Buchbesprechungen

Was war los in Hohehorst? Ein Buch über die Nazi-Zeit in Leichter Sprache

5. August 2015

Am 23.06.2015 stellte Astrid Felguth ihr Buch „Was war los in Hohehorst? Ein Buch über die Nazi-Zeit in Leichter Sprache“ im Wallsaal unserer Zentralbibliothek vor. Sie will damit Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderung die „Nazi-Zeit“ näherbringen.
Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts ließ die Familie Lahusen – Besitzer der Nordwolle, damals größter Textilkonzern …

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Gedenkstätten und Geschichtspolitik

20. Juli 2015

Die verstärkte Europäisierung der historischen Forschung und die zunehmende Infragestellung von Ritualen in der Erinnerungskultur werfen Fragen auf. In acht Beiträgen und einer ausführlichen Dokumentation thematisieren norddeutsche WissenschaftlerInnen aus langjähriger Erfahrung Veränderungen in der Gedenkstättenpolitik. Detlef Garbe (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) geht es vor allem um die Perspektive der Gedenkstätten. Von Erstarrung der Erinnerungskultur wird in Feuilletons …

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Die ‚Arisierung‘ von jüdischem Haus- und Grundbesitz in Bremen

19. März 2015

Die Enteignung jüdischen Haus- und Grundbesitzes in Bremen vor Kriegsbeginn stand im Mittelpunkt eines informativen Vortrags von Hanno Balz am 12. Januar im Rahmen der Ausstellung „Ausplündern und Verwalten“. Nach einer Fülle diskriminierender Maßnahmen und der völligen Entrechtung begann im Rahmen des Vierjahresplans die systematische Erfassung und Aneignung jüdischen Eigentums. Hanno Balz, inzwischen Dozent an …

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Der Denunziant

12. Januar 2015

Juni 2011 zerstört ein Samuel Saunders in Los Angeles mit der Spitzhacke den „Walk of Fame“ Stern für den Schauspieler Arnie Walton. Er entzieht sich der Aufforderung der Polizei stehenzubleiben, wird angeschossen und erleidet einen tödlichen Herzanfall. Eine Fülle von Notizen, E-Mail- und Disketten-Ausdrucke legen nahe, dass er bezweifelte, dass Arnie Walton wie angegeben 1933 …

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Kreuzende Kurse

12. Januar 2015

Die Kontinuität von Verfolgung und Widerstand wird erst mit einem gehörigen zeitlichen Abstand deutlich. In jahrelangen Recherchen hat Walter Mülich lose Enden gesammelt und ein Knüpfwerk gefertigt. Hier vermischen und durchdringen sich in der Tat Bilder, Namen, Schreie, wie er es auch beabsichtigt hat. Mehr als einhundert Opfer faschistischer Gewalt, Chilenen und Deutsche, werden uns …

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15. September 2014

Ethnische Säuberungen, Völkermord, Flucht und Vertreibung im Europa der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschreibt der polnische Autor Jan M. Piskorski auf eindrucksvolle Weise. Auch wenn er hin und wieder antisowjetische Ressentiments zum Ausdruck bringt, ist es ein sehr faktenreiches und fundiertes Werk. Zunächst beschreibt er die Massenvertreibungen in den Balkankriegen, die dem Ersten Weltkrieg …

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Attraktion der NS-Bewegung

15. September 2014

75 Jahre nach Entfesselung des Zweiten Weltkriegs stellt sich verstärkt die Frage wie es in Deutschland zur Machtübertragung an die Faschisten kommen konnte „Worin bestand die Anziehungskraft der Nazi-Bewegung?“ fragt die Herausgeberin Gudrun Brockhaus anlässlich einer Tagung über die Aufstiegszeit der NSDAP. Die Wahlergebnisse neofaschistischer und rechtspopulistischer Parteien und eine lange Jahre nicht gewollte Aufklärung …

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28 Tage lang

15. September 2014

David Safier war bis jetzt eigentlich bekannt für seine humoristischen Bücher. Mit seinem neuen Roman „28 Tage lang“ greift er nun ein ernstes Thema auf, das Leben und den Aufstand im Ghetto von Warschau.
Mira, 16 Jahre, schmuggelt Lebensmittel ins Ghetto, um Schwester, Mutter und sich am Leben zu erhalten. Ihr Bruder dient sich währenddessen den …

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Die Ausnahme. Oktober 1943. Wie die dänischen Juden mithilfe ihrer Mitbürger der Vernichtung entkamen.

10. Juli 2014

Für die einen ist er der „Geheimnisvoller Mister X“ für die anderen der „Der Schindler von Kopenhagen“. Gemeint ist Georg Ferdinand Duckwitz.
Er wurde am 29. September 1904 in Bremen als Sohn einer alteingesessenen Bremer Kaufmannsfamilie geboren und ist der Urenkel des Bremer Kaufmanns und Bürgermeisters Arnold Duckwitz. Sein Neffe 2. Grades Edmund Duckwitz ist …

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Flut und Boden

2. Juni 2014

„Natürlich wusste ich, dass Großvater ein Nazi gewesen war … Warum hatte mich das nie interessiert?“, fragt sich 1993 der Enkel beim Aussortieren der Bücher in der Bibliothek eines Patrizierhauses in der Weserstraße 84 in Vegesack. Per Leo setzt sich in „Flut und Boden“ mit seiner Familienbiographie auseinander. Im März 2014 findet der Erstlingsroman des …

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