von Marlies Böner Zollenkopf

12. Januar 2013

Ich lernte Inge und Herbert Breidbach 2002 bei Recherchen zum Buch über den Buntentorfriedhof kennen.

Ich lernte Inge und Herbert Breidbach 2002 bei Recherchen zum Buch über den Buntentorfriedhof kennen. Breidbachs haben ein Familiengrab auf diesem Friedhof. Dort ist auch ihr Sohn Peter begraben, der knapp 19-jährig tödlich verunglückte. Ich sprach mit Inge und Herbert über das Grab, die Familie, über Peter und über ihre unermüdliche politische Arbeit. Sie erzählten mir von der Zeit, als die KPD illegal war, von der Gründung der DKP, von Reisen in viele Länder und von der Arbeit in „ihrem“ Stadtteil, der Bremer Neustadt. Ich fand es schade, über solch ein erfülltes Leben im Rahmen eines Friedhofsbuches nur wenig schreiben zu können. Herbert und Inge sind weit über 60 Jahre ein Paar und haben eine enge Beziehung zueinander. Was macht diese Beziehung aus? Wodurch hält Liebe mehr als 60 Jahre? Ende 2007 begannen wir mit einer Reihe langer Gespräche und überlegten, ob daraus ein Buch werden könnte. Herbert hat ein unglaubliches Erinnerungsvermögen, Namens und Datengedächtnis. Oft saßen wir am Esstisch in der Herrmannstraße und Herbert erzählte von der Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion, von seiner Rückkehr als Kommunist und seiner Arbeit in der Partei. Wir sprachen über das Ende der DDR, über Herberts Arbeit als Zeitzeuge an Schulen und bei der Verlegung von Stolpersteinen. Ich erfahre auch viel aus Inges Leben. Kindheit in Oberneuland, Arbeitsamtsmitarbeiterin, junge Kommunistin, Mutter. Sie erzählte auch über ihre jahrzehntelange Mitarbeit im Beirat Neustadt. Herbert und Inge sind einen langen gemeinsamen Weg gegangen. Es waren die gleichen Ziele, für die sie sich einsetzten und für die sie sich noch heute engagieren. Nie wieder Krieg, Verbot rechtsradikaler Parteien, Gerechtigkeit und Frieden. Sich etwas zu sagen haben, sich auseinandersetzen, Leserbriefe formulieren, nicht alles hinnehmen, füreinander da sein, wenn im Alter das Leben anstrengend wird – das macht einen großen Teil der Liebe zueinander aus. Ich habe ein „subjektives“ Buch über Herbert und Inge Breidbach geschrieben, das mit Sicherheit nicht alle Facetten im Leben der beiden wiedergibt. Inge und Herbert sind zu Wort gekommen, aber auch Menschen, die sie ein Stück weit begleiteten. Sicher gibt es noch viele weitere Weggefährten, die Inge und Herbert gut kennen und zu ihnen etwas sagen könnten. Das Kriterium für die Auswahl meiner Gesprächspartner war meine persönliche Bekanntschaft mit ihnen. Alle sprachen mit viel Sympathie und Respekt über die Breidbachs. Ich wünsche Inge und Herbert, dass sie sich gegenseitig noch lange erhalten bleiben.

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Marlies Böner Zollenkopf, Die Breidbachs, Kellner Verlag Bremen, 9,90 Euro, ISBN 978-3-939928-94-2

Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus, Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland,

geschrieben von Raimund Gaebelein

12. Januar 2013

In elf Beiträgen wird die Verfolgung der norddeutschen Sinti und Roma 1933/45 dargestellt, ergänzt durch vier Buchbesprechungen zum Thema.

In elf Beiträgen wird die Verfolgung der norddeutschen Sinti und Roma 1933/45 dargestellt, ergänzt durch vier Buchbesprechungen zum Thema. Ziel des Heftes ist es, auf konkrete Weise die regionalen Formen von Verfolgung, lokale Gemeinsamkeiten und Unterschiede nachzuzeichnen Einer ausführlichen Darlegung der faschistischen Verfolgungsmaßnahmen folgt eine Beschreibung des ideologischen Hintergrundes ihrer Ausgrenzung. Der Ende der Weimarer Republik einsetzende Integrationsprozess wird mit der faschistischen Vernichtungspolitik beendet. Die Zwangsghettoisierung in Großstädten wie Hamburg und Berlin ist der erste Schritt in den Völkermord. Dargestellt werden die Stationen der Deportation, Hamburg, Berlin-Marzahn, Moringen, Ravensbrück, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen vor allem anhand von Selbstzeugnissen. Die bedrückende Kontinuität der Verfolgung wird in Frank Reuters Aufsatz über die Rezeption des Völkermordes deutlich, und auch in den Bildungsmaterialien von Christian Wolpers. Oktober 1958 wurde Wilhelm Mündtrath in Bremen Oberkriminalsekretär. 1941-45 war er als Sachbearbeiter des „Zigeunerdezernats“ der Bremer Kriminalpolizei mitverantwortlich für die Deportation der Sinti und Roma nach Auschwitz-Birkenau. Mindestens einen Transport begleitete er persönlich. 1945 wurde Mündtrath aus dem Polizeidienst entlassen, was 1947 vom Berufungsausschuss bestätigt wurde. Im Januar 1949 zum Minderbelasteten abgestuft, wurde er bereits im Mai amnestiert. Die Aussagen der früheren Kollegen galten als gewichtiger als die von wenigstens sechs überlebenden Opfern, dass er mit Einlieferung ins KZ drohte, sollten sie einer Zwangssterilisierung nicht zustimmen. Sehr spät erst hat die Verfolgung der Sinti und Roma Eingang in die Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur gefunden. Die personelle Kontinuität dieser Zunft, die Fortsetzung der diskriminierenden Verfolgung in den frühen Jahrzehnten der BRD, das Fortbestehen rassistischer Vorurteile bis in die Gegenwart verhinderten die Auseinandersetzung. Erst mit einer wachsender Bürgerrechtsbewegung aus Reihen der Sinti und Roma selbst, mit spektakulären Besetzungsaktionen in KZ-Gedenkstätten setzte allmählich in den 80er Jahren ein Umdenken ein. Die Autoren schrecken davor zurück, Parallelen zwischen Judenverfolgung und der Verfolgung der Sinti und Roma im Faschismus zu bestätigen. Es bliebe zu fragen, „wie weit eine solche Parallelisierung trägt“, fragt Thomas Rahde mit Verweis auf Unterschiede, die von der historischen Forschung festgestellt wurden. Das gelte selbst für die „praktische Durchführung von Ausgrenzung, Festsetzung und Mordaktionen“. Sehr früh setzte bei Sinti und Roma die durchgehende Zwangssterilisierung ein, die Ghettoisierung erfolgte vor dem Krieg als polizeiliche Verfolgung „Asozialer“. Beim jüdischen Teil der Bevölkerung dagegen ging es um systematische Enteignung.

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Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus, Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland, Heft 14, 232 Seiten, Edition Temmen, Bremen 2012, 14,90 Euro ISBN 978-3-8378-4039-1

Strafverteidigung im Konflikt mit dem Zeitgeist.

7. Januar 2013

08.01.2013

Dr. Heinrich Hannover zu

Strafverteidigung im Konflikt mit dem Zeitgeist.

Dienstag, 08. Januar 2013, 20 Uhr

Villa Ichon Goetheplatz 4

MASCH Bremen

Er schildert an Beispielen aus seiner Verteidigerpraxis, wie sich das aus dem Nazi-Reich übernommene Feindbild „Kommunismus“ und später das in jahrelangen Medienkampagnen angeheizte Feindbild „Terrorismus“ auf die Wahrheits- und Rechtsfindung der bundesdeutschen Strafjustiz ausgewirkt hat… oft wurden die Verteidiger der Angeklagten, selbst wenn es nur um rechtswidrige Haftbedingungen oder unhaltbare Anschuldigungen ging, im Gerichtssaal und in der Medienöffentlichkeit als Komplizen ihrer als Staatsfeinde geltenden Mandanten hingestellt und behandelt.

Dienstag, 08. Januar 2013, 20 Uhr Villa Ichon Goetheplatz 4 MASCH Bremen Er schildert an Beispielen aus seiner Verteidigerpraxis, wie sich das aus dem Nazi-Reich übernommene Feindbild „Kommunismus“ und später das in jahrelangen Medienkampagnen angeheizte Feindbild „Terrorismus“ auf die Wahrheits- und Rechtsfindung der bundesdeutschen Strafjustiz ausgewirkt hat… oft wurden die Verteidiger der Angeklagten, selbst wenn es nur um rechtswidrige Haftbedingungen oder unhaltbare Anschuldigungen ging, im Gerichtssaal und in der Medienöffentlichkeit als Komplizen ihrer als Staatsfeinde geltenden Mandanten hingestellt und behandelt.

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